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6 Gründe, warum man Geld sparen und nicht ausgeben sollte


Wenn man am Ende des Monats noch ein klein wenig Geld übrighat, dann steht man häufig vor der Frage, was man nun tun sollte. Sollte man sein übriges Geld lieber sparen oder stattdessen ausgeben für etwas, das man sich schon immer gewünscht hat. Für mich ist die Sache dabei ziemlich klar, man sollte das Geld sparen. Warum ich dieser Meinung bin, verrate ich dir in diesem Artikel.

Geld sparen, anstatt es auszugeben, macht aus vielen Gründen Sinn. Man ist dadurch auf finanzielle Notfälle vorbereitet, sorgt für das Alter vor, kann entspannter Leben und je früher man mit dem Sparen anfängt, desto mehr Wirkung zeigt der Zinseszinseffekt.

Es macht also durchaus Sinn sein Geld zu sparen und nicht alles immer auszugeben, um für Notfälle in der Zukunft vorbereitet zu sein aber auch um mit seinem Geld selbst noch mehr Geld zu verdienen. Schauen wir uns die Gründe aber einmal im Detail an.

1. Der Zinseszinseffekt lässt eure Gesamtrendite exponentiell anwachsen

Der für mich wohl wichtigste Grund zum Sparen ist die Rendite, die ich auf mein gespartes Geld erhalte. Damit meine ich, dass wenn ich zum Beispiel 1.000 EUR angespart und in einen Aktienfonds investiert habe, dann erhalte ich dafür jedes Jahr eine Rendite.

Diese Rendite beträgt bei breitgestreunten Aktienfonds historisch betrachtet circa 7% pro Jahr. D.h. also, dass ich für meine gesparten 1.000 EUR jedes Jahr im Durchschnitt 70 EUR mehr erhalte und das komplett ohne das ich etwas dafür tun muss. Wie cool ist das denn, dass man quasi Geld bekommt, ohne dafür arbeiten zu müssen?

Das Besondere ist aber, dass ich gar nicht jedes Jahr nur im Durchschnitt 70 EUR bekomme, sondern jedes Jahr ein bisschen mehr. Der Grund dafür ist der sogenannte Zinseszinseffekt. Damit meint man, dass deine erhaltenen Zinsen selbst auch wieder Zinsen abwerfen.

Stellt euch einfach vor ihr habt 1.000 EUR und legt diese zu 3% pro Jahr an. Im ersten Jahr erhaltet ihr 30 EUR Zinsen und legt ihr diese wieder an, dann habt ihr im nächsten Jahr schon 1.030 EUR, die euch Zinsen abwerfen. Bei 3% Rendite macht das 30,90 EUR, was schon fast ein Euro mehr sind als noch im Jahr zuvor. 

Das klingt jetzt nicht nach besonders viel aber genau hier zeigt sich, wie sehr der Zinseszinseffekt wirken kann, wenn ihr euer Geld nur lang genug angelegt lasst. Während ihr im oberen Beispiel im ersten Jahr nämlich nur 30 EUR an Zinsen bekommt, erhaltet ihr nach 10 Jahren bereits schon 39 EUR, nach 20 Jahren 52 EUR, nach 30 Jahren 71 EUR und nach 40 Jahren sogar 95 EUR.

Ihr seht also, wie es sich für euch auszahlt schon früh mit dem Sparen zu beginnen und euer Geld langfristig für euch arbeiten zu lassen.

Der Zinseszinseffekt wirkt dabei umso stärker, je größer die jährliche Rendite ist wie ihr in der nachfolgenden Grafik sehen könnt.

Die Grafik zeigt das Wachstum von 1.000 EUR im Laufe der Zeit bei 3%, 5% und 7% pro Jahr an. 

2. Ihr seid auf Notfälle und finanzielle Überraschungen vorbereitet

Wer niemals Geld anspart, der mag vielleicht immer seine Rechnungen bezahlen können aber was passiert, wenn es einmal ungeplante Kosten gibt und ihr dann nicht vorbereitet seid? Dann hilft nur noch ein Kredit und dafür müsst ihr in der Regel hohe Kosten zahlen, sodass euch das Ganze am Ende teurer zu stehen kommt, als wenn ihr einfach etwas Geld für Notfälle gespart hättet.

So geht es zumindest circa 20% aller Deutschen, die im Monat weniger als 10 EUR zum Sparen beiseitelegen und der einzige Weg, um dem zu entkommen, ist jeden Monat ein wenig Geld beiseitezulegen. Nur so seid ihr für Notfälle und finanzielle Überraschungen vorbereitet.

Mir ist dabei klar, dass es viele Menschen gibt, denen es nicht so gut geht und die entsprechend auch nicht viel im Monat sparen können aber für genau diese Menschen habe ich diesen Artikel geschrieben, indem ich euch zahlreiche Tipps gebe, wie und wo ihr ganz einfach jeden Tag Geld einsparen könnt. Schaut euch den Artikel unbedingt einmal an, auch wenn ihr bereits schon viel Geld jeden Monat sparen könnt, denn ich habe wirklich tolle Tipps für euch, damit jeder den einen oder anderen Euro noch sparen kann.

Wer ohnehin schon wenig Geld hat, der kann in solchen finanziellen Notfallsituationen auch häufig keine „günstigen“ Verbraucherkredite abschließen, da man dafür die notwendige Bonität haben muss. 

Als einzige Möglichkeit bleibt dann häufig nur noch der Dispokredit auf dem Konto bei der Hausbank und dieser wird im besten Fall mit 6 bis 8% pro Jahr verzinst was alles nur viel schlimmer für euch macht, da ihr dann deutlich mehr zurückzahlen müsst als die ursprüngliche Rechnung, die ihr nicht begleichen konntet.

Legt deshalb immer ein wenig Geld beiseite, um für genau solche Situationen vorbereitet zu sein. Langfristig kommt ihr damit viel günstiger als nur von der Hand in den Mund zu leben und in der Zeit, in der ihr das gesparte Geld nicht benötigt, bekommt ihr sogar noch ein wenig Zinsen und vermehrt dadurch euer Geld ganz ohne selbst mehr arbeiten zu müssen.

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3. Sparen ist nichts anderes als zukünftiger Konsum

Ich höre immer wieder als Gegenargument für das Sparen, dass es einem doch nichts nützt, wenn man dann im Alter so viel Geld hat aber viel zu alt oder krank ist, um es auszugeben. Stattdessen sollte man das Geld doch ausgeben, wenn man noch jung ist und auch etwas davon hat, aber meiner Meinung nach ist das etwas zu kurz gedacht.

In einem Punkt gebe ich dem oberen Argument Recht. Es bringt einem nichts Unmengen an Geld mit in den Tod zu nehmen. Dann freuen sich zwar die Erben, aber niemand sollte sich gezwungen fühlen seinen Kindern etwas zu vererben, denn am Ende sollte doch jeder auch auf den eigenen Füßen stehen.

Für mich ist es deshalb wichtig, dass ich mein gespartes Geld nicht einfach nur spare, damit ich spare, sondern damit ich es später einmal ausgeben kann. Sparen ist schließlich nichts anderes als zukünftiger Konsum. Ich konsumiere momentan nicht mein gesamtes Geld und spare ein wenig, damit ich es in Zukunft einmal ausgeben und konsumieren kann.

Wer dieses einfache Prinzip nicht verstanden hat, der spart zwar fleißig Geld aber hat davon eventuell nie etwas, weil er sein Erspartes einfach nie ausgibt. In so einem Fall kann ich durchaus nachvollziehen, dass Sparen nicht wirklich Sinn macht. Ich könnte jetzt ein besseres Leben führen aber entscheide mich stattdessen für ein geringeres Einkommen ohne jemals dafür später einmal entschädigt zu werden.

Das macht keinen Sinn, weswegen jeder beim Sparen immer auch daran denken sollte, wie er das Geld irgendwann einmal ausgeben wird. Sei es um die zukünftige Rentenlücke zu überbrücken, schon früher in Rente zu gehen oder um im Alter mehr zu reisen.

Zum Sparen müsst ihr auf etwas verzichten und dieser Verzicht sollte sich auch lohnen. Denkt also immer daran, dass Sparen nicht wirklich ein Verzicht ist, sondern nur zukünftiger Konsum. Ihr könnt das Geld jederzeit wieder ausgeben aber habt in der Sparphase dafür sogar noch Zinsen erhalten, was das Ganze für euch nur noch lohnenswerter gemacht hat.

4. Sofort bezahlen ist häufig günstiger als das Abzahlen eines Kredits

Dieser Punkt geht einher mit Punkt 2, den ich euch oben schon erklärt habe, aber ich möchte euch das Ganze einmal in Zahlen vorführen. Wer regelmäßig spart, der ist auf finanzielle Notfälle vorbereitet aber was bedeutet das wirklich?

Stellen wir uns einfach vor eure Waschmaschine geht kaputt und ihr müsst euch eine neue für 500 EUR kaufen. Wenn ihr die 500 EUR vorher schon beiseitelegen konntet, dann könnt ihr nun direkt die Waschmaschine bezahlen und gebt dafür 500 EUR aus.

Wenn ihr das Geld aber nicht verfügbar habt, dann müsst ihr euch die Waschmaschine finanzieren und das kann ganz schön teuer werden. Zwar gibt es immer wieder Null-Prozent-Finanzierungen, aber ihr könnt euch ja nicht darauf verlassen, dass das bei jedem Kauf verfügbar ist.

Zu welchem Zinssatz könntet ihr die Waschmaschine also finanzieren? Media Markt bietet auf ihrer Webseite eine Finanzierung für unglaubliche 8,49% pro Jahr an!

Wenn ihr eure Waschmaschine also über zwei Jahre finanzieren wollt, dann müsstet ihr monatlich circa 23 EUR dafür bezahlen bzw. insgesamt 543,60 EUR. Das sind fast 9% mehr als der eigentliche Kaufpreis! Und jetzt stellt euch einmal vor, dass ihr nicht nur 500 EUR finanzieren müsst sondern 5.000 EUR. Dann müsst ihr in derselben Zeit 436 EUR mehr durch die Finanzierung bezahlen bzw. sehr wahrscheinlich sogar noch mehr, weil ihr die Finanzierung länger laufen lasst.

Ihr seht also wie wichtig es ist, für Notfälle Geld auf der hohen Kante zu haben, damit man eben nicht diese teuren Finanzierungen abschließen muss.

5. Man kann besser schlafen

Habt ihr manchmal Angst davor, was passieren würde, wenn eure Waschmaschine oder der Kühlschrank kaputt geht, eure Kinder einen Ausflug mit der Schule machen wollen oder ihr euren Job verliert? Dann seid ihr nicht allein denn diese Ängste haben die meisten Menschen in Deutschland.

Grund dafür ist in der Regel, dass jedes Ereignis, und sei es noch so klein, dass einen finanziellen Einfluss auf euch hat, häufig zu größeren Problemen bei euch führt, weil ihr einfach nicht wisst, wie ihr es euch leisten könnt.

Ihr schlaft deswegen schlecht in der Nacht und habt immer die Angst vor Augen „was wäre, wenn“. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist eine finanzielle Absicherung, die euch ermöglicht, dass euch eine neue Waschmaschine oder eine Kündigung nicht aus der finanziellen Bahn wirft.

Es ist deshalb äußerst wichtig, dass ihr in guten Zeiten regelmäßig Geld zur Seite legt, damit ihr dann in schlechten Zeiten darauf zugreifen könnt. Auf dieser Website gebe ich euch zahlreiche Tipps zum Thema Sparen aber auch zur Geldanlage. Lest euch einige dieser Artikel unbedingt durch, wenn ihr Hilfe bei den Themen benötigt.

Sparen sorgt dabei nicht nur für einen besseren Schlaf, sondern es macht auch glücklich. Zumindest haben 61% der Befragten in einer Studie genau das gesagt. In einer anderen Umfrage haben sogar über 80% der Befragten gesagt, dass sparen beruhigt und entspannt.

Das ist auch verständlich, denn Sparen hilft dabei unabhängig zu werden von äußeren Einflussfaktoren und wer unabhängig ist, kann auch seine eigenen Entscheidungen treffen und wer das kann, ist schließlich auch glücklicher als die vielen anderen Menschen, die nur von dem Leben, was man ihnen gibt.

6. Man hat im Alter keine finanziellen Sorgen

Der letzte Grund, warum man sein Geld sparen und nicht ausgeben sollte, ist die finanzielle Sicherheit im Alter. Ich denke es ist mittlerweile jedem klar, dass man sich nicht blindlings auf die staatliche Rente verlassen kann, denn diese beträgt viel weniger als das letzte Einkommen, das ihr als Arbeitnehmer erhalten habt.

Wenn ihr momentan so viel verdient wie der Durchschnittsdeutsche und ein Einkommen von circa 40.000 EUR im Jahr habt, dann bekommt ihr als Rente lediglich ein Einkommen von circa 47% eures aktuellen Einkommens. Das heißt den einen Tag verdient ihr noch 40.000 EUR im Jahr und am nächsten Tag bekommt ihr nur noch circa 19.000 EUR im Jahr als Rente.

Da muss man nicht groß nachdenken, um zu erkennen, dass das deutlich weniger ist als zuvor und wer bis dahin nicht vorgesorgt hat, für den ist es dann zu spät, um noch mit dem Sparen anzufangen.

Wer also diese sogenannte Rentenlücke (also der Unterschied zwischen dem letzten Einkommen als Arbeitnehmer und dem Einkommen als Rentner) vermeiden möchte bzw. verringern möchte, dem bleibt nichts anderes übrig als schon frühzeitig mit dem Sparen anzufangen.

Und je eher ihr anfangt, desto einfach ist es für euch, denn der schon unter Punkt 1 erwähnte Zinseszinseffekt hat eine größere Wirkung, je länger er für euch arbeitet. Schauen wir uns das an einem einfachen Beispiel an. 

Stellt euch vor ihr möchtet bei Renteneintritt gern eine Million Euro zusammengespart haben und ihr legt euer Geld monatlich zu einem Zinssatz von 6% an. Wie viel müsstet ihr dann jeden Monat sparen je nachdem wie alt ihr seid? Die folgende Tabelle verrät es euch.

AlterMonatlicher Sparbetrag (circa)
20 Jahre400 EUR
30 Jahre800 EUR
40 Jahre1.250 EUR
50 Jahre3.000 EUR
Die Tabelle zeigt euch wie viel ihr monatlich sparen müsstet, um bei einem Renteneintritt mit 67 Jahren eine Million Euro zusammengespart zu haben. Angenommene Rendite von 6% pro Jahr.

Wenn ihr bereits in einem Alter von 20 Jahren anfangt zu sparen, dann könntet ihr die eine Million Euro bei Renteneintritt mit 67 Jahren erreichen, wenn ihr jeden Monat circa 400 EUR beiseitelegt. Wenn ihr erst mit 30 anfangt zu sparen, müsst ihr bereits jeden Monat 800 EUR sparen für die Million bei Renteneintritt, mit 40 Jahren jeden Monat 1.250 EUR und mit 50 Jahren jeden Monat circa 3.000 EUR. Noch mehr dazu könnt ihr übrigens in diesem Artikel von mir nachlesen.

Es lohnt sich einfach früh mit dem Sparen anzufangen, um im Alter dann weniger Sorgen zu haben. Natürlich kann nicht jeder mit 20 Jahren schon 400 EUR sparen, aber darum geht es mir auch nicht. Ich wollte euch nur zeigen, wie viel Einfluss die Zeit auf euer Erspartes hat und je früher ihr anfangt, desto einfacher wird es für euch in der Zukunft. 

In diesem Artikel erkläre ich, wie bereits 25 EUR monatlich ausreichen, um sich ein kleines Vermögen aufzubauen. Lest euch den Artikel unbedingt durch, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt und ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder 25 EUR im Monat entbehren kann.

Zum Schluss möchte ich aber noch einmal darauf hinweisen, dass es durchaus auch Situationen gibt in denen es Sinn macht kein Geld zu sparen und zu investieren. Wann das der Fall ist, habe ich euch in diesem Artikel zusammengefasst.

74 Tipps, um jeden Tag Geld zu sparen


Bei Aktienbaum.de geht es vor allem darum, wie ihr mehr aus eurem Geld machen könnt, indem ihr es anlegt und für euch arbeiten lasst, aber was macht man eigentlich, wenn man kein Geld zum Anlegen hat? Ganz einfach, dann spart man jeden Monat ein wenig bei seinen Ausgaben und nutzt das zusätzliche Geld, um es mithilfe eines monatlichen Sparplans kostengünstig in Aktien zu investieren. Damit ihr beim Sparen aber nicht allein dasteht, habe ich für euch 74 Tipps zusammengetragen, um jeden Tag ein wenig Geld zu sparen.

Damit alles ein wenig übersichtlicher für euch ist, habe ich die Tipps in unterschiedliche Kategorien unterteil.

Lebensmittel

  1. Kaufe deine Grundlebensmittel im Discounter ein, da diese die Ware deutlich günstiger anbieten als die Supermärkte wie Rewe und Edeka. Gehe dann nur für die höherwertigen Produkte in den Supermarkt.
  2. Nutze Foodsharing Dienste wie TooGoodToGo. Dabei handelt es sich um Apps, die günstige Angebote von Restaurants, Bäckern oder anderen Lebensmittelgeschäften in deiner Umgebung anzeigen für deren Lebensmittel und Speisen, die an dem Tag nicht verkauft wurden und deswegen weggeschmissen werden würden. Die Apps bieten Rabatte von bis zu 80% an und du tust nebenbei noch etwas gegen die Lebensmittelverschwendung.
  3. Geht, wenn möglich, nur mit einem Beutel einkaufen und benutzt keinen Einkaufswagen. Wenn ihr weniger Platz zum Transportieren habt, dann kauft ihr auch weniger ein.
  4. Kocht vor, anstatt jeden Tag in eurer Kantine zu essen. Am einfachsten geht das, wenn man einfach abends etwas mehr kocht als benötigt und den Rest dann mit auf Arbeit nehmt.
  5. Kauft eher lokal und saisonal, da diese Produkte in der Regel günstiger sind. Erdbeeren im Winter sind viel teurer als im Sommer.
  6. Achtet immer auf den Preis pro Kilo. Das ist eine Pflichtangabe für alle Lebensmittel und ist ein viel besserer Vergleich, welches Produkt günstiger ist oder nicht, als der tatsächliche Preis des Produkts.
  7. Wenn ihr einen Garten habt, solltet ihr Obst, Gemüse und Kräuter selbst anbauen, um euch die Käufe im Supermarkt zu sparen.
  8. Vergleiche Markenware mit den Hausmarken der Supermärkte. Häufig handelt es sich um identische Produkte nur das die Hausmarken günstiger sind.
  9. Trinkt Leitungswasser anstatt Wasser aus dem Laden. Zum einen hat Leitungswasser eine genauso gute Qualität wie das Wasser aus dem Laden und zum anderen ist es um ein Vielfaches günstiger. Wer 3 Liter Wasser am Tag trinkt, bezahlt bei Leitungswasser lediglich 0,6 Cent am Tag und bei Wasser aus dem Laden 51 Cent. Bei 365 Tagen im Jahr entspricht das einem Unterschied von circa 180 EUR.
  10. Gehe niemals hungrig einkaufen. Statistisch betrachtet, kauft man mehr ein, wenn man hungrig ist.
  11. Achtet auf das Mindesthaltbarkeitsdatum von Produkten. Häufig werden Produkte, die schon nah an ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum sind, vergünstigt angeboten. 
  12. Wer Leitungswasser nicht mag und lieber Sprudelwasser bevorzugt, der sollte sich einen Wassersprudler zulegen. Wer nicht die Premiummarke Sodastream kauft, der hat die Ausgaben des Wassersprudlers häufig schon nach 6 Monaten wieder durch die eingesparten Wasserkosten eingeholt.
  13. Kaufe beim Einkaufen nur in den unteren Regalen, da dort tendenziell die günstigeren Produkte ausgestellt sind.
  14. Kaufe nur mit Einkaufsliste ein, um Impulskäufe zu vermeiden.
  15. Kaufe abends auf dem Markt ein, weil viele Händler ihre Ware, die sie noch schnell loswerden wollen, häufig günstiger anbieten als tagsüber.

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Mobilität

  1. Wenn ihr schon mit dem Auto unterwegs seid, dann versucht Wege zu kombinieren (z.B. der Wocheneinkauf direkt auf dem Heimweg von eurem Arbeitsplatz) anstatt jeden Ort einzeln anzufahren.
  2. Vergleicht Benzinpreise mithilfe von Apps wie Clever-Tanken bevor ihr an die Tankstelle fahrt.
  3. Wann immer es möglich ist, solltet ihr das Auto stehen lassen und stattdessen auf andere Verkehrsmöglichkeiten zurückgreifen. Wer zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt, macht nebenbei auch noch etwas für die Gesundheit.
  4. Macht ab und zu Home Office, wenn es für euch möglich ist. Das spart euch die Fahrtkosten zur Arbeit.
  5. Kauft lieber einen Gebrauchtwagen anstatt eines Neuwagens, denn gerade in den ersten Jahren verliert ein Fahrzeug am meisten Wert.
  6. Wenn du schon mit dem Auto fährst, dann achte immer darauf, dass der Luftdruck von deinen Reifen nahe am Maximum ist. Umso höher der Luftdruck, desto geringer ist dein durchschnittlicher Spritverbrauch.
  7. Fahrt besonders spritschonend Auto, indem ihr früh hochschaltet, defensiv fahrt und das Auto an Ampeln lieber ausrollen lasst, anstatt erst auf dem letzten Meter zu bremsen.

Wohnen & Energie

  1. Schließt abends eure Rollläden, Vorhänge oder Gardinen, um Wärmeenergie und Heizkosten in der Nacht zu sparen.
  2. Solltet ihr überschüssigen Wohnraum haben, dann solltet ihr diesen vermieten. Entweder indem ihr den Wohnraum langfristig vermietet oder mithilfe von Diensten wie AirBnB nur kurzfristig vermietet.
  3. Nutze bei deiner Waschmaschine und deinem Geschirrspüler, wann immer möglich, die Energiesparprogramme. Diese dauern zwar häufig länger als das normale Programm, aber dafür wird das benötigt Wasser in der Zeit weniger erhitzt, was insgesamt zu geringeren Energiekosten führt.
  4. Sollte euer Kühlschrank oder eure Waschmaschine schon alt sein, lohnt es sich häufig die Geräte durch modernere aber vor allem auch effizientere Geräte auszutauschen.
  5. Um den Stromverbrauch eures Fernsehers zu reduzieren, könnt ihr dessen Helligkeit nach unten stellen. Gerade wenn man im Dunkeln den Fernseher laufen lässt, ist es absolut nicht notwendig die Helligkeit zu hochzulassen.
  6. Teilt euch die Wohnkosten mit jemandem so lange bzw. so früh wie möglich. Bleibt also gern länger bei euren Eltern wohnen oder geht in einer Beziehung den nächsten großen Schritt und zieht zusammen.
  7. Spart euch Heizkosten, indem ihr euch dem Wetter entsprechend anzieht. Tragt im Winter zu Hause also lieber einen Pullover oder eine dickere Hose, anstatt die Wohnung weiter hochzuheizen.
  8. Mithilfe von Solarpanelen für den Balkon kann man ganz einfach selbst Strom für den Eigengebrauch aus Sonnenenergie nutzen. Solche Geräte amortisieren sich häufig schon nach 8 Jahren aber haben eine Lebenszeit von circa 20 Jahren.
  9. Wenn ihr die Möglichkeit habt woanders kostenlos zu duschen (zum Beispiel in eurem Fitnessstudio), dann solltet ihr die Chance unbedingt nutzen.
  10. Wenn ihr einen neuen Kühlschrank, Waschmaschine, Ofen, Mikrowelle oder ähnliches kauft, dann solltet ihr immer auf die Energieeffizienzklasse achten.
  11. Duscht lieber, anstatt zu baden, denn eine volle Badewanne benötigt viel mehr Wasser als einmal kurz zu duschen.
  12. Schaltet Stand-By Geräte wie den Fernseher oder eine Spielekonsole mithilfe moderner Steckerleisten komplett aus, anstatt das Gerät im Stand-By Modus zu lassen. Solche Leisten gibt es bereits ab 5 EUR bei Amazon (*).
  13. Anstatt das Fenster längere Zeit im Winter anzukippen, solltet ihr lieber nur für kurze Zeit Stoßlüften. Somit lüftet ihr eure Räume schneller und auch gründlicher aber verschwendet viel weniger Wärme.
  14. Wenn ihr noch Glühbirnen im Haus habt, solltet ihr diese durch LED-Leuchten ersetzen, da diese 80% weniger Energie verbrauchen bei gleicher Lichtstärke.
  15. Ihr könnt eure Heizungsanlagen durch modernere Geräte ersetzen oder dämmen. Ihr könnt zum Beispiel einen Reflektor an die Wand hinter eure Heizung anbringen, um weniger Heizenergie zu verschwenden.
  16. Heißt euren Ofen beim Kochen nicht vor, sondern legt die Ware direkt hinein. Der gesamte Backvorgang dauert so nur ein wenig länger aber spart dafür viel an Energie.
  17. Moderne Duschköpfe verbrauchen deutlich weniger Wasser aber geben euch dennoch das Gefühl einer ganz „normalen“ Dusche. Es lohnt sich also den Duschkopf für wenig Geld umzustellen.
  18. Häufig reicht es bereits aus euren Kühlschrank auf der geringsten Stufe zu betreiben, um eure Lebensmittel ausreichend kühl zu halten. Experimentiert deshalb ein wenig mit der Temperatureinstellung eures Kühlschranks und stellt sie so niedrig wie möglich, um den Stromverbrauch zu reduzieren.

Geld & Finanzen

  1. Legt einen Dauerauftrag für eure monatliche Sparrate an, damit ihr nicht „vergessen“ könnt regelmäßig zu sparen.
  2. Schaffe dir einen detaillierten Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben, damit du leicht erkennen kannst, wo du persönlich noch Geld einsparen kannst.
  3. Frage regelmäßig nach einer Gehaltserhöhung.
  4. Entwickelt für euch selbst kleine „Spiele“, um euch zum Sparen zu motivieren. Ihr könnt zum Beispiel immer das Wechselgeld, dass ihr an der Kasse erhaltet, in ein Sparschwein stecken oder für jedes teure Produkt, dass ihr kauft (z.B. ein neues Handy), legt ihr einen zusätzlichen Betrag auf das Sparkonto, um den Kauf wieder „gut“ zu machen.
  5. Gebt eine Steuererklärung ab. Im Durchschnitt erhält man dadurch 1.000 EUR vom Finanzamt zurück.

Shopping

  1. Anstatt nur Markenkleidung zu kaufen, solltest du dir lieber Kleidung unbekannterer Marken kaufen. Häufig haben diese dieselbe Qualität aber kosten nur einen Bruchteil der Markenkleidung.
  2. Nutze Deal-Webseiten wie MyDeals aber lasse dich nicht zum Kauf verleiten, nur weil etwas günstig ist aber du es eigentlich gar nicht brauchst.
  3. Setze dir eine Kauffrist, um Impulskäufe zu vermeiden. D.h. wenn du dich für den Kauf von etwas Teurem entschieden hast (z.B. ein neues Handy), dann warte immer eine Woche, bis du es dir kaufst. Häufig merkt man in dieser Zeit, dass man das Gewollte eigentlich gar nicht benötigt.
  4. Kaufe Produkte, wenn möglich, antizyklisch. Du kannst also im Herbst Sommerkleidung kaufen und im Sommer Winterkleidung.
  5. Versuche beim nächsten Mal doch etwas Second-Hand zu kaufen. Häufig sind die Produkte noch fast wie neu aber kosten deutlich weniger.
  6. Durchwühle doch einmal deinen Kleiderschrank. Vielleicht findest du dort Kleidungsstücke, die du schon lange vergessen hast.
  7. Bei verblasten Kleidungsstücken kannst du Textilfarbe nutzen, um dem Kleidungsstück wieder neues Leben einzuhauchen.
  8. Repariere Produkte lieber, anstatt sie dir neuzukaufen. Eine Reparatur kostet häufig viel weniger als der Kauf eines neuen Produkts.
  9. Vermeide Ratenzahlungen, Null-Prozent-Finanzierungen oder Konsumkredite, da diese dazu verleiten Dinge zu kaufen, die man sich eigentlich gar nicht leisten kann.
  10. Vermeide alles, was dich zum Konsum verleiten könnte. Abonniere deswegen keine Shopping-Newsletter oder nutze einen Ad-Blocker, um keine Werbung angezeigt zu bekommen.
  11. Bei größeren Anschaffungen solltest du immer erst dafür sparen und dann das Produkt kaufen. Mache es niemals andersherum und kaufe dir das Produkt und zahle erst danach mithilfe eines Kredits.

Tarife & Verträge

  1. Kündige langfristige Verträge wie deinen Handyvertrag oder deine Mitgliedschaft im Fitnessstudio regelmäßig, da die Anbieter dir häufig besserer Angebote machen, um dich zurückzugewinnen.
  2. Vergleiche deine Tarife regelmäßig online.
  3. Hinterfrage regelmäßig Verträge und kündige Abos, wenn du sie nicht mehr brauchst. Wenn deine Lieblingsserie auf Netflix erst wieder in zwei Monaten verfügbar ist, dann setze dein Abo einfach für diese Zeit aus.
  4. Schließe nur Verträge ab, die auch wirklich zu dir passen. Dein Handyvertrag muss also nicht mehr Datenvolumen haben, als du eigentlich verwendest.

Freizeit & Unterhaltung

  1. Teile Abos wie für Spotify, Netflix oder Amazon Prime, wenn möglich, mit Freunden oder der Familie, um einen Teil der Abokosten dadurch einzusparen.
  2. Geht in eure Stadtbibliothek, um kostenlos Bücher, Zeitschriften oder Filme auszuleihen.
  3. Statt ins Restaurant zu gehen, könnt ihr auch mit Freunden gemeinsam kochen.
  4. Nutze kostenlose Unterhaltungsangebote. In Berling könnt ihr zum Beispiel jeden ersten Sonntag im Monat kostenlos in die meisten Museen.

Reisen

  1. Bucht eure Reisen immer so frühzeitig wie möglich, da die Preise dann noch am günstigsten sind.
  2. Sucht eure Unterkünfte außerhalb von Ballungszentren.
  3. Anstatt mit dem eigenen Auto oder der Bahn zu reisen, könnt ihr beim nächsten Mal vielleicht auch eine Mitfahrgelegenheit wie BlaBlaCar nutzen.
  4. Plant, wenn möglich, euren Urlaub außerhalb der üblichen Urlaubssaison. Je flexibler ihr seid, desto günstigere Angebote könnt ihr ergattern.
  5. Verreist häufiger mit Freunden. Zum einen stärkt das die Freundschaft und zum anderen kostet euch die Unterkunft in der Regel weniger, wenn ihr sie mit mehreren Personen teilt.
  6. Anstatt jeden Abend im Urlaub ins Restaurant zu gehen, könnt ihr euch auch ganz leicht selbst versorgen. Ihr benötigt dazu nur eine Küche in eurer Unterkunft und gleichzeitig bekommt ihr so mehr mit über das tägliche Leben in eurem Reiseland.
  7. Deaktiviert Roaming auf eurem Handy, wenn ihr außerhalb der EU reist. Der Datenverbrauch im Ausland ist um ein Vielfaches teurer als in eurem eigentlichen Tarif. Solltet ihr dennoch Internet im Ausland benötigen, lohnt es sich häufig auch eine neue SIM-Karte am Flughafen zu kaufen. Diese gibt es in der Regel günstiger mit einem festgelegtem Datenvolumen.
  8. Bevor ihr eure Reise antretet, solltet ihr eure Lieblingsfilme, -bücher, und -musik immer schon auf euer Gerät runterladen, damit ihr im Ausland nicht gezwungen seid euren mobilen Handytarif dafür zu nutzen.

Laster abgewöhnen

  1. Hört mit dem Rauchen auf. Es ist ungesund und auch extrem teuer. Dasselbe gilt auch für Alkohol, sodass man versuchen sollte auch hier den Verbrauch zu reduzieren.
  2. Trinkt euren Kaffee lieber daheim oder auf der Arbeit, anstatt ihn euch teuer unterwegs zu kaufen.

Das waren meine 74 Tipps, um jeden Tag etwas Geld einzusparen. Jeder einzelne Tipp mag vielleicht nicht viel Sparpotential bedeuten aber kombiniert ihr mehrere der Tipps und wendet so viele wie möglich von ihnen an, dann verspreche ich euch, dass ihr problemlos mindestens 300 oder mehr jedes Jahr sparen könnt. 300 EUR im Jahr entspricht 25 EUR im Monat was schon ausreicht, um seinen ersten Aktiensparplan zu starten, wie ich euch hier erkläre. Versucht also euer Bestes und lasst mich wissen, wie viel Geld ihr durch die Tipps einsparen konntet oder ob ihr sogar noch mehr Tipps habt. Ich füge sie gern in der Liste hinzu.

Wenn ihr euch übrigens nicht sicher sein sollet, warum eigentlich jeder sparen sollte, dann schaut euch einmal diesen Artikel von mir an, indem ich euch 6 gute Gründe nenne, warum jeder sofort mit dem Sparen beginnen sollte.

(*) hierbei handelt es sich um einen Affiliate Link. Für dich ändert sich dadurch nichts aber ich erhalte eine kleine Provision von deinem Kaufpreis, wodurch du meine Arbeit unterstützen kannst.

So lange dauert ein Initial Public Offering (IPO)


Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, dann spricht man auch von einem Initial Public Offering (engl. für Initiales öffentliches Angebot) bzw. kurz IPO. Ein IPO ist dabei aber nichts, was ein Unternehmen mal einfach schnell machen kann, denn dafür wird sehr viel Vorbereitungszeit benötigt. Wie lange ein IPO im Durchschnitt dauert und ob es sich eigentlich lohnt in solche Aktien zu investieren, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Ein Initial Public Offering (kurz IPO) dauert in der Regel zwischen zehn bis zwölf Monaten. Das berücksichtigt die Zeit vom Start des Prozesses bis hin zum Emissionstag. Am meisten Zeit wird dabei für die Konzeptionierung und Vorbereitung des IPOs benötigt, was allein 5 bis 6 Monate dauern kann.

IPOs sind also nichts, was Unternehmen einmal schnell umsetzen können, denn sie benötigen eine lange Vorbereitung. Warum der gesamte Prozess aber so lang dauert und was dabei passiert, erkläre ich im nächsten Abschnitt.

Warum dauert ein IPO so lange?

Bevor wir in die Details gehen, möchte ich nur ein was ganz wichtiges zu Beginn klären. Die folgende Darstellung des IPO Prozesses bezieht sich auf ein klassisches Initial Public Offering und nicht auf ein IPO mithilfe eines Special Purpose Aquisition Vehicles (kurz SPAC). Nachdem das nun klargestellt ist, folgen nun die Details.

Ein IPO lässt sich grundsätzlich in 3 Phasen einteilen: Der Konzeptionsphase, der Umsetzungsphase und der Platzierungsphase. In jeder Phase fallen unterschiedliche Prozesse an und entsprechend fällt jeder Phase auch unterschiedlich lang oder kurz aus.

Die Konzeptionsphase (ca. 5 bis 6 Monate)

Die Konzeptionsphase ist dafür gedacht ein Unternehmen „börsenreif“ zu machen. Damit ist gemeint, dass alle juristischen Vorkehrungen getroffen werden, um eine IPO überhaupt zu ermöglichen.

Darunter kann man sich also vorstellen, dass die Rechtsform des Unternehmens von zum Beispiel einer GmbH in eine Aktiengesellschaft umgeändert wird, die Satzung angepasst wird oder das ein Aufsichtsrat ins Leben gerufen wird.

Sobald das Unternehmen, zumindest rechtlich betrachtet, für einen Börsengang vorbereitet ist, wird mithilfe einer Investmentbank ein umfassendes IPO-Konzept entworfen. Dieses Konzept enthält einen genauen Zeitplan für die IPO und alle Maßnahmen, die bis dahin noch umgesetzt werden sollen aber es enthält auch einen genauen Einblick in das Unternehmen für Investoren, damit diese über die Chancen und Risiken, die mit dem Unternehmen verbunden sind, Bescheid wissen.

Ist all das umgesetzt, dann ist der letzte Schritt der Konzeptionsphase, dass bei der entsprechenden Zulassungsbehörde ein Börsenzulassungsantrag gestellt wird und auf der Hauptversammlung die Zustimmung der Aktionäre eingeholt wird.

Der gesamte Prozess in dieser Phase dauert circa fünf bis sechs Monate.

Die Umsetzungsphase (ca. 4 bis 5 Monate)

In der Umsetzungsphase wird das sogenannte Wertpapierprospekt erstellt, dass alle wichtigen Informationen zum Unternehmen für zukünftige Investoren enthält.

Dazu wird eine Gruppe aus Investmentbanken, Anwälten und Wirtschaftsprüfern gebildet, die eine sogenannte Due Dilligence durchführen. Darunter ist eine genaue Prüfung des Unternehmens durch unabhängige Dritte gemeint, auf deren Einschätzung dann das finale Wertpapierprospekt beruht.

Ist das Wertpapierprospekt erstellt, bringt das Management bei einer Hauptversammlung einen Antrag auf die, für die IPO notwendige, Kapitalerhöhung ein und ist diese beschlossen, geht das Unternehmen in die letzte Phase über.

Der gesamte Prozess in dieser Phase dauert circa vier bis fünf Monate.

Die Platzierungsphase (ca. 1 Monat)

Die Platzierungsphase ist die letzte Phase eines IPOs. Dabei werden die Aktien des Unternehmens offiziell anderen Investoren angeboten und schlussendlich am Emissionstag verkauft.

Nicht jeder Börsengang ist immer so groß, dass jeder Investor darüber Bescheid weiß. Entsprechend müssen Unternehmen ihre Aktien bei den Investoren aktiv bewerben. Das tun sie indem sie eine sogenannte Road Show starten.

Damit ist gemeint, dass sich das Management des Unternehmens unterschiedlichen Investoren durch Präsentationen und Interviews genau vorstellt und aktiv für die Aktien ihres Unternehmens werben.

Je nachdem wie nachgefragt die Aktien bei den Investoren sind, wird dann schlussendlich der finale Aktienpreis festgelegt und es erfolgt die offizielle Notierung an der Börse inklusive erstem Handelstag.

Der gesamte Prozess in dieser Phase dauert circa einen Monat.

Kann jedes Unternehmen an die Börse gehen?

In Deutschland kann grundsätzlich jedes Unternehmen an die Börse gehen, dass die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) besitzt. Allerdings müssen für einen Börsengang verschiedene Mindestanforderungen erfüllt werden je nach Börsensegment, indem das Unternehmen gelistet werden möchte.

In meinem Artikel „Kann jedes Unternehmen an die Börse gehen?“ bin ich sehr genau auf diese Frage eingegangen und erkläre dort auch was die verschiedenen Anforderungen für jedes Börsensegment sind. Lest euch den Artikel also unbedingt durch, wenn ihr alle Details darüber erfahren wollt.

Für alle anderen hier eine kurze Zusammenfassung. Im „einfachsten“ Börsensegment, dem „Open Market“, muss ein Unternehmen lediglich einen Antrag zum Börsenhandel stellen und sich verpflichten wichtige Geschäftsvorfälle zu melden. Das war es dann auch schon, um in diesem Börsensegment gehandelt zu werden allerdings sind solche Aktien aufgrund mangelnder Transparenz nicht wirklich geeignet für private oder institutionelle Investoren

Um stattdessen am regulierten Markt gehandelt zu werden, muss ein Unternehmen viel mehr Anforderungen erfüllen. Allein die Mindestanforderungen umfassen dabei zahlreiche Kriterien wie z.B.:

  • Das Unternehmen muss mindestens bereits drei Jahre als Unternehmen existieren
  • Das Eigenkapital des Unternehmens muss mindestens 1,25 Millionen Euro betragen
  • Das Unternehmen muss jährlich einen Jahresbericht veröffentlichen und mindestens einen Zwischenbericht während des Jahres

Erfüllt eine Aktiengesellschaft all diese und noch weitere Anforderungen, kann es sich zum Handel am regulierten Markt anmelden lassen bzw. einen Börsengang vornehmen. An sich können Unternehmen auch an verschiedenen Börsen gelistet sein. Warum einige Unternehmen das auch machen, erkläre ich euch hier.

Lohnen sich IPOs zum Investieren?

IPOs werden unter Privatinvestoren immer wieder gern empfohlen, weil man damit doch schließlich beim nächsten Amazon oder beim nächsten Facebook schon von Anfang an dabei sein könnte, aber ist das wirklich eine so gute Idee?

In meinem Artikel „Kann man mit IPOs Geld verdienen?“ habe ich deshalb über 1.000 IPOs der letzten 20 Jahre analysiert und geschaut wie viel Rendite man damit erzielen konnte. Für alle, die es genau wissen möchten, empfehle ich den Artikel und für alle anderen hier die wichtigsten Erkenntnisse.

In der folgenden Tabelle könnt ihr sehen wie viel Rendite ihr im Durchschnitt bis heute mit den IPOs verdient hätten, je nachdem wann ihr in die IPO Aktien eingestiegen wärt. Im Vergleich dazu habe ich auch geschaut, was ein Investment in den S&P 500 jeweils immer an Rendite erzielt hätte.

Wann wurden die Aktien bzw. der S&P 500 Index gekauft⌀ Rendite von IPO Aktien bis heute⌀ Rendite des S&P 500 Index bis heute
Am Tag der IPO215,2%167,8%
Einen Tag nach der IPO213,9%167,6%
Eine Woche nach der IPO224,4%167,3%
Einen Monat nach der IPO209,6%165,5%
Ein Jahr nach der IPO185,4%140,4%
Die Tabelle zeigt wie viel Rendite man im Durchschnitt bis heute mit IPO Aktien und dem S&P 500 Index erzielt hätte, je nachdem wann man die Aktien gekauft hat.

In den letzten 20 Jahren haben IPO Aktien eine im Durchschnitt deutlich höhere Rendite als der S&P 500 Index erzielt. Während IPO Aktien in diesem Zeitraum im Durchschnitt eine Rendite von 215,2% seit IPO erzielt haben, konnte der S&P 500 Index lediglich 167,8% erzielen.

Anhand der oberen Daten könnte man jetzt meinen, dass jeder IPO Aktien eine Woche nach der IPO kaufen sollte, weil man dann schließlich viel mehr Rendite als der breite Markt erzielen würde, aber ist das wirklich so eine gute Idee?

Meine Analyse enthält insgesamt 1.063 IPOs, die im Zeitraum von 2000 bis 2020 stattfanden und von all diesen IPOs legten lediglich 62% im Wert zu und lediglich 29% davon konnten den Markt im selben Zeitraum schlagen.

Das heißt, dass die Überrendite von IPO Aktien gegenüber dem breiten Markt nur von ganz wenigen Aktien wie zum Beispiel Tesla (+ 25.000%) oder Shopify (+5.800%) getragen wird. 

Würde man von den 1.063 IPOs die besten 1% aus der Analyse entfernen, dann wäre die durchschnittliche Gesamtrendite aber schon geringer als die Marktrendite.

Wenn ihr also genau die eine wichtige IPO verpasst, dann kann das schon ausreichen, um eure gesamte durchschnittliche Rendite schlechter werden zu lassen als die des S&P 500 Index.

Das müsst ihr natürlich selbst einschätzen, wie gut ihr das nächste Amazon oder Facebook frühzeitig erkennen könnt aber für mich heißt das eher, dass man von IPOs lieber die Finger lassen sollte.

Sind Optionsscheine wirklich in den USA verboten?


Schon viel wurde über den Unterschied von Optionen und Optionsscheinen geschrieben. Auch ich habe einen ausführlichen Artikel hierzu für euch. Trotz all ihrer Nachteile erfreuen sich Optionsscheine weiterhin großer Beliebtheit in Deutschland aber stimmt es eigentlich, dass diese Instrumente in anderen Ländern wie den USA wirklich verboten sind? Ich bin der Frage einmal auf den Grund gegangen.

Optionsscheine sind in den USA verboten, da es sich hierbei um Emittentenprodukte handelt und deswegen für Anleger, nach Meinung der US Finanzaufsichtsbehörde SEC, ein zu hohes Risiko für Manipulation durch den Emittenten besteht.

Es stimmt also, dass Optionsscheine in den USA verboten sind, weil von ihnen, laut SEC, ein zu hohes Risiko für Manipulation durch den Emittenten ausgeht aber wie real ist dieses Risiko eigentlich und besteht das Risiko auch für Käufer von Optionsscheinen in Deutschland? In den nächsten Abschnitten werdet ihr es erfahren. 

Darum sind Optionsscheine in den USA verboten!

Um genau zu verstehen, warum bei Optionsscheinen ein gewisses Manipulationsrisiko durch den Emittenten besteht, muss man noch einmal über den Unterschied von Optionen und Optionsscheinen sprechen.

An sich sind Optionen und Optionsscheine sehr identisch. Beide geben dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, den zugrundeliegenden Basiswert in der Zukunft zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. 

Der große Unterschied zwischen beiden Instrumenten ist aber wie sie gehandelt werden. Während man Optionen direkt an Börsen wie der CBOE in den USA oder der EUREX in Europa handeln kann, gibt es für Optionsscheine keinen Börsenhandel, da der Kauf und Verkauf immer nur mit dem Emittenten stattfindet.

Für Optionen findet die Preisbildung also durch Angebot und Nachfrage an der Börse statt und der Preis wird dabei durch verschiedene Faktoren wie der impliziten Volatilität oder dem aktuellen Delta der Option bestimmt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, solltet ihr euch unbedingt meinen Artikel zum Thema Optionshandel durchlesen.

Bei Optionsscheinen findet die Preisbildung aber nicht durch Angebot und Nachfrage statt, sondern hier wird der Preis direkt vom Emittenten, also der ausgebenden Bank, festgelegt. Diese unterliegen natürlich auch dem Wettbewerb mit anderen Banken und können deswegen nicht alle Preise fordern, die sie möchten, aber es besteht dennoch genügend Spielraum.

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Wer also einen Optionsschein von einer Bank in Deutschland kauft, der ist gezwungen den Rückkaufpreis zu akzeptieren, den die Bank verlangt und das muss nicht der Preis sein, der eigentlich fair am Markt wäre.

Bei Optionen ist das genau anders. Hier bekommt man immer genau den Preis, der momentan vom Markt als fair angenommen wird.

Genau diesen Einfluss auf die Preisbildung will die SEC, also die Finanzaufsichtsbehörde in den USA, aber beschränken, um Anleger davor zu schützen und hat alle Emittentenprodukte in den USA verboten. Deswegen sind also Optionsscheine aber auch andere, von Emittenten ausgegebene, Produkte wie CFDs in den USA nicht erlaubt.

Welche zusätzlichen Nachteile haben Optionsscheine?

Das Emittentenrisiko bzw. das Risiko der Manipulation ist aber nicht der einzige Nachteil den Optionsscheine gegenüber Optionen haben. In der folgenden Tabelle könnt ihr die wesentlichen Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen sehen.

OptionOptionsschein
StandardisiertNicht standardisiert
Man kann sowohl Käufer als auch Verkäufer einer Option seinMan kann lediglich Käufer eines Optionsscheins sein
Kein EmittentenrisikoEmittentenrisiko
Preisfindung durch Angebot und Nachfrage am MarktDer Emittent des Optionsscheins legt den Preis selbst fest
Alle bekannten Optionsstrategien können angewandt werdenLediglich Optionsstrategien, bei denen man der Käufer der Option ist, können angewandt werden
Kauf und Verkauf findet über Terminbörsen stattKauf und Verkauf findet Over-The-Counter über den Emittenten statt
Die Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen.

Jeden dieser Punkte habe ich noch einmal genau in meinem Artikel „Optionen vs. Optionsscheine“ erklärt. Lest ihn euch unbedingt durch, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt.

Das Emittentenrisiko ist also nur einer von vielen Nachteilen von Optionsscheinen. Für mich ist der größte Nachteil aber, dass man bei Optionsscheinen lediglich Käufer des Instruments sein kann und nicht Verkäufer bzw. Stillhalter. Da die durchschnittliche Rendite beim Verkauf von Optionen wesentlich höher ist als beim Kauf von Optionen, ist es für mich also viel attraktiver Optionen zu verkaufen als Optionsscheine zu handeln. Mehr dazu könnt ihr auch in diesem Artikel von mir durchlesen.

Dass man kein Verkäufer sein kann, führt aber auch zu dem Problem, dass man mit Optionsscheinen nur sehr begrenzt Optionsstrategien anwenden kann bzw. auf schon fertige Produkte der Emittenten zugreifen muss, was eure Abhängigkeit zu dem Emittenten nur noch mehr erhöht.

Man kann also auf jeden Fall sagen, dass Optionsscheine eben nicht gleich Optionen sind und ihr, wenn möglich, immer Optionen direkt handeln solltet anstatt Optionsscheine. Leider wird der Handel mit Optionen in Deutschland aber nur von sehr wenigen Brokern angeboten.

Wo kann man Optionen in Deutschland handeln?

Wenn ihr jetzt Interesse am Handel mit Optionen bekommen habt, dann stellt sich natürlich die Frage wie ihr das am besten machen könnt.

Folgende Broker in Deutschland bieten den Handel mit Optionen an:

Ich selbst nutze Banx Broker, die wiederum im Hintergrund auf Interactive Broker basieren und bin sehr zufrieden. Cap Trader habe ich selbst auch schon einmal ausprobiert und war damit auch sehr zufrieden. Zu den anderen Brokern kann ich allerdings nichts sagen, da ich mit denen selbst noch nie gehandelt habe.

Ganz egal wie ihr euch aber entscheidet, bitte fangt nicht blindlings an mit Optionen zu handeln, nur weil ihr euch ein wenig über Optionen eingelesen habt. Optionen (und auch Optionsscheine) sind viel komplexer als es den Anschein macht also seid vorbereitet, wenn ihr die erste Option handelt.

Wenn euch das Thema wirklich interessiert, dann lest unbedingt viele Artikel oder Bücher zu dem Thema, schaut einige YouTube Videos oder hört euch Podcasts dazu an. Auf meiner Seite findet ihr auch noch zahlreiche weitere Artikel zum Thema Optionen, die euch weiterhelfen können.

Entweder ihr schaut einfach in meine Kategorie Optionen oder ihr lest die Artikel, die ich euch in diesem Artikel mit verlinkt habe. Am wichtigsten ist sicherlich der Artikel „Was sagen die Griechen über eine Option aus?“ der ebenfalls sehr ausführlich und lang ist aber lieber etwas zu genau als zu kurz und falsch.

So viel sollte man sparen!


Sparen ist ein Marathon und kein Sprint und wie bei einem Marathon sollte man immer wieder genau prüfen, ob man eigentlich in der Zeit liegt oder ob man nicht etwas schneller oder langsamer sein müsste. Damit ihr genau wisst wo ihr gerade steht beim Sparen im Vergleich zu euren Zielen aber auch im Vergleich zu allen anderen, habe ich diesen Artikel für euch geschrieben. 

Auf Twitter habe ich meine Follower wieder gefragt wie hoch deren Sparquote ist und die Ergebnisse der über 230 Personen, die daran teilgenommen haben, könnt ihr hier sehen.

Die Mehrheit hat dabei angegeben, dass deren Sparquote über 30% ist, allerdings bin ich mir auch sicher, dass das ein sehr verzehrtes Bild ist, denn die Menschen, die mir bei Twitter folgen sind schon bereits sehr Finanz-affin und sparen mehr als der Durchschnitt. 

Natürlich sollte man, wenn möglich, so früh wie möglich schon so viel wie möglich sparen, wie ich euch in diesem Artikel erklärt habe aber damit ihr einen unabhängigen Vergleich mit anderen Menschen in eurem Alter, mit eurem Vermögen oder eurem Einkommen ziehen könnt, habe ich euch die folgenden Daten zusammengetragen.

So viel sollte man sparen 

Wie viel man sparen sollte bzw. schon gespart haben sollte, hängt natürlich stark davon ab auf was man diese Aussage bezieht. Es macht einen Unterschied ob man sich selbst mit anderen Menschen desselben Einkommens, desselben Alters oder den selben Zielen vergleicht. Entsprechend habe ich für jede mögliche Vergleichsgrundlage herausgesucht wo ihr momentan beim Thema Sparen sein solltet und ihr könnt selbst entscheiden mit wem oder was ihr euch vergleichen möchtet.

Wenn ihr dabei merkt, dass ihr deutlich hinter anderen Menschen mit ähnlichen Zielen, ähnlichem Alter oder Einkommen liegt, dann solltet ihr euch vielleicht diesen Artikel von mir anschauen, indem ich euch 74 Tipps gebe, um jeden Tag ganz einfach ein wenig Geld zu sparen.

Nach Zielen

Zuerst möchte ich euch zeigen wie viel ihr sparen müsst bzw. schon angespart haben müsst je nachdem, was ihr für ein Ziel habt. Da die meisten Menschen für die Altersvorsorge sparen, habe ich vier mögliche Szenarien entworfen und in der unteren interaktiven Grafik könnt ihr genau ablesen wie viel ihr in welchem Alter schon angespart haben müsstet, um euer Ziel zu erreichen.

Die vier Szenarien sind dabei, dass ihr

  • Monatlich 100 EUR spart, um ab einem Alter von 65 Jahren jährlich 20.000 EUR zu entnehmen
  • Monatlich 250 spart, um ab einem Alter von 65 Jahren jährlich 20.000 EUR zu entnehmen
  • Monatlich 500 EUR spart, um ab einem Alter von 65 Jahren jährlich 30.000 EUR zu entnehmen
  • Monatlich 1.000 EUR spart, um ab einem Alter von 65 Jahren jährlich 40.000 EUR zu entnehmen

Wie viel Vermögen ihr dabei je nach Szenario in jedem Alter haben solltet, könnt ihr dabei in der folgenden Grafik sehen.

Ihr könnt mit dem Mauszeiger über jede Linie gehen und seht dabei genau wie viel Vermögen ihr zum jeweiligen Zeitpunkt angespart haben solltet, um das jeweilige Ziel zu erreichen. Solltet ihr dabei schon mehr Geld angespart haben als ihr auf der jeweiligen Vergleichslinie sehen könnt, dann bieten sich euch die folgenden Möglichkeiten:

  • Schon eher als im Alter von 65 Jahren Geld entnehmen
  • Länger als in der Grafik angezeigt Geld entnehmen
  • Mehr Geld als in der Grafik angenommen entnehmen

Andernfalls wenn ihr etwas zurück hängt und erst weniger Geld angespart haben solltet als ihr auf der jeweiligen Vergleichslinie sehen könnt, dann seid ihr zu einer der folgenden Möglichkeiten gezwungen:

  • Erst später als im Alter von 65 Jahren Geld entnehmen
  • Kürzer als in der Grafik angezeigt Geld entnehmen
  • Weniger Geld als in der Grafik angenommen entnehmen

Die Grafik hilft euch also, um ganz einfach eines der oberen Szenarien auszusuchen und dann zu vergleichen, wie weit ihr euch bereits über oder unter der jeweiligen Linie befindet. 

Ich möchte euch allerdings noch ein paar Anmerkungen zu der Berechnung mit auf den Weg geben. Sollte euch das nicht so im Detail interessieren, könnt ihr gern schon zum nächsten Abschnitt übergehen aber für alle anderen hier die Hintergründe.

Für die erwartete Durchschnittsrendite bis 55 habe ich 7% angenommen, was auch der durchschnittlichen Rendite vieler Aktienmärkte entspricht. Ab da sinkt die Rendite linear bis 65 auf 3% und bleibt von da an konstant bei 3%. Damit versuche ich zu berücksichtigen, dass Anleger in der Regel immer weniger Risiko wollen, je älter sie werden.

Die Inflation wird mit 2% angenommen und hat im Wesentlichen nur Einfluss auf die Geldentnahme in der Zukunft. D.h. die 40.000 EUR Geldentnahme, die ich bei Szenario 4 angenommen habe, bedeutet gar nicht, dass ihr in Zukunft 40.000 EUR jedes Jahr entnehmt, sondern das ihr in Zukunft so viel Geld entnehmt, wie 40.000 EUR inflationsbereinigt heute wert sind.

40.000 EUR bei einer Inflation von 2% sind in 35 Jahren circa 80.000 EUR. D.h. wenn ihr mit 30 plant ab einem Alter von 65 Jahren jedes Jahr 40.000 EUR zu entnehmen, dann müsst ihr mit 65 Jahren jedes Jahr circa 80.000 EUR entnehmen, da die Inflation zu einer Steigerung eurer Ausgaben geführt hat.

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Nach Einkommen

Neben den Zielen könnt ihr euer Sparverhalten aber auch mit dem Sparverhalten anderer Menschen ähnlichen Einkommens vergleichen. Die Daten könnt ihr dabei in der folgenden Tabelle entnehmen (Quelle: DIW)

Monatliches NettoeinkommenMonatliche Sparquote (Median)Monatliche Ersparnisse (Median)
826 EUR-4,2%-37 EUR
1.142 EUR1,1%11 EUR
1.399 EUR5,7%83 EUR
1.630 EUR8,6%151 EUR
1.847 EUR11,9%260 EUR
2.070 EUR16,0%390 EUR
2.332 EUR20,2%565 EUR
2.659 EUR24,2%818 EUR
3.156 EUR29,1%1.204 EUR
4.219 EUR40,5%2.434 EUR
Die Tabelle zeigt wie hoch die monatliche Sparquote und die monatlichen Ersparnisse aller Haushalte in Deutschland ist in Abhängigkeit vom verfügbaren monatlichen Nettoeinkommen.

Lasst mich nur kurz erklären, wie ihr diese Tabelle zu verstehen habt. Verfügt man im Monat über ein monatliches Nettoeinkommen von 826 EUR oder weniger, dann gehört man zu den 10% der ärmsten Menschen Deutschlands.

Diese Gruppe von Menschen spart im Durchschnitt (Median) jeden Monat -4,2% bzw. -37 EUR. D.h. anstatt Geld zu sparen, geben diese Menschen im Durchschnitt sogar mehr aus als ihnen monatlich zur Verfügung steht.

Im Gegensatz dazu gehört man mit einem monatlichen Nettoeinkommen pro Haushalt größer 4.219 EUR zu den 10% der reichsten Menschen Deutschlands. Diese Menschen sparen im Durchschnitt (Median) 40,5% bzw. 2.434 EUR ihres monatlichen Einkommens.

Der Median ist der Betrag bei dem genau 50% der berücksichtigen Personen mehr und 50% weniger als diesen Betrag sparen.

Je nachdem wie groß das monatliche Nettoeinkommen eures Haushalts ist, könnt ihr also genau vergleichen, wie ihr so abschneidet. Ist eure Sparquote bzw. eure monatlichen Ersparnisse höher als in der Tabelle angegeben, dann spart ihr auch deutlich mehr als die Mehrheit der Menschen mit ähnlichen Einkommensverhältnissen.

Solltet ihr Probleme haben die obenstehende Tabelle zu verstehen, habe ich euch die wichtigsten Erkenntnisse auch hier noch einmal genau herausgeschrieben.

  • Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.500 EUR sollte man circa 8% bzw. 120 EUR seines Einkommens sparen.
  • Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 2.000 EUR sollte man circa 16% bzw. 320 EUR seines Einkommens sparen. 
  • Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 2.500 EUR sollte man circa 24% bzw. 600 EUR seines Einkommens sparen.
  • Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 3.000 EUR sollte man circa 29% bzw. 870 EUR seines Einkommens sparen.

In ganz Deutschland lag 2013 die Sparquote bei 13,8% bzw. 275 EUR im Monat. Gerade für Einkommensstärkere sollte es also einfach sein mehr zu sparen als der Durchschnitt.

Nach Alter

Genau wie im vorherigen Abschnitt kann man sein Sparverhalten aber auch mit anderen Menschen desselben Alters vergleichen. Die Daten könnt ihr dabei in der folgenden Tabelle entnehmen (Quelle: DIW)

Alter des HaushaltsvorstandsMonatliche Sparquote (Median)Monatliche Ersparnisse (Median)
Bis 24 Jahre9,8%110 EUR
25 bis 34 Jahre16,9%362 EUR
35 bis 44 Jahre18,6%509 EUR
45 bis 54 Jahre17,2%429 EUR
55 bis 64 Jahre13,6%249 EUR
65 bis 74 Jahre6,9%105 EUR
75 Jahre und älter9,6%158 EUR
Die Tabelle zeigt wie hoch die monatliche Sparquote und die monatlichen Ersparnisse aller Haushalte in Deutschland ist in Abhängigkeit vom Alter des Haushaltsvorstands.

Auch hier wieder eine kurze Erklärung, wie die Tabelle zu verstehen ist. Wenn ihr in einem Haushalt lebt und der Haushaltsvorstand (Person mit dem größten monatlichen Einkommen) ist 40 Jahre alt, dann beträgt die durchschnittliche (Median) Sparquote in Deutschland bei Personen in derselben Altersgruppe 18,6% bzw. das Ersparnissen von 509 EUR im Monat.

Auch hier noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick (basierend auf den Median Daten für ganz Deutschland): 

  • Mit 30 Jahren sollte man 16,9% seines monatlichen Einkommens bzw. 362 EUR im Monat sparen
  • Mit 40 Jahren sollte man 18,6% seines monatlichen Einkommens bzw. 509 EUR im Monat sparen
  • Mit 50 Jahren sollte man 17,2% seines monatlichen Einkommens bzw. 429 EUR im Monat sparen

Natürlich handelt es sich hierbei nur um Durchschnittswerte bzw. um den Median, um genau zu sein, aber es ist dennoch ein guter Vergleichspunkt, um genau abzulesen wie viel andere Menschen im selben Alter regelmäßig sparen und ob man selbst mehr oder weniger als diese Menschen spart.

Interessant ist übrigens auch der Verlauf der Sparquote. Am meisten (relativ betrachtet) sparen Menschen im Deutschland im Alter zwischen 35 und 44 Jahre. Umso älter sie werden, desto geringer wird die Sparquote was aber auch verständlich ist, da Menschen als Rente (ab 65) in der Regel weniger verdienen und häufig auch weniger persönliche Ziele zum Sparen haben.

Nach Haushaltsstruktur

Interessant ist aber nicht nur der Vergleich mit anderen Menschen desselben Alters oder derselben Einkommensklasse, sondern mit ähnlichen Haushaltsstrukturen. Ich habe deshalb in der folgenden Tabelle einmal zusammengefasst, wie viel Menschen in Deutschland sparen in Abhängigkeit von der Zusammensetzung ihres Haushalts. (Quelle: DIW)

Haushaltsstruktur Monatliche Sparquote (Median)Monatliche Ersparnisse (Median)
Alleinstehende Erwerbstätige15,1%258 EUR
Alleinerziehende Erwerbstätige11,4%237 EUR
Erwerbstätige, Paar ohne Kind22,5%728 EUR
Erwerbstätige, Paar mit Kindern22,2%879 EUR
Alleinstehende Arbeitslose0,2%2 EUR
Alleinerziehende Arbeitslose3,9%56 EUR
Arbeitslos, Paar ohne Kinder7,0%90 EUR
Alleinstehende Rentner3,7%42 EUR
Studentenhaushalt0,6%8 EUR
Die Tabelle zeigt wie hoch die monatliche Sparquote und die monatlichen Ersparnisse aller Haushalte in Deutschland ist in Abhängigkeit von der Haushaltsstruktur.

Ich denke die Tabelle ist intuitiver zu verstehen als die oberen, weswegen ich hier nicht noch ein gesondertes Beispiel erklären möchte. Sucht euch einfach heraus in welche Kategorie ihr oder euer Haushalt gehört und lest ab wie hoch die durchschnittliche (Median) Sparquote ist bzw. wie viel Geld vergleichbare Menschen in Deutschland im Monat sparen.

Für mich war in dieser Tabelle die große Überraschung, dass am meisten von Menschen gespart wird, die Erwerbstätig sind und Kinder haben. Ich hätte eher vermutet, dass Erwerbstätige ohne Kinder mehr sparen können, da sie nicht die zusätzlichen Kosten für ihre Kinder tragen müssen aber wahrscheinlich geben diese Menschen auch mehr für Reisen oder andere Dinge aus anstatt regelmäßig zu sparen.

Nach Vermögen

Zuletzt möchte ich euch noch zeigen wie viel andere Menschen im Durchschnitt sparen in Abhängigkeit von dem Vermögen, dass sie schon haben. Die Daten könnt ihr dabei in der folgenden Grafik entnehmen (Quelle: DIW)

Die Grafik zeigt euch an wie hoch die durchschnittliche (Median) Sparquote deutscher Haushalte ist je nachdem über wie viel Vermögen sie verfügen.

Es ist sicherlich nicht überraschend, dass Haushalte, die bereits über ein großes Vermögen verfügen auch verhältnismäßig viel Sparen. Das hat vor allem zwei Gründe. 

Wer schon ein großes Vermögen besitzt, der hat das in der Regel dadurch erreich, weil er auch ein hohes monatliches Einkommen besitzt und deswegen entsprechend auch viel sparen kann und gleichzeitig sorgt so ein hohes Vermögen auch dazu, dass das Vermögen Zinsen bzw. neues Einkommen abwirft, dass man dann direkt wieder anlegen kann.

Aber auch mit einem kleinen Vermögen kann man noch viel erreichen, wenn man nur konsequent weiter spart. Der Weg zur ersten Million ist an sich einfacher als man denkt, wenn man nur lang genug fleißig jeden Monat spart, wie ich euch in diesem Artikel erkläre. Gebt also nicht auf, wenn ihr ein wenig hinterher hängt, sondern bleibt dran. 

Wie viel sollte ich in welchem Alter schon angespart haben?

Die oberen Tabellen haben bisher immer nur gezeigt wie viel ihr momentan sparen solltet in Abhängigkeit von eurem Alter, eurem Einkommen oder eurer Haushaltsstruktur, aber wieviel solltet ihr eigentlich in eurem jetzigen Alter schon angespart haben?

Dafür möchte ich gern noch einmal auf meine interaktive Grafik verweisen, aus der ihr genau ablesen könnt, wie viel ihr in welchem Alter bereits angespart haben solltet je nachdem was für ein Ziel ihr verfolgt.

Natürlich habe ich aber auch wieder statistische Daten für euch, damit ihr euch auch direkt mit anderen Menschen in eurem Alter vergleichen könnt. Die Daten könnt ihr dabei in der folgenden Tabelle entnehmen (Quelle: Bundesbank)

Alter des HaushaltsvorstandsNettovermögen (Median)
16 bis 24 Jahre4.500 EUR
25 bis 34 Jahre13.600 EUR
35 bis 44 Jahre56.300 EUR
45 bis 54 Jahre138.700 EUR
55 bis 64 Jahre180.900 EUR
65 bis 74 Jahre166.800 EUR
Über 75 Jahre84.400 EUR
Die Tabelle zeigt, wie hoch das Nettovermögen aller Haushalte in Deutschland ist in Abhängigkeit vom Alter des Haushaltsvorstands.

Wie auch schon oben, möchte ich euch auch hierzu eine kurze Erklärung geben. Wenn ihr in einem Haushalt lebt und der Haushaltsvorstand (Person mit dem größten monatlichen Einkommen) ist 40 Jahre alt, dann beträgt das durchschnittliche (Median) Nettovermögen in Deutschland bei Personen in derselben Altersgruppe 56.300 EUR.

Auch hier noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick (basierend auf den Median Daten für ganz Deutschland): 

  • Mit 30 Jahren sollte man circa 13.600 EUR gespart haben
  • Mit 40 Jahren sollte man circa 56.300 EUR gespart haben
  • Mit 50 Jahren sollte man circa 138.700 EUR gespart haben

Natürlich handelt es sich hierbei nur um Durchschnittswerte bzw. um den Median, um genau zu sein, aber es ist dennoch ein guter Vergleichspunkt, um genau abzulesen wie viel andere Menschen im selben Alter bereits gespart haben und ob man selbst mehr oder weniger als diese Menschen spart.

Wann werden Dividenden ausgezahlt?


Eine der häufigsten Fragen von Neulingen in der Börsenwelt ist immer, nachdem sie sich eine Aktie gekauft haben, wann sie denn nun endlich die erste Dividende ausgezahlt bekommen. Das hängt natürlich ganz von der Aktie selbst ab, aber dennoch gibt es einige Regeln, die jedes Unternehmen einzuhalten hat, wenn sie eine Dividende auszahlen wollen. Welche das sind und wann ihr in Zukunft eure Dividenden erhalten werdet, erfahr ihr in diesem Artikel.

Wann ein Unternehmen seine Dividende auszahlt, wird auf der Hauptversammlung entschieden. Dabei wird festgelegt wann der Stichtag zur Berechtigung zum Erhalt einer Dividende (Ex-Dividenden-Tag) sein soll und wann die Auszahlung selbst stattfinden soll (Auszahlungstag).

Wichtig für den Auszahlungszeitpunkt ist also der Auszahlungstag. Wer die Dividende aber bekommt, wird bereits am Ex-Dividenden-Tag entschieden. Dabei gibt es aber noch einige Feinheiten, auf die ich euch hinweisen möchte.

Wie läuft eine Dividendenausschüttung ab?

Wenn ihr in Zukunft gern in Dividendenaktien investieren wollt, um von regelmäßigen Dividendenzahlungen zu profitieren – was ich auch nur jedem empfehlen kann – dann benötigt ihr zuerst einmal ein Depot, dass ihr in der Regel bei eurer Hausbank eröffnen könnt.

Dort kauft ihr euch die Aktie eurer Wahl und ihr seid dadurch zum glücklichen Besitzer dieser Aktie geworden. Dadurch habt ihr auch das Recht erhalten von nun an eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, aber natürlich erhaltet ihr die Dividende nicht sofort.

Stattdessen wird auf der jährlichen Hauptversammlung des Unternehmens die Höhe der Dividende festgelegt und auch ob diese als Einmalbetrag ausgezahlt werden soll oder zum Beispiel jeweils ein Viertel der Dividende aller drei Monate.

Gleichzeitig werden auf der Hauptversammlung auch zwei wichtige Tage festgelegt. Zum einen der Ex-Dividenden-Tag und der Zahltag.

Der Ex-Dividenden-Tag ist der Tag, an dem festgelegt wird, wer alles eine Dividende erhalten darf. Die Dividende wird nämlich nur an die Aktionäre ausgezahlt, die ihre Aktien am Ex-Dividenden-Tag halten. Solltet ihr einen Tag vorher oder noch eher eure Aktien verkauft haben, habt ihr keinen Anspruch auf eine Dividendenzahlung, ganz egal wie lange ihr die Aktie zuvor gehalten habt.

Der Zahltag ist Wiederrum der Tag, an dem die Dividende ausgezahlt wird. Häufig, insbesondere in Deutschland ist der Ex-Dividenden-Tag und der Zahltag am selben Tag oder wenige Tage später allerdings muss das nicht immer so sein.

Besonders in den USA ist es häufig der Fall, dass die Dividende erst circa einen Monat nach dem Ex-Dividenden-Tag gezahlt wird. Dadurch könntet ihr theoretisch sogar eure Aktien nach dem Ex-Dividenden-Tag aber noch vor dem Zahltag verkaufen und somit die Dividende am Zahltag erhalten, obwohl ihr die Aktien gar nicht mehr besitzt.

Die Auszahlung der Dividende auf euer Konto geschieht vollkommen automatisch. Solange ihr die Aktien in eurem Depot habt, wird die Dividende ohne weiteres zu Tun von eurem Konto circa einen Tag nach der offiziellen Auszahlung der Dividende gutgeschrieben.

Wann die Hauptversammlung stattfindet oder aber auch wann der Ex-Dividenden-Tag bzw. Auszahlungstag ist, veröffentlich jedes Unternehmen auf ihrer Website. Anstatt aber bei jedem Unternehmen selbst nachzuschauen, dass ich in meinem Portfolio habe, nutze ich sehr gern das Tool Track Your Dividends

Dort könnt ihr einfach hinterlegen welche Aktien ihr besitzt und auf der Website seht ihr dann, wann die jeweiligen Termine sind bzw. erhaltet ihr auf Wunsch sogar einfach immer eine E-Mail, sobald es ein Update zu einem Unternehmen gibt.

Wie häufig Dividenden ausgezahlt werden

Dividenden können grundsätzlich immer ausgezahlt werden allerdings zahlen die meisten Unternehmen ihre Dividende in einem regelmäßigen Rhythmus aus.

In Deutschland ist es vor allem üblich, dass die Dividende nur einmal jährlich ausgezahlt wird, während die Dividende von US-Aktien in der Regel aller drei Monate ausgeschüttet wird.

Wie häufig die Auszahlung stattfindet, entscheidet dabei das Unternehmen selbst bzw. die Aktionäre auf der Hauptversammlung.

Es gibt sogar auch Aktien, die ihre Dividende jeden Monat auszahlen. 

Die folgenden Unternehmen zahlen zum Beispiel eine monatliche Dividende:

UnternehmensnameTickerLandAnzahl Jahre an 
Dividendenauszahlungen
REALTY INCOME CORPORATIONOUSA28
MAIN STREET CAPITAL CORPORATIONMAINUSA11
SL GREEN REALTY CORP.SLGUSA11
STAG INDUSTRIAL, INC.STAGUSA8
GLADSTONE LAND CORPORATIONLANDUSA7
GLOBAL WATER RESOURCES, INC.GWRSUSA5
Die Tabelle zeigt alle Unternehmen weltweit, die ihre Dividende monatlich auszahlen.

Ich persönlich bin kein großer Fan von monatlichen Dividendenzahlern. Das liegt aber nicht daran, dass sie irgendwie schlechter als andere Aktienunternehmen wären sondern einfach nur daran, dass es meinen Aufwand für meine persönliche Finanzaufstellung ein wenig erhöht. Anstatt jedes Jahr oder jedes Quartal die Dividendenzahlungen zu prüfen, muss ich es bei diesen Unternehmen jeden Monat machen, was ich persönlich einfach gern vermeiden möchte.

Wem das allerdings egal ist bzw. wer gezielt sich ein monatliches Einkommen wünscht, der kann bei diesen Unternehmen allerdings gern zuschlagen, sofern sie euren persönlichen Kriterien zur Aktienauswahl entsprechen.

Wie ihr die richtigen Dividendenaktien findet

Bei der Vielzahl an Dividendenaktien ist es natürlich schwer die richtigen zu finden aber genau für dieses Problem habe ich eine Lösung für euch entwickelt.

Ich habe nämlich angefangen meine eigene Datenbank über Dividendenaktien aufzustellen, die ich monatlich aktualisiere und die ich jedem absolut gratis zur Verfügung stelle. Ihr könnt sie hier finden.

Die Liste ist für jeden frei zugänglich, ohne Newsletteranmeldung oder irgendwelche versteckte Kosten oder Abos. Ich habe die Liste einfach ursprünglich nur für mich entwickelt aber freue mich über jeden, den ich damit helfen kann.

Die große weltweite Dividenden Aristokraten Liste von Aktienbaum

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In der Liste findet ihr über 1.100 weltweite Aktien, die man üblicherweise als Dividendenaristokraten oder Dividendenkönige bezeichnet sowie alle Unternehmen, die diesen Status bald erreichen könnten.

Dort könnt ihr alle Aktien nach den wichtigsten Kriterien filtern, um schnell und einfach genau die Dividendenaktie zu finden, die zu euch passt. Mir hilft die Liste immer wieder, um gute Investitionsmöglichkeiten zu finden, wenn ich wieder einmal einen etwas größeren Betrag zusammengespart habe und mir unsicher bin, wo ich ihn anlegen sollte.