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Wie gut sind Dividenden-ETFs?


Als Dividendeninvestor hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder man investiert in viele einzelne Dividendenaktien oder man kauft sich stattdessen einen oder ein paar Dividenden-ETFs. Wie gut sind aber solche ETFs und für wen sind sie überhaupt etwas? Das alles erkläre ich euch heute in diesem Artikel.

Dividenden-ETFs sind eine sinnvolle Alternative zu Einzelaktien und ermöglichen eine breite Streuung in zahlreiche Dividendenaktien. Im Durchschnitt kann man mit einem Dividenden-ETF eine Rendite von 2,5% erzielen bei grundsätzlich geringerer Schwankung im Vergleich zu Nicht-Dividendenaktien.

Allerdings haben solche ETFs nicht nur Vorteile und sind auch nicht für jeden geeignet. Wer allerdings in Dividenden-ETFs investieren sollte und warum Dividendenaktien im Allgemeinen ein gutes Investment sind, erfahrt ihr jetzt.

Was sind Dividenden-ETFs?

Ein Dividenden-ETF, ist ein ETF (Exchange Traded Fund), der hauptsächlich in Aktien von dividendenstarken Unternehmen investiert. Die Auswahl der Dividendenaktien geschieht dabei durch passives Nachbilden eines Dividenden-Index wie z.B. dem S&P 500 Dividend Aristocrats.

D.h. der ETF bildet einen Index von Aktien nach, die regelmäßig und langfristig eine Dividende zahlen und diese in der Vergangenheit auch regelmäßig erhöht haben.

Die Auswahlkriterien der Indizes sind dabei immer unterschiedlich allerdings fokussiert man sich häufig auf Aktien mit einer guten DividendenrenditeAusschüttungsquote oder einem hohen Dividendenwachstum.

Man sollte allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass der Name “Dividenden-ETF” sich nur darauf bezieht, dass die Aktien in diesem ETF Dividendenaktien sind und nicht, dass der ETF selbst eine Dividende auszahlt.

Das ist zwar häufig der Fall bzw. schon eher die Regel als die Ausnahme allerdings gibt es auch thesaurierende Dividenden-ETFs. Das heißt, dass diese ETFs zwar in dividendenstarke Aktien investieren aber die Gewinnausschüttungen in neue Aktien re-investieren, anstatt sie an die Inhaber des ETFs auszuzahlen.

Steuerlich betrachtet ist es sogar vorteilhafter, wenn ein ETF thesaurierend ist, anstatt Dividenden auszuschütten, wie ich in diesem Artikel erkläre allerdings kaufen sich die meisten Investoren einen Dividenden-ETF ja gerade weil sie regelmäßige Auszahlungen haben möchten.

Wer allerdings nur deswegen in einen Dividenden-ETF investiert, weil er von der Vorteilhaftigkeit von Dividendenaktien überzeugt ist und nicht an regelmäßigen Auszahlungen interessiert ist, der sollte stattdessen einen thesaurierenden ETF kaufen und seine Anteile selbst verkaufen, wenn man das Geld benötigt.

Für wen sind Dividenden-ETFs sinnvoll?

Um diese Frage zu beantworten, muss man zuerst einmal zwei andere Fragen klären. Zum einen warum man unbedingt in einen ETF investieren möchte, der auf Dividendenaktien setzt und nicht zum Beispiel auf Wachstumsaktien wie Google oder Amazon und zum anderen warum es überhaupt ein ETF sein soll und nicht stattdessen einzelne Dividendenaktien wie Johnson & Johnson oder Altria.

Die erste Frage zielt also darauf ab, ob es aus Renditegründen überhaupt sinnvoll ist, verstärkt in Dividendenaktien zu investieren. Im Detail habe ich diese Frage in meinem Artikel “Sind Dividendenaktien besser als Nicht-Dividendenaktien?” erklärt. Lest ihn euch unbedingt durch, wenn ihr alles dazu erfahren wollt und für alle anderen hier die Kurzfassung.

Auf Sicht der letzten 50 Jahre konnten Dividendenaktien im Vergleich zu Nicht-Dividendenaktien eine deutlich bessere Rendite erzielen. Zu diesem Ergebnis kam zumindest das Research Unternehmen Hartford Research, dass hierfür alle Aktien des S&P 500 von 1973 bis 2021 untersuchte.

Für die Untersuchung wurden alle Unternehmen nach ihrer aktuellen Dividendenpolitik unterteilt, um dann zu schauen, wie gut die jeweilige Rendite im Jahr darauf war. Die Ergebnisse dieser Untersuchung könnt ihr dabei in der folgenden Tabelle sehen.

DividendenpolitikDurchschnittliche Jahresrendite
Dividendenzahlung wird regelmäßig erhöht10,68%
Dividendenzahlung wird konstant gehalten9,60%
Keine Dividendenzahlung4,79%
Dividendenzahlung wurde gekürzt bzw. eingestellt-0,46%
Alle Aktien8,2%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Jahresrendite von Aktien des S&P 500 Index je nach deren Dividendenpolitik.

Das Ergebnis ist dabei eindeutig, dass Dividendenaktien eine durchschnittlich deutlich höhere Rendite erzielen als Aktien, die keine Dividende auszahlen oder ihre bisherige Dividende sogar gekürzt oder eingestellt haben.

Die durchschnittliche Jahresrendite von Dividendenaktien im Zeitraum von 1973 bis 2021 betrug 10,68% für Aktien, die ihre Dividende regelmäßig erhöhen und 9,60% für Aktien, die ihre Dividende zumindest konstant hielten.

Aktien, die keine Dividende auszahlten, erzielten im selben Zeitraum nur eine durchschnittliche Jahresrendite von 4,79%.

Das heißt also aus einer reinen Renditeperspektive macht es durchaus Sinn sein Vermögen in dividendenorientierten Aktien anzulegen. Natürlich basiert die Untersuchung nur auf historischen Zahlen und das muss nicht heißen, dass auch in Zukunft Dividendenaktien besser sind als Nicht-Dividendenaktien, aber es sollte zumindest nicht falsch sein, wenn man zumindest einen Teil seines Vermögens in Dividendenaktien anlegt.

Somit wäre also die erste Frage, ob man überhaupt in Dividendenaktien investieren sollte, geklärt.

Übrigens, wenn ihr gern wissen wollt, welche Aktien regelmäßig ihre Dividende erhöhen, habe ich das perfekte Tool für euch. Auf dieser Seite aktualisiere ich monatlich eine Liste mit den sogenannten Dividendenaristokraten oder Dividendenkönigen. Dort könnt ihr ganz einfach sehen, wie lange eine Aktie ihre Dividende bereits in Folge erhöht hat.

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Die zweite Frage, ob man eher direkt in einzelne Dividendenaktien investieren sollte oder in einen Dividenden-ETF, ist sicherlich Geschmackssache und jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Die einen wollen lieber die volle Kontrolle über ihr Portfolio haben bzw. ihre durchschnittliche Dividendenrendite besser steuern können und die anderen wollen lieber so wenig Aufwand wie möglich haben.

Ich möchte euch dennoch sagen, warum ich persönlich Dividenden-ETFs bevorzuge. Der Grund dafür ist einfach, dass ein Investment in einzelne Dividendenaktien erfordert, dass ihr regelmäßig den Zustand der Aktien prüft. Also wird die Dividende weiterhin gezahlt, wie sicher ist die Dividende zukünftig, ist die Ausschüttungsquote evtl. zu hoch etc.

Vielleicht interessieren euch diese Fragen nicht aber die oben genannte Untersuchung zeigt ja gerade, wie wichtig es ist auf welche Aktien man setzt. Muss ein Unternehmen zum Beispiel seine Dividende aussetzen, dann hat das im Durchschnitt einen dramatischen Effekt auf die zukünftige Rendite dieser Aktie und ihr solltet euch lieber von ihr trennen.

Ein Dividenden-ETF ist aber so sehr gestreut und investiert häufig anhand fester Regeln wie einer maximalen Dividendenrendite oder Ausschüttungsquote, dass schlechte Dividendenaktien automatisch verkauft werden und durch neue und bessere Dividendenaktien ersetzt werden.

Ihr müsst euch also keine Gedanken über die einzelnen Aktien im Portfolio des ETFs machen, denn wenn ein Unternehmen einmal seine Dividende aussetzt, dann werden diese Aktien direkt automatisch aus dem ETF verkauft und evtl. sogar durch neue Dividendenaktien ersetzt.

Ein Dividenden-ETF bedeutet für euch also viel weniger Aufwand und das ist auch der Grund, warum ich lieber in Dividenden-ETFs investiere anstatt direkt in Dividendenaktien. Sollte mir eine einzelne Aktie dann doch extrem gefallen, dann kann ich sie mir ja immer noch kaufen aber der Großteil meines Dividendenportfolios sind eben Dividenden-ETFs und nicht Dividendenaktien.

Vor- und Nachteile von Dividenden-ETFs

Wie im vorherigen Abschnitt schon angesprochen, haben Dividenden-ETFs viele Vorteile, aber natürlich gibt es auch einige Nachteile. Fangen wir allerdings zuerst mit den positiven Aspekten an.

Für Dividenden-ETFs spricht

1. Geringere Schwankungen

Bei Dividendenaktien handelt es sich häufig um Aktien von schon lang etablieren Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodell. Entsprechend unterliegen derartige Aktien im Durchschnitt nur geringeren Schwankungen als Wachstumsaktien wie Google oder Amazon.

Das erkennt man vor allem an der durchschnittlichen Standardabweichung, also der üblichen Schwankungsbreite von Dividendenaktien im Vergleich zu Nicht-Dividendenaktien. Laut der Untersuchung von Hartford Research liegt die Standardabweichung von Dividendenaktien nämlich deutlich unter der durchschnittlichen Standardabweichung von Nicht-Dividendenaktien.

DividendenpolitikDurchschnittliche JahresrenditeDurchschnittliche Standardabweichung
Dividendenzahlung wird regelmäßig erhöht10,68%16,02%
Dividendenzahlung wird konstant gehalten9,60%16,78%
Keine Dividendenzahlung4,79%22,02%
Dividendenzahlung wurde gekürzt bzw. eingestellt-0,46%24,96%
Alle Aktien8,2%17,64%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Jahresrendite und die durchschnittliche Standardabweichung von Aktien des S&P 500 Index je nach deren Dividendenpolitik.

Gerade in Verbindung mit der ebenso durchschnittlich höheren Rendite sind Dividendenaktien also ein gutes Investment aus Risiko-Rendite-Sicht.

2. Psychologische Unterstützung und Motivation

Viele Investoren haben gerade in schwierigen Marktphasen Probleme weiterhin an ihrer Investmentstrategie festzuhalten. Sind die Kurse einmal um 40% gefallen, denken viele Investoren darüber nach, ob sie ihre Aktien nicht lieber verkaufen sollten bevor noch größere Verluste entstehen.

Genau hier hilft eine Dividendenstrategie aber, da die regelmäßigen Auszahlungen häufig eine psychologische Unterstützung sind, um weiterhin investiert zu bleiben. Denn auch in Krisen wie der Finanzkrise oder der Corona-Krise haben die meisten Dividendenaktien weiterhin ihre Dividende ausgezahlt oder sogar erhöht, während die Kurse um 40% oder mehr abgestürzt sind.

Gleichzeitig motivieren die regelmäßigen Zahlungen auch weiter zu investieren. Wer jeden Monat Dividenden ausgezahlt bekommt und im besten Fall sogar von Jahr zu Jahr mehr, der sieht seinen Erfolg direkt und muss nicht erst viele Jahre warten, bis der Zinseszinseffekt wirklich Wirkung im eigenen Portfolio zeigt.

3. Zusätzliches Einkommen

Der Nachteil von nicht-ausschüttenden ETFs ist, dass man zwar sehr wahrscheinlich irgendwann einmal Buchgewinne erzielt aber erst dann etwas davon hat, wenn man die ETFs verkauft. Bei Dividenden-ETFs ist das allerdings nicht der Fall, da diese in aller Regel regelmäßig eine Dividende auszahlen.

Somit erhält man regelmäßig ein zusätzliches Einkommen, dass man frei verwenden kann, ohne auch nur einen einzelnen Teil seiner ETFs zu verkaufen.

Gegen Dividenden-ETFs spricht

1. Geringere Diversifikation

Wer sich nur auf Dividenden-ETFs fokussiert, der schränkt natürlich seine Auswahl an möglichen ETFs drastisch ein. Dividenden sind zum Beispiel nicht allzu üblich in den Emerging Markets bzw. halten Dividenden-ETFs selten Aktien aus diesen Ländern.

Wer deswegen verstärkt auf Dividenden-ETFs setzt, der investiert in aller Regel nur in amerikanische Aktien und europäische Aktien und vernachlässigt alle anderen Teile der Welt. Das kann unter Umständen problematisch werden, da man sein Risiko somit nicht breit genug streut und zu sehr von Amerika oder Europa abhängig ist.

Meine Empfehlung ist deshalb nicht nur auf Dividenden-ETFs zu setzen, sondern stattdessen auch andere ETFs in seinem Portfolio beizumischen, um sein Risiko breiter zu streuen.

2. Steuerlich nicht vorteilhaft

Wie bereits weiter oben erwähnt, sind ausschüttende ETFs, also die Mehrheit aller Dividenden-ETFs, steuerlich nachteilig. Im Detail erkläre ich euch das in meinem Artikel, wie Dividenden versteuer werden, aber lasst es mich euch am besten an einem Beispiel verdeutlichen.

Stellt euch vor ihr habt eine Aktie im Wert von 100 EUR, die eine Dividende von 3 EUR zahlen wird.

Vor Zahlung der Dividende ist euer Vermögen 100 EUR, da das schließlich der Wert eurer Aktie ist. Sobald die Dividende allerdings ausgezahlt wurde, sinkt der Wert eurer Aktie auf 97€ und ihr erhaltet 3 EUR durch die Dividendenzahlung in Cash.

Für die Dividende von 3 EUR müsst ihr aber Steuern zahlen (sofern ihr euren steuerlichen Freibetrag ausgeschöpft habt). Halten wir das Beispiel einfach und sagen ihr müsst nur die Abgeltungssteuer von genau 25% zahlen, dann fallen auf diese 3 EUR Steuern in Höhe von 0,75 EUR an.

Ihr habt somit eine Aktie im Wert von 97 EUR und durch die Dividende (nach Abzug der Steuer) 2,25 EUR in bar. Insgesamt beträgt euer Vermögen somit 99,25 EUR.

Vor der Dividendenzahlung hattet ihr aber ein Vermögen von 100 EUR, sodass ihr durch die Dividendenzahlung und die darauf anfallende Steuer insgesamt ärmer geworden seid.

Ihr seht also, dass aufgrund der auf Dividenden anfallenden Steuer mit jeder Dividendenzahlung euch ein Teil der Dividende “weggenommen” wird und dieser Verlust hat vor allem langfristig einen großen Einfluss auf eure Vermögensbildung.

Ihr solltet deswegen genau abschätzen, wie wichtig euch regelmäßige Auszahlungen sind und ob ihr nicht lieber in thesaurierende ETFs investieren solltet.

3. Keine permanente Überprüfung des Portfolios

Im oberen Abschnitt habe ich euch bereits erklärt, dass Dividenden-ETFs vor allem deswegen besser als Investments in einzelne Dividendenaktien sind, weil die permanente Überwachung des Dividendenportfolios durch den ETF-Anbieter automatisch geschieht und ihr nicht jede einzelne Aktie überprüfen müsst, ob sie weiterhin eure Anlagekriterien erfüllt.

Das Problem an dieser Sache ist aber, dass Dividenden-ETFs nicht täglich ihr Portfolio anpassen, sondern häufig nur in größeren Abständen wie einmal pro Quartal. D.h. sollte es dazu kommen, dass ein Unternehmen zukünftig keine Dividende mehr auszahlt, dann trennt sich der Dividenden-ETF häufig erst Ende des aktuellen Quartals von der Aktie und evtl. hat der Kurs dieser Aktie dann schon unter den schlechten Nachrichten gelitten.

Bei einem Direktinvestment in Aktien könnt ihr die schlechten Aktien natürlich sofort verkaufen allerdings setzt das eben auch voraus, dass ihr all eure Aktien auch regelmäßig selbst überprüft.

Der richtige ETF für dich!

Natürlich gibt es nicht den einen Dividenden-ETF, der für alle geeignet ist. Stattdessen solltet ihr euch bei der Auswahl eines Dividenden-ETFs auf verschiedene Kriterien konzentrieren, von denen ich euch hier die wichtigsten vorstellen möchte.

Die ideale Dividendenrendite

Die Dividendenrendite, also wie viel Dividende ihr regelmäßig in Abhängigkeit von eurem investierten Betrag erhaltet, ist ein schwieriges Thema. Zum einen möchte man so viel Dividendenrendite wie möglich, um regelmäßig sehr hohe Auszahlungen zu bekommen allerdings führt eine hohe Dividendenrendite in der Regel langfristig auch zu viel Problemen in eurem Portfolio, wie ich euch in diesem Artikel im Detail erkläre.

Um euch dennoch ein Gefühl dafür zu geben nach welchen Dividendenrenditen ihr Ausschau halten solltet, habe ich über 1.000 dividendenstarke Unternehmen untersucht und geschaut wie hoch deren Dividendenrendite im Durchschnitt ist. Die Ergebnisse dazu könnt ihr in der folgenden Tabelle sehen.

Folgende Renditen sind bei Dividenden-ETFs möglich bzw. üblich:

AktienauswahlDurchschnittliche Dividendenrendite
Alle2,50%
Aktien, die bereits mindestens 50 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,17%
Aktien, die bereits mindestens 25 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,41%
Aktien, die bereits mindestens 10 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,45%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Dividendenrendite für Aktien an, je nachdem wie lange die Aktie bereits ihre Dividende in Folge ausgezahlt hat.

Ihr seht dabei, dass die durchschnittliche Dividendenrendite lediglich 2,50% beträgt. Das heißt jetzt nicht, dass ihr bei einer Dividendenrendite von 3% direkt Angst bekommen müsst aber bei allem größer 4% würde ich schon noch einmal genauer hinschauen.

Um euch dennoch ein wenig mehr Hilfe zu geben, wann eine Dividende hoch oder niedrig ist, habe ich in meiner Analyse der über 1.000 Unternehmen auch einmal genau genschaut wie hoch die Dividendenrendite der 5% und 25% besten (im Sinne von höchster Dividendenrendite) und 5% und 25% schlechtesten (im Sinne von niedrigster Dividendenrendite) Aktien war und kam dabei zum folgendem Ergebnis der unterschiedlichen Dividendenrenditen.

Gruppe der DividendenaktienDividendenrendite
Oberen 5%5,43%
Oberen 25%3,25%
Unteren 25%1,39%
Unteren 5%0,59%
Die Tabelle zeigt die Dividendenrendite der oberen und unteren 5% und 25% der 1.100 wichtigsten Dividendenaktien an.

Falls ihr die Tabelle nicht direkt versteht, dann hier ein kleines Beispiel. Stellt euch vor ich habe die Dividendenrendite der über 1.000 Aktien in meiner Liste alle der Größe nach geordnet. Wenn wir jetzt nur die oberen 25% betrachten, also die 25% Aktien mit der höchsten Dividendenrendite, dann beträgt deren Dividendenrendite mindestens 3,25% bzw. circa 275 Aktien (25% von 1.100) mit der höchsten Dividendenrendite in dieser Liste haben eine Dividendenrendite von mindestens 3,25%.

Die Dividendenrendite ist übrigens nur eine von vielen Kennzahlen, die bei Dividendenaktien wichtig sind. Wenn du noch mehr über die anderen Kennzahlen erfahren möchtest, dann schau dir doch einmal diesen Artikel von mir an.

Ausschüttend oder thesaurierend?

Wie schon erwähnt gibt es Dividenden-ETFs, die ihre erhaltenen Dividenden regelmäßig an die Investoren ausschütten oder thesaurieren. Das bedeutet, dass Gewinne nicht ausgeschüttet werden und stattdessen in neue Aktien investiert werden.

Steuerlich betrachtet sind thesaurierende ETFs besser, allerdings kaufen sich die meisten Privatanleger Dividenden-ETFs ja genau weil sie an regelmäßigen Auszahlungen interessiert sind. Ihr müsst also selbst entscheiden, was euch lieber ist. Auch ohne regelmäßige Ausschüttungen ist ein Dividenden-ETF dennoch ein sinnvolles Investment aufgrund der allgemeinen Vorteilhaftigkeit von Dividendenaktien und der zusätzlichen Streuung in eurem Portfolio.

Welche Dividenden-ETFs gibt es?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Dividenden-ETFs. Unter anderem gibt es dabei ETFs, die in weltweite Dividendenaktien investieren oder eher auf spezifische Märkte konzentriert sind wie den Deutschen Aktienindex. Manch andere investieren in den breiten Markt und andere in ganz spezielle Dividendenaktien wie zum Beispiel den sogenannten Dividendenaristokraten oder Dividendenkönigen.

Wichtig bei der Auswahl des richtigen ETFs ist vor allem dessen Größe. Meine Empfehlung ist in keinen Fonds zu investieren, der nicht schon mindestens 100 Millionen Euro Assets under Management hat. Also mindestens 100 Millionen EUR in Aktien verwaltet.

Eine Auswahl der geläufigsten Dividenden-ETFs in Deutschland inklusive ihrer aktuellen Dividendenrendite, Ausschüttungsfrequenz und WKN könnt ihr hier finden.

NameDividendenrenditeAusschüttungWKN
Global X SuperDividend10,42%MonatlichA3DEKS
WisdomTree EM Equity Income10,26%HalbjährlichA12HUR
iShares EM Dividend9,17%VierteljährlichA1JNZ9
FTSE EM High Dividend Low Volatility8,76%VierteljährlichA2AHZU
Deka DAXplus Maximum Dividend7,67%VierteljährlichETFL23
iShares Dow Jones Asia Pacific Dividend6,98%VierteljährlichAOH074
HANetf Alerian Midstream Energy Divid.6,62%VierteljährlichA2P4PH
WisdomTree Europe Equity Income6,14%HalbjährlichA12HUT
iShares UK Dividend6,03%VierteljährlichAOHGV6
WisdomTree EM SmallCap Dividend5,58%HalbjährlichA12HUS
iShares Stoxx Europe Select Dividend 305,54%Vierteljährlich263529
WisdomTree UK Equity Income5,47%HalbjährlichA14YTZ
Franklin LibertyQ European Dividend5,19%HalbjährlichA2DTF2
Invesco EURO STOXX High Div. Low Vola.5,12%VierteljährlichA2ABHF
SPDR S&P EM Dividend Aristocrats5,10%HalbjährlichA1JKSZ
VanEck Developed Markets Div. Leaders5,08%VierteljährlichA2JAHJ
iShares STOXX Global Select Divid. 1005,04%VierteljährlichAOF5UH
iShares Euro Stoxx Select Dividend 305,01%Vierteljährlich263528
iShares Euro Dividend4,97%VierteljährlichAOHGV4
Deka EURO iSTOXX ex Fin Dividend4,97%VierteljährlichETFL48
WisdomTree Europe SmallCap Dividend4,79%VierteljährlichA12HUU
WisdomTree US SmallCap Dividend4,72%VierteljährlichA14ND2
WisdomTree US Equity Income4,38%VierteljährlichA12HUV
SPDR S&P UK Dividend Aristocrats4,38%HalbjährlichA1JT1C
SPDR S&P Global Dividend Aristocrats4,24%VierteljährlichA1T8GD
SPDR S&P Dividend Aristocrats ESG Elite4,14%HalbjährlichA1JT1C
iShares MSCI Europe Quality Dividend3,98%HalbjährlichA2DRG4
iShares Asia Property Yield3,75%VierteljährlichAOLEQL
Vanguard FTSE All-World High Dividend3,74%VierteljährlichA1T8FV
iShares US Property Yield3,67%VierteljährlichAOLEW6
Invesco S&P 500 High Divid. Low Vola.3,62%VierteljährlichA14RHD
SPDR S&P Euro Dividend Aristocrats3,62%VierteljährlichA1JT1B
iShares Developed Markets Property Yie.3,58%VierteljährlichAOLEW8
Lyxor Eurozone Dividend Aristocrats3,49%HalbjährlichLYXORD
SPDR S&P Pan Asia Dividend Aristocrats3,43%HalbjährlichA1T8GC
Franklin Global Dividend2,95%VierteljährlichA2DTFO
iShares MSCI World Quality Dividend2,90%HalbjährlichA2DRG5
iShares DivDAX2,85%Vierteljährlich263527
FlexShares Developed M. High Dividend2,74%VierteljährlichA2QMT4
Fidelity Global Quality Income2,72%VierteljährlichA2DL7E
FlexShares EM High Dividend2,64%VierteljährlichA2QNBQ
WisdomTree Japan Equity USD Hedged2,62%HalbjährlichA14SCB
iShares Dow Jones US Select Dividend2,43%VierteljährlichA0D8Q4
iShares MSCI USA Quality Dividend2,28%HalbjährlichA111YB
SPDR S&P US Dividend Aristocrats2,12%VierteljährlichA1JKSO
Die Tabelle zeigt eine Auswahl von Dividenden-ETFs in Deutschland inklusive ihrer aktuellen Dividendenrendite, Ausschüttungsfrequenz und WKN. Stand 04.03.2023.

Bitte beachtet, dass keiner dieser Fonds von mir eine Kaufempfehlung ist. Ich habe hier nur die mir bekannten Dividenden-ETFs aufgelistet. In einigen davon bin ich selbst investiert, in anderen wiederum nicht.

Übrigens haben die hier genannten ETFs alle einen unterschiedlichen Monat, indem sie ihre Dividende ausschütten und zahlen auch einmal pro Quartal. Mit den richtigen drei Dividenden-ETFs könntet ihr euch also ganz leicht ein Portfolio zusammenstellen, dass euch jeden Monat eine Dividende auszahlt.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis. Wenn ihr gern wissen wollt wie viel Geld ihr persönlich benötigt, um nur von Dividenden leben zu können, dann schaut euch doch einmal diesen Artikel von mir an, in dem ich ausführlich auf dieses Thema eingehe.

5 wichtige Kennzahlen für Dividendenaktien


Eine Dividendenstrategie erscheint immer ganz einfach. Man kauft sich ein paar Dividendenaktien oder Dividenden-ETFs und wartet dann einfach auf die regelmäßigen Ausschüttungen der Unternehmen. So weit so gut aber die Schwierigkeit liegt auch nicht in der Strategie, sondern in der Auswahl der Aktien, denn nichts ist schlimmer als eine Dividendenaktie, die plötzlich keine Dividenden mehr auszahlt. Um genau solche Probleme zu vermeiden, gibt es verschiedene Kennzahlen bei Dividendenaktien auf die ihr achten solltet und die wichtigsten möchte ich euch heute vorstellen.

1. Die Dividendenrendite

Die Dividende ist die Gewinnausschüttung einer Aktie an den Aktionär und ist ein absoluter Betrag. D.h. sie kann zum Beispiel 3€ betragen und bedeutet dann, dass jeder Inhaber der Aktie 3€ je Aktie bekommt.

Das ist so weit nicht überraschend aber das Problem daran ist, dass die Dividenden zweier unterschiedlicher Aktien nicht wirklich vergleichbar sind.

Stellt euch einfach vor Aktie A zahlt jährlich 3€ Dividende und Aktie B zahlt jährlich 6€ Dividende. Ist deswegen Aktie B aus Dividendensicht besser als Aktie A? Das kann man so nicht sagen, denn das hängt ganz vom Preis der beiden Aktien ab. Wenn Aktie A einen Kurs von 60€ hat und Aktie B einen Kurs von 600€, dann zahlt Aktie A viel mehr Dividende je Aktie aus.

Und genau hier kommt die Dividendenrendite ins Spiel. Diese ist nämlich eine relative Zahl und gibt an, wie viel Prozent die Dividende vom Aktienkurs ausmacht. Im oberen Beispiel hätte Aktie A eine Dividendenrendite von 5% und Aktie B 1%.

Diese Zahlen lassen sich perfekt miteinander vergleichen, denn man kann dann genau sagen, dass bei einem Investment von 1.000€ Aktie A 50€ Dividende jährlich auszahlen würde und Aktie B lediglich 10€.

Die Berechnung der Dividendenrendite ist somit Dividendenrendite = Dividende / Aktienkurs

Natürlich sagt auch die Dividendenrendite nichts darüber aus, wie gut das Unternehmen aufgestellt ist und ob es sich die Dividendenrendite überhaupt leisten kann. Dazu komme ich bei den nächsten Kennzahlen.

Viele Neulinge im Aktienhandel schauen dabei immer nur auf eine hohe Dividendenrendite, da die Erwartung ist, dass man dann schließlich höhere regelmäßigere Auszahlungen bekommt, aber das ist extrem kurzgedacht. Grund dafür ist, dass eine hohe Dividendenrendite häufig auf Probleme eines Unternehmens hinweist.

Detailliert erkläre ich das in meinem Artikel “Ist eine hohe Dividendenrendite gut oder schlecht”. Lest ihn euch durch, wenn ihr das Thema allumfänglich verstehen wollt aber für alle anderen hier eine kleine Kurzfassung.

Eine hohe Dividendenrendite ist nicht zwingend mit schlechten Aktien gleichzusetzen allerdings haben solche Aktien in aller Regel eine extrem hohe Ausschüttungsquote, ein geringes Dividendenwachstum und keine lange Dividendenhistorie und sind somit nicht empfehlenswert für langfristige Dividendeninvestoren.

Ihr solltet bei hohen Dividendenrenditen also vorsichtig sein, denn die hohe Ausschüttungsquote, das geringe Dividendenwachstum und die kurze Dividendenhistorie führen in der Regel eher zu Problemen und im schlimmsten Fall auch zum Aussetzen der Dividendenzahlungen.

Wenn ihr gern mehr über Dividendenrendite erfahren wollt, ab wann man von einer hohen Dividendenrendite spricht oder wie hoch die durchschnittliche Dividendenrendite je nach Sektor oder Alter des Unternehmens ist, dann habe ich dazu einen detaillierten Artikel geschrieben, den ihr hier finden könnt.

2. Ausschüttungsquote

Wie schon im oberen Abschnitt erwähnt, sagt die Dividendenrendite nichts darüber aus, ob ein Unternehmen sich eine Dividendenzahlung überhaupt leisten kann und genau hier kommt die Ausschüttungsquote ins Spiel.

Stellt euch dazu einfach vor ihr habt die zwei absolut identischen Aktien A und B. Beide Aktien haben einen Preis von 100 EUR und zahlen eine jährliche Dividende von 3 EUR aus. Wenn ihr nun entscheiden müsst in welche Aktie ihr investieren wollt und dabei nur auf die Dividendenrendite achtet, dann ist diese bei beiden Aktien 3% und es ist mehr oder weniger egal welche der beiden Aktien ihr kauft.

Betrachten wir aber den Gewinn, den Unternehmen A und B pro Aktie erzielt haben, dann könnte unsere Entscheidung anders ausfallen.

Nehmen wir dazu an, dass Unternehmen A 3 EUR je Aktie Gewinn erzielt hat und Unternehmen B 6 EUR je Aktie. In diesem Fall würde Aktie A also ihren kompletten Gewinn als Dividende ausschütten (3 EUR Dividende bei 3 EUR Gewinn) während Aktie B lediglich die Hälfte ihres Gewinns als Dividende ausschüttet (3 EUR Dividende bei 6 EUR Gewinn).

Für welche Aktie würdet ihr euch jetzt entscheiden? Sicherlich für Aktie B, denn hier gibt es viel mehr Spielraum die Dividende auch in Zukunft auszahlen zu können. Fällt der Gewinn je Aktie von beiden Unternehmen nämlich um 20%, dann würde Aktie A nur noch einen Gewinn pro Aktie von 2,40 EUR erzielen und hätte schon gar nicht mehr genügen Geld, um eine Dividende von 3 EUR zu decken.

Die Folge wäre also eine Kürzung der Dividende oder im schlimmsten Fall sogar das Aussetzen der Dividende.

Aktie B würde bei einer Gewinnkürzung um 20% aber weiterhin noch einen Gewinn je Aktie von 4,80 EUR erzielen und hätte somit ausreichend Überschuss, um weiterhin eine Dividende von 3 EUR auszuzahlen.

Es macht also durchaus Sinn auf das Verhältnis von Dividende je Aktie zu Gewinn je Aktie bzw. Gesamtdividende zu Gesamtgewinn eines Unternehmens zu schauen und genau dieses Verhältnis ist die Ausschüttungsquote.

Die Ausschüttungsquote sagt somit aus, wie viel Prozent des Gewinns eines Unternehmens in Form von Dividenden ausgeschüttet wird. D.h. wenn ein Unternehmen einen Jahresgewinn von 100 Millionen € erzielt hat und davon 30 Millionen € als Dividende an die Aktionäre auszahlt, dann ist die Ausschüttungsquote in diesem Fall 30%.

Sie ist für Dividendeninvestoren deswegen eine so wichtige Kennzahl, weil sie Aufschluss darüber gibt, wie viel Spielraum ein Unternehmen noch hat die Dividende zu erhöhen bzw. ob die aktuelle Dividende überhaupt aus den laufenden Gewinnen bezahlt wird.

Wie hoch die “ideale” Ausschüttungsquote ist, kann man nur schwer sagen, da das einfach von zu vielen Faktoren abhängt. Junge Unternehmen haben tendenziell eher eine geringere Ausschüttungsquote während ältere Unternehmen eher eine höhere Ausschüttungsquote haben.

Zusätzlich spiel auch der Sektor eine große Rolle. Wenn ihr mehr über die “ideale” Ausschüttungsquote erfahren wollt und wie hoch die durchschnittliche Quote je Sektor ist, dann empfehle ich euch meinen detaillierten Artikel über die Ausschüttungsquote von Aktien, in dem ich diese Kennzahl noch viel genauer analysiere. Klickt dazu einfach auf den Link.

3. Dividend Coverage Ratio

Das Dividend Coverage Ratio ist eine Finanzkennzahl, die angibt, wie gut oder schlecht ein Unternehmen in der Lage ist eine Dividende an die Aktionäre auszuzahlen. Es wird berechnet, indem man den Gewinn pro Aktie durch die Dividende pro Aktie teilt.

Falls euch diese Erklärung ein wenig bekannt vorkommt, dann ist das genau richtig, denn das Dividend Coverage Ratio ist nichts anders als der Gegenwert zur Ausschüttungsquote.

D.h. die Ausschüttungsquote berechnet ihr, indem ihr die Dividende je Aktie durch den Gewinn je Aktie teilt und beim Dividend Coverage Ratio dreht ihr die beiden Zahlen nur herum. Der Mehrwert des Dividend Coverage Ratio im Vergleich zur Ausschüttungsquote ist somit ziemlich begrenzt, da es mehr oder weniger dieselbe Information ist.

Allerdings ist das Dividend Coverage Ratio auch für viele Investoren leichter zu verstehen, da es eine klare Antwort darauf gibt, wie gut oder schlecht sich ein Unternehmen überhaupt die Dividende leisten kann.

Ein hohes Dividend Coverage Ratio, also größer 1, sagt nämlich aus, dass ein Unternehmen mehr Gewinn macht als was es an Dividende auszahlt. Entsprechend ist die finanzielle Lage des Unternehmens – zumindest in Hinblick auf die Dividende – sehr gut und es kann sich die Dividendenzahlung auch leisten.

Sollte das Dividend Coverage Ratio allerdings kleiner 1 sein, dann heißt das, dass das Unternehmen die aktuelle Dividende nicht mit den laufenden Gewinnen bezahlen kann und das für eine eher angespannte finanzielle Lage des Unternehmens spricht. Es besteht sogar in so einem Fall eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen die Dividende kürzen muss oder sogar ganz streichen könnte.

Man sollte aber auch erwähnen, dass das Dividend Coverage Ratio nur eine “zurückblickende” Kennzahl ist. Das heißt es werden nur vergangene Gewinne pro Aktie bei der Berechnung berücksichtigt und keine zukünftigen Entwicklungen mit einbezogen.

Es kann also durchaus vorkommen, dass in einem wirtschaftlich schwachen Jahr das Dividend Coverage Ratio für ein Unternehmen stark fällt (womöglich sogar unter 1) aber im nächsten Jahr wieder auf ein normales Niveau zurückkehr. Ihr solltet deswegen immer die Gesamtentwicklung des Marktes im Auge behalten, wenn ihr diese Finanzkennzahl nutzt.

4. Dividendenwachstum

Die Dividendenrendite bzw. Ausschüttungsquote sind zwar zwei wichtige Kennzahlen bei der Auswahl von Dividendenaktien, aber sie sind auch nur eine Momentaufnahme. Man kann aus ihnen nicht ablesen, wie sich die Dividendenzahlungen entwickeln werden aber zum Glück gibt es dafür ja genau das Dividendenwachstum, dass ich euch heute vorstellen möchte.

Das Dividendenwachstum bzw. Dividend Growth gibt an, um wie viel Prozent ein Unternehmen die Dividende von einem Jahr auf das Nächste erhöht hat. Diese Kennzahl ist besonders bei einer Dividendenstrategie wichtig, um das erwartete langfristige Wachstum der Dividendenzahlungen zu ermitteln.

Warum das Dividendenwachstum eine so häufig unterschätze Finanzkennzahl ist, möchte ich euch an einem kleinen Beispiel erläutern. Das Unternehmen Atos SE zahlt momentan eine Dividendenrendite von circa 9% und zumindest in den vergangenen drei Jahren wurde die Dividende pro Jahr im Durchschnitt um circa 10% erhöht. Im Vergleich dazu zahlt das Unternehmen Kearny Financials nur eine Dividendenrendite von 3% aber hat die Dividende dafür in den letzten drei Jahren um durchschnittlich 40% pro Jahr erhöht.

Bei einem Investment von 1.000 Euro erhaltet ihr bei der Atos SE also fast drei Mal so viel Dividende wie bei Kearny Financials. Aber wie sieht es in einigen Jahren aus, wenn wir annehmen, dass die Dividende weiterhin so wachsen wird wie bisher?

Wenn beide Unternehmen ihre Wachstumsraten beibehalten würden, dann würde Kearny Financials bereits nach fünf Jahren eine höhere Dividende als Atos SE auszahlen und das bei einer viel geringeren Ausschüttungsquote.

Die Dividendenrendite liefert euch also nur eine Momentaufnahme, aber sie ist kein guter Indikator darüber welches Investment wirklich das bessere ist. Ihr solltet deshalb immer auch auf andere Kennzahlen einer Aktie achten, da ihr sonst das Gesamtbild der Aktie nicht versteht.

Die Berechnung des Dividendenwachstums ist für eine Periode von einem Jahr nicht sehr kompliziert und ergibt sich einfach aus dem Prozentwert der aktuellen Dividende geteilt durch die Dividende des Vorjahres abzüglich 1.

Möchtet ihr allerdings das durchschnittliche Dividendenwachstum über eine Periode von mehr als einem Jahr berechnen, dann wird die Formal dazu ein klein wenig komplizierter. Um den Rahmen dieses Artikels aber nicht zu sprengen, würde ich für die Berechnung über mehrere Perioden aber auf meinen detaillierten Artikel über das Dividendenwachstumverweisen.

Dort erkläre ich euch auch noch viele weitere interessante Dinge über das Dividendenwachstum wie zum Beispiel den Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Dividende und der Dividendenrendite oder wie hoch das Dividendenwachstum in der Vergangenheit im Durchschnitt war.

5. Dividendenkontinuität

Die letzte Dividenden-Kennzahl, die ich euch vorstellen möchte, ist die Dividendenkontinuität. Damit meine ich wie viele Jahre ein Unternehmen bereits in Folge eine Dividende ausgezahlt hat.

Die Länge der Dividendenkontinuität bzw. der ununterbrochenen Dividendenausschüttungen gibt vor allem Aufschluss darüber, wie wichtig der Unternehmensführung die Dividendenzahlung ist.

Denkt dabei einfach an Coca-Cola. Das Unternehmen hat bereits 59 Jahre in Folge die Dividende jedes Jahr erhöht und das Management gibt immer wieder in ihren jährlichen Geschäftsberichten bekannt, dass dies auch in Zukunft so fortgesetzt werden soll.

Entsprechend könnt ihr euch als Dividendeninvestor bei so einem Unternehmen auch sehr sicher sein, dass eure Dividende weiterhin ausgezahlt werden wird und jedes Jahr sogar steigt.

Unternehmen mit hoher Dividendenrendite mögen zwar sehr verführerisch aussehen aber in der Regel haben solche Unternehmen nur eine sehr kurze Dividendenkontinuität. Der Grund dafür ist, dass eine hohe Dividendenrendite häufig mit einer hohen Ausschüttungsquote und einem geringen Dividendenwachstum einher.

Beides nicht die besten Grundlagen, um auf die nächsten 50 Jahre zu garantieren, dass man die Dividende weiterhin zahlen und sogar steigern kann.

Der Zusammenhang zwischen Dividendenkontinuität und Dividendenrendite wird grafisch sogar am besten deutlich.

Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Dividendenrendite in Prozent und auf der Y-Achse wie viele Dividendensteigerungen es bereits jedes Jahr in Folge gab. In der Grafik sind dann alle Unternehmen je nach ihrem Dividendenwachstum und Dividendenrendite eingetragen. Die schwarze Linie dazwischen ist die Trendlinie und gibt an, wie der allgemeine Trend dieser Datenwolke ist. Grau markiert ist der Bereich mit einer Dividendenhistorie von über 40 Jahren.

Ihr könnt in der Grafik dabei deutlich erkennen, dass bis auf ganz wenige Ausreißer es kein Unternehmen mit einer Dividendenhistorie von 40 Jahren oder länger gibt, dass auch eine hohe Dividendenrendite zahlt.

Oder anders gesagt. Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite schaffen es statistisch nie ihre Rendite über einen längeren Zeitraum auszahlen zu können oder sogar erhöhen zu können. Der einzige Weg, um langfristig eine Dividende jedes Jahr zahlen und erhöhen zu können, ist durch eine Normalisierung der Dividendenrendite auf ein nachhaltiges Niveau (später mehr dazu, wie hoch eine gute Dividendenrendite sein sollte).

Wo findet man diese Kennzahlen

Wenn ihr selbst ein Dividendeninvestor seid oder in Zukunft gern verstärkt in Dividendenaktien investieren wollt, dann könnt ihr jederzeit mit meiner Dividendenliste hier starten. Dort findet ihr über 1.100 weltweite Aktien, die man üblicherweise als Dividendenaristokraten oder Dividendenkönige bezeichnet sowie alle Unternehmen, die diesen Status bald erreichen könnten.

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Unter der Liste habe ich auch aufgeführt auf was ich bei Dividendenaktien achte (z.B. maximale Ausschüttungsquote oder Dividendenrendite) und was die Vor- und Nachteile solcher Aktien sind. Wenn ihr also absolute Anfänger seid, ist der Artikel für euch sicherlich ein guter Start.

Das Dividendenwachstum – Alles worauf du achten musst


Die Dividende bzw. Dividendenrendite sind zwar zwei wichtige Kennzahlen bei der Auswahl von Dividendenaktien, aber sie sind auch nur eine Momentaufnahme. Man kann aus ihnen nicht ablesen, wie sich die Dividendenzahlungen entwickeln werden aber zum Glück gibt es dafür ja genau das Dividendenwachstum, dass ich euch heute vorstellen möchte.

Das Dividendenwachstum bzw. Dividend Growth gibt an, um wie viel Prozent ein Unternehmen die Dividende von einem Jahr auf das Nächste erhöht hat. Diese Kennzahl ist besonders bei einer Dividendenstrategie wichtig, um das erwartete langfristige Wachstum der Dividendenzahlungen zu ermitteln.

Klingt eigentlich alles leicht und verständlich aber was ihr noch darüber wissen solltet, erkläre ich euch jetzt.

Übrigens das Dividendenwachstum ist nur ein kleiner Bestandteil einer guten Dividendenstrategie. Wenn ihr noch mehr Dividendenstrategien kennenlernen wollt, dann lest euch doch einmal diesen Artikel von mir durch.

Was versteht man unter dem Dividendenwachstum?

Der Hauptfokus für Dividendeninvestoren bei der Aktienauswahl ist in der Regel die Dividendenrendite aber wer nur auf die aktuelle Dividendenrendite einer Aktie schaut, der vergisst einen wesentlichen Faktor und das ist das jährliche Dividendenwachstum.

Ich weiß zwar, dass eine Dividendenrendite von 4% höher ist als eine Dividendenrendite von 2%, aber ich kann daraus nicht schlussfolgern welche Aktie mir in Zukunft mehr Dividende auszahlen wird. Das Wachstum der Dividende hat aber insbesondere langfristig so einen großen Einfluss auf eure regelmäßigen Dividendenauszahlungen, dass man bei der Aktienauswahl auch darauf achten sollte.

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Schauen wir uns das ganze aber an einem Beispiel an. Das Unternehmen Atos SE zahlt momentan eine Dividendenrendite von circa 9% und zumindest in den vergangenen drei Jahren wurde die Dividende pro Jahr im Durchschnitt um circa 10% erhöht. Im Vergleich dazu zahlt das Unternehmen Kearny Financials nur eine Dividendenrendite von 3% aber hat die Dividende dafür in den letzten drei Jahren um durchschnittlich 40% pro Jahr erhöht.

Bei einem Investment von 1.000 Euro erhaltet ihr bei der Atos SE also fast drei Mal so viel Dividende wie bei Kearny Financials. Aber wie sieht es in einigen Jahren aus, wenn wir annehmen, dass die Dividende weiterhin so wachsen wird wie bisher?

Wenn beide Unternehmen ihre Wachstumsraten beibehalten würden, dann würde Kearny Financials bereits nach fünf Jahren eine höhere Dividende als Atos SE auszahlen und das bei einer viel geringeren Ausschüttungsquote.

Die Dividendenrendite liefert euch also nur eine Momentaufnahme, aber sie ist kein guter Indikator darüber welches Investment wirklich das bessere ist. Ihr solltet deshalb immer auch auf andere Kennzahlen einer Aktie achten, da ihr sonst das Gesamtbild der Aktie nicht versteht. Wenn ihr gern erfahren wollt, welche Kennzahlen die wichtigsten für Dividendeninvestoren sind, dann könnt ihr das in diesem Artikel von mir durchlesen.

Außerdem ist das Dividendenwachstum auch ein wichtiger Parameter, wenn man Aktien anhand des Dividendendiskontierungsmodells bzw. Dividendenwachstumsmodell bewertet. Dazu werde ich aber noch einmal einen eigenen Artikel schreiben und ihn hier verlinken, sobald er online ist.

Berechnung

Die Berechnung des Dividendenwachstum bzw. des Dividend Growth (engl.) für eine Periode von einem Jahr ergibt sich aus dem Prozentwert der aktuellen Dividende geteilt durch die Dividende des Vorjahres abzüglich 1.

Das ist zwar schon eine etwas komplexerer Berechnung als bei der Ermittlung der Dividendenrendite aber immer noch leicht selbst zu berechnen. Allerdings ist das nur die Berechnung des Dividendenwachstums über eine Periode. Wenn ihr gern das Wachstum über mehrere Jahre berechnen wollt, dann muss die Berechnung leicht angepasst werden. Schauen wir uns das aber ganz einfach an einem Beispiel an.

Stellt euch vor, dass wir eine Aktie haben, die über 5 Jahre hinweg folgende Dividenden ausschüttet.

Jahr 0 = 1,00 EUR
Jahr 1 = 1,02 EUR
Jahr 2 = 1,05 EUR
Jahr 3 = 1,07 EUR
Jahr 4 = 1,11 EUR
Jahr 5 = 1,15 EUR

Das gesamte Dividendenwachstum über die fünf Jahre hinweg könnt ihr weiterhin mithilfe der oben dargestellten Formen berechnen. Es ist über die 5 Jahre 15% (1,15 geteilt durch 1 – 1 mal 100). Gleichzeitig könnt ihr mit der oberen Formel auch das Dividendenwachstum für jede einzelne Periode berechnen. Demnach war das Dividendenwachstum für die einzelnen Jahre wie folgt:

Jahr 1 = 2%
Jahr 2 = 2,9%
Jahr 3 = 1,9%
Jahr 4 = 3,7%
Jahr 5 = 3,6%

Das durchschnittliche Dividendenwachstum über die fünf Jahre ist jetzt aber nicht einfach nur der Durchschnitt des Dividendenwachstums jedes einzelnen Jahres. Ihr kommt dami zwar bei relativ geringen Wachstumszahlen pro Jahr zu einer groben Annäherung aber gerade, wenn ihr das Wachstum über einen längeren Zeithorizont berechnen wollt oder die jährliche Wachstumsrate stark schwankt, dann bekommt ihr doch sehr verfälschte Werte.

Die richtige Berechnung ist stattdessen, dass ihr wieder das Verhältnis aus Schlusswert und Anfangswert bildet (in unserem Beispiel 1,15 geteilt durch 1,00) und davon die X-te Wurzel zieht, wobei das X die Anzahl der Gesamtjahre ist. In unserem Fall haben wir fünf Jahre also ziehen wir die fünfte Wurzel aus 1,15 geteilt durch 1,00.

Das ergibt 1,028 und zieht ihr davon wieder 1 ab (und multipliziert mit 100, um den Prozentwert zu erhalten), dann erhaltet ihr ein durchschnittliches Dividendenwachstum von 2,8% pro Jahr. Das heißt wäre eine anfängliche Dividende von 1 EUR fünf Jahre in Folge um 2,8% pro Jahr gestiegen, dann würde die Dividende am Ende dieses Zeitraums genau 1,15 EUR betragen.

Das optimale Dividendenwachstum

Wie zu Beginn schon erwähnt, ist es nicht sinnvoll bei der Auswahl einer Aktie in eurem Dividendenportfolio lediglich auf die Dividendenrendite zu achten, da eine hohe Dividendenrendite häufig mit einem geringen Dividendenwachstum einhergeht und das langfristig kein Wachstum für euren regelmäßigen Cashflow bedeutet.

Wie sehr die Dividendenrendite und das Dividendenwachstum miteinander verbunden sind, habe ich einmal anhand von über 1.000 Dividendenaktien analysiert. Das Ergebnis könnt ihr dabei in folgender Grafik sehen.

Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Dividendenrendite in Prozent und auf der Y-Achse das durchschnittliche Dividendenwachstum pro Jahr in den letzten 3 Jahren in Prozent. In der Grafik sind dann alle Unternehmen nach ihrem Dividendenwachstum und Dividendenrendite eingetragen. Die schwarze Linie dazwischen ist die Trendlinie und gibt an, wie der allgemeine Trend dieser Datenwolke ist.

Die Grafik macht dabei deutlich, dass umso höher die Dividendenrendite ist, desto geringer ist in der Regel auch das Dividendenwachstum bzw. im Umkehrschluss je höher das Dividendenwachstum ist, desto geringer ist die Dividendenrendite

Aber wie hoch ist denn nun das optimale Dividendenwachstum? Das kann man natürlich nicht sagen, weil jeder etwas anderes unter dem Optimum versteht aber ich möchte euch dennoch ein paar Anhaltspunkte mit auf dem Weg geben.

Ich habe deshalb die schon erwähnten über 1.000 Dividendenaktien danach untersucht wie hoch deren Dividendenwachstum ist und die Ergebnisse könnt ihr in der folgenden Tabelle sehen.

AktienauswahlØ Dividenden-wachstum über 1 JahrØ Dividenden-wachstum über 3 Jahr p.a.Ø Dividenden-wachstum über 5 Jahr p.a.
Alle7,15%9,84%10,83%
Aktien, die bereits mindestens 50 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen5,23%6,24%6,64%
Aktien, die bereits mindestens 25 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen5,97%7,04%7,02%
Aktien, die bereits mindestens 10 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen5,84%7,75%8,06%
Die Tabelle zeigt die das durchschnittliche Dividendenwachstumsrate über mehrere Jahre für Aktien an, je nachdem wie lange die Aktie bereits ihre Dividende in Folge ausgezahlt hat.

Das durchschnittliche Dividendenwachstum pro Jahr von Dividendenaktien ist circa 7,15%. Das Wachstum nimmt dabei leicht ab, je länger ein Unternehmen bereits eine Dividende auszahlt.

Um Verwirrung zu vermeiden eine kurze Erklärung zu den Werten in dieser Tabelle für das Wachstum über 3 und 5 Jahre. Wenn das durchschnittliche Dividendenwachstum über 3 Jahre für alle untersuchten Aktien 9,84% beträgt, dann heißt das nicht, dass die Dividenden über drei Jahre insgesamt nur 9,84% gestiegen sind, sondern dass sie jedes Jahr in den letzten 3 Jahren im Durchschnitt 9,84% pro Jahr gewachsen sind.

Das heißt, die Dividende ist im Durchschnitt im ersten, zweiten und dritten Jahr um jeweils 9,84% gestiegen bzw. insgesamt über die drei Jahre 32,52%.

Es ist übrigens nicht überraschend, dass die Wachstumsrate immer niedriger wird, je länger das Unternehmen bereits die Dividende erhöht hat.

Unternehmen mit einer langen Dividendenhistorie erreichen irgendwann einen Punkt, an dem sie selbst nicht mehr viel wachsen und entsprechend auch nicht mehr viel Spielraum haben die Dividende zu steigern.

Übrigens all meine Daten für diese Analyse könnt ihr hier finden.

Die obere Tabelle zeigt euch nur das durchschnittliche Dividendenwachstum aller Aktien bzw. je nachdem wie lang das Unternehmen schon eine Dividende auszahlt. In der folgenden Tabelle könnt ihr das Dividendenwachstum aller Aktien gruppiert nach Sektoren sehen.

SektorØ Dividendenwachstum über 1 Jahr
Kommunikation10,07%
Zyklische Konsumgüter24,88%
Basis Konsumgüter7,61%
Energie14,57%
Finanzwerte12,66%
Gesundheitswesen9,45%
Industrie11,85%
IT15,02%
Materials8,84%
Immobilien12,64%
Technologie16,65%
Versorger4,58%
Die Tabelle zeigt das durchschnittliche Dividendenwachstum für Aktien je nach Sektor an.

Wie ihr seht, fällt das Dividendenwachstum je nach Sektor unterschiedlich aus und muss im Zeitverlauf auch nicht konstant bleiben. Besonders bei den zyklischen Gütern kann es immer wieder zu größeren Schwankungen kommen, da Verbraucher je nach Marktlage mal mehr oder weniger nachfragen. Die wenigsten kaufen sich schließlich ein neues Auto während einer Finanzkrise.

Ein Dividendenwachstum pro Jahr größer 15% ist also eher die Seltenheit und sollte mit Vorsicht betrachtet werden. Meine persönliche Richtline ist immer auf Dividendenaktien zu schauen, die circa 2,5% Dividendenrendite zahlen und ein Dividendenwachstum von 7 bis 10% in den vergangenen Jahren hatten.

Warum ich mich gerade danach orientiere? Zum einen, weil 2,5% der durchschnittlichen Dividendenrendite entspricht und 7 bis 10% Dividendenwachstum, weil es zum einem dem durchschnittlichen Dividendenwachstum entspricht aber auch weil sich mit diesen Wachstumsraten Prognosen ganz leicht im Kopf berechnen lassen.

Bei einem jährlichen Dividendenwachstum von 7% verdoppelt sich die ausgezahlte Dividende alle 10 Jahre und bei einem Wachstum von 10% pro Jahr verdoppelt sich die Dividende alle 7 Jahre. Somit weiß ich immer, wie hoch meine Dividende in den nächsten Jahren sein wird.

Aktien mit dem höchsten Dividendenwachstum

Für den Fall, dass ihr dennoch gern wissen möchtet, welche Aktie in der Vergangenheit das größte Dividendenwachstum hatte und wie hoch dieses ausfiel, dann könnt ihr all das in der nachfolgenden Tabelle sehen.

UnternehmensnameTickerSektorLandØ Dividenden-wachstum über 5 Jahr p.a.
Broadcom Inc.AVGOInformation TechnologyUSA32,08%
Insperity, Inc.NSPIndustrialUSA28,68%
First Savings Financial Group, Inc.FSFGFinancial ServicesUSA28,01%
Tractor Supply CompanyTSCOConsumer DiscretionaryUSA26,32%
Cintas CorporationCTASIndustrialUSA24,64%
Universal Forest Products, Inc.UFPIIndustrialUSA24,58%
Hawthorn Bancshares, Inc.HWBKFinancial ServicesUSA24,52%
Zoetis Inc.ZTSHealth CareUSA24,48%
Nexstar Media Group, Inc.NXSTCommunication ServicesUSA24,43%
Restaurant Brands International Inc.QSRConsumer DiscretionaryUSA23,78%
Die Tabelle zeigt die Aktien mit dem höchsten Dividendenwachstum innerhalb der letzten 5 Jahre.

Wie immer gilt, dass US-Unternehmen unter den Dividendenaktien dominieren, und so ist es auch mit dem Dividendenwachstum. Das höchste Dividendenwachstum innerhalb der letzten fünf Jahre hatte das IT Unternehmen Broadcom, die ihre Dividende im Durchschnitt jedes Jahr um 32,08% gesteigert haben.

Das heißt sie konnten ihre Dividende über die letzten 5 Jahre um insgesamt 302% steigern. Während die Dividende vor 5 Jahren noch 4,81 USD war, ist sie nun bei 16,9 USD. Der Aktienkurs hat sich übrigens in derselben Zeit ebenfalls mehr als verdoppelt.

Übrigens wenn ihr auch gern erfahren wollt, was die höchste je ausgezahlte Dividende war, dann könnt ihr das in diesem Artikel von mir machen.

Wo finde ich all diese Dividendendaten?

Wenn ihr in Zukunft mehr auf das Dividendenwachstum und andere wichtigen Finanzkennzahlen achten wollt, dann stellt ihr euch jetzt sicherlich die Frage, wo ihr all diese Daten herbekommen sollt.

Mir fiel es auch immer schwer an solche Informationen zu kommen, da es einfach keine für mich brauchbare (und kostenlose) Datenbank gab, aus der ich all diese Informationen ziehen konnte.

Ich habe deswegen angefangen meine eigene Datenbank über Dividendenaktien aufzustellen, die ich monatlich aktualisiere und die ich jedem absolut gratis zur Verfügung stelle. Ihr könnt sie hier finden.

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Die Ausschüttungsquote – Alles worauf du achten musst


Auf der Jagd nach mehr Dividende sind Dividendeninvestoren häufig nur auf die Dividendenrendite fokussiert. Häufig lässt sich mithilfe anderer Finanzkennzahlen aber viel besser sagen, ob ein Unternehmen überhaupt in der Lage ist, langfristig eine Dividende auszuzahlen. Eine der bekanntesten Finanzkennzahlen in diesem Zusammenhang ist die Ausschüttungsquote, um die es heute gehen soll.

Die Ausschüttungsquote bzw. das Payout Ratio ist das Verhältnis von ausgezahlter Dividende zum Jahresgewinn eines Unternehmens. Umso höher die Ausschüttungsquote ist, desto größer ist der Anteil am Jahresgewinns, der als Dividende ausgeschüttet wird.

Die Ausschüttungsquote gibt somit an, ob sich ein Unternehmen eine Dividende überhaupt leisten kann. Was ihr aber noch über darüber wissen solltet, erkläre ich euch jetzt.

Übrigens die Ausschüttungsquote ist nur eine von vielen wichtigen Finanzkennzahlen. Wenn ihr gern erfahren wollt, welche anderen Kennzahlen die wichtigsten für Dividendeninvestoren sind, dann könnt ihr das in diesem Artikel von mir durchlesen.

Was ist die Ausschüttungsquote?

Die Dividende ist die Gewinnausschüttung einer Aktie an den Aktionär und ist ein absoluter Betrag. D.h. sie kann zum Beispiel 3€ betragen und bedeutet dann, dass jeder Inhaber der Aktie 3€ je Aktie bekommt.

Das ist so weit nicht überraschend aber das Problem daran ist, dass die Dividende nichts darüber aussagt, wo das Geld für die Dividendenausschüttung überhaupt herkommt oder ob ein Unternehmen sich die Dividende überhaupt leisten konnte bzw. in Zukunft noch leisten kann.

Stellt euch einfach vor ihr habt die zwei absolut identischen Aktien A und B. Beide Aktien haben einen Preis von 100 EUR und zahlen eine jährliche Dividende von 3 EUR aus. Wenn ihr nun entscheiden müsst in welche Aktie ihr investieren wollt und dabei nur auf die Dividendenrendite achtet, dann ist diese bei beiden Aktien 3% und es ist mehr oder weniger egal welche der beiden Aktien ihr kauft.

Betrachten wir aber den Gewinn, den Unternehmen A und B pro Aktie erzielt haben, dann könnte unsere Entscheidung anders ausfallen.

Nehmen wir dazu an, dass Unternehmen A 3 EUR je Aktie Gewinn erzielt hat und Unternehmen B 6 EUR je Aktie. In diesem Fall würde Aktie A also ihren kompletten Gewinn als Dividende ausschütten (3 EUR Dividende bei 3 EUR Gewinn) während Aktie B lediglich die Hälfte ihres Gewinns als Dividende ausschüttet (3 EUR Dividende bei 6 EUR Gewinn).

Für welche Aktie würdet ihr euch jetzt entscheiden? Sicherlich für Aktie B, denn hier gibt es viel mehr Spielraum die Dividende auch in Zukunft auszahlen zu können. Fällt der Gewinn je Aktie von beiden Unternehmen nämlich um 20%, dann würde Aktie A nur noch einen Gewinn pro Aktie von 2,40 EUR erzielen und hätte schon gar nicht mehr genügen Geld, um eine Dividende von 3 EUR zu decken.

Die Folge wäre also eine Kürzung der Dividende oder im schlimmsten Fall sogar das Aussetzen der Dividende.

Aktie B würde bei einer Gewinnkürzung um 20% aber weiterhin noch einen Gewinn je Aktie von 4,80 EUR erzielen und hätte somit ausreichend Überschuss, um weiterhin eine Dividende von 3 EUR auszuzahlen.

Es macht also durchaus Sinn auf das Verhältnis von Dividende je Aktie zu Gewinn je Aktie bzw. Gesamtdividende zu Gesamtgewinn eines Unternehmens zu schauen und genau dieses Verhältnis ist die Ausschüttungsquote.

Die Berechnung der Ausschüttungsquote bzw. des Payout Ratios (engl.) ist somit Dividende je Aktie geteilt durch Gewinn je Aktie oder Jahresdividende geteilt durch Jahresgewinn eines Unternehmens.

Wie man die Ausschüttungsquote interpretieren sollte

Eine Ausschüttungsquote von 100% sagt aus, dass ein Unternehmen ihren gesamten Gewinn als Dividende ausschüttet. Ist das Payout Ratio größer 100%, dann wird sogar mehr Dividende ausgezahlt als Gewinn erwirtschaftet wurde und bei einer Ausschüttungsquote kleiner 100% wird nur ein Teil des Gewinns als Dividende ausgezahlt.

Das ist die wichtigste Information, die man aus der Ausschüttungsquote entnehmen kann, aber das sollte nicht damit verwechselt werden, dass alle Unternehmen mit niedriger Ausschüttungsquote gut sind und alle mit einem hohen Payout Ratio schlecht sind.

Gut und schlecht liegt ohnehin immer im Auge des Betrachters und je nachdem was euer Ziel bei einem Aktieninvestment ist, kann es für euch auch vorteilhafter sein eine Aktie mit höherer Ausschüttungsquote zu kaufen.

Grund dafür ist, dass sich die Rendite von Aktien aus zwei Komponenten zusammensetzt. Den Dividenden und den Kurszuwächsen.

  • Aktien mit hoher Ausschüttungsquote investieren nur einen kleinen Teil ihrer Gewinne zurück in ihr Unternehmen. Sie sind deshalb eher für Investoren interessant, die sich vor allem auf einen regelmäßig hohen Cashflow konzentrieren.
  • Aktien mit niedriger Ausschüttungsquote investieren einen großen Teil ihrer Gewinne zurück in ihr Unternehmen. Sie sind deshalb eher für Investoren interessant, die Kursgewinne erzielen wollen.

Hinzu kommt, dass insbesondere junge Unternehmen eher auf Wachstum konzentriert sind und deshalb nur einen geringen Teil ihrer Gewinne ausschütten, während bereits etablierte Unternehmen mit wenig Wachstumspotential tendenziell einen größeren Teil ihrer Gewinne ausschütten.

Darüber hinaus kommen auch noch generelle Unterschiede der durchschnittlichen Ausschüttungsquote je nach Sektor. Je nachdem in welche Unternehmen ihr also gern investieren wollt, müsst ihr auf eine unterschiedliche Ausschüttungsquote achten.

Was die “optimale” Ausschüttungsquote für euch persönlich ist, verrate ich euch übrigens gleich weiter unten.

Nachteile des Payout Ratio

Wie schon erwähnt, ist eins der Hauptprobleme der Ausschüttungsquote, dass man sie nicht einfach vergleichen kann, ohne das zugrundeliegende Unternehmen mit in die Betrachtung einzubeziehen.

In den nächsten Abschnitten werde ich euch allerdings eine Hilfestellung geben, damit ihr besser abschätzen könnt, welche Ausschüttungsquote für eure Aktien gut oder schlecht sind. Zuvor möchte ich euch aber noch auf einen weiteren Nachteil des Payout Ratios hinweisen.

Ein Problem mit der Ausschüttungsquote ist, dass der Jahresgewinn eines Unternehmens eine buchhalterische Größe ist und nichts über die tatsächlichen Einnahmen des Unternehmens aussagt. Es könnte also sein, dass ein Unternehmen zwar offiziell einen Gewinn erzielt aber gar nicht ausreichend Einnahmen erzielt hat, um sich die Dividende leisten zu können.

Diesen Punkt zu verstehen, ist etwas kompliziert, wenn man nicht viel über Buchhaltung versteht, aber lasst es mich an einem einfachen Beispiel erklären.

Stellt euch vor, ihr habt eine Aktie, die momentan 100 EUR wert ist und auf 120 EUR steigt. Euer Gewinn ist in diesem Fall 20 EUR, aber ihr habt keine Einnahmen erzielt, weil euch kein zusätzliches Geld zugeflossen ist.

Wenn ihr also in diesem Fall eine Dividende auszahlen möchtet, dann könntet ihr diese nicht aus euren laufenden Einnahmen finanzieren, sondern ihr müsstet einen Teil eurer Substanz (die 120 EUR Aktie) verkaufen, um die Dividende auszuzahlen.

Dasselbe Problem besteht auch mit Unternehmen. Nur weil sie einen Gewinn erzielt haben und ihre Ausschüttungsquote kleiner 100% ist, heißt das nicht, dass sie auch genügend liquide Mittel zur Verfügung haben, um die Dividende finanzieren zu können.

Um das Problem zu umgehen, wird deswegen häufig auch eine weitere Finanzkennzahl herangezogen. Anstatt die Dividende mit dem Jahresgewinn zu vergleichen, kann man nämlich auch die Dividende mit dem sogenannte Free Cashflow ins Verhältnis setzen.

Diese Kennzahl jetzt noch zu erklären, würde sicherlich den Rahmen des Artikels sprengen, weswegen es an dieser Stelle für euch nur damit genügen sollte, nicht immer blind der Ausschüttungsquote als Qualitätsmerkmal einer Aktie zu vertrauen.

Die optimale Ausschüttungsquote

Wie zu Beginn schon erwähnt, ist es nicht sinnvoll bei der Auswahl einer Aktie in eurem Dividendenportfolio lediglich auf die Dividendenrendite zu achten, da eine hohe Dividendenrendite häufig durch ein hohes Payout Ratio finanziert wird und das langfristig kein guter Indikator für weitere Dividendenzahlungen in den nächsten Jahren ist.

Wie sehr die Dividendenrendite und die Ausschüttungsquote miteinander verbunden sind, habe ich einmal anhand von über 1.000 Dividendenaktien analysiert. Das Ergebnis könnt ihr dabei in folgender Grafik sehen.

Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Dividendenrendite in Prozent und auf der Y-Achse die Ausschüttungsquote in Prozent. In der Grafik sind dann alle Unternehmen nach ihrer aktuellen Dividendenrendite und Ausschüttungsquote eingetragen. Die schwarze Linie dazwischen ist die Trendlinie und gibt an, wie der allgemeine Trend dieser Datenwolke ist.

Man sieht dabei deutlich, dass die Ausschüttungsquote tendenziell höher ist bei Unternehmen, die eine hohe Dividendenrendite auszahlen. Entsprechend werden die hohen Dividendenrenditen eher verstärkt aus den Gewinnen finanziert anstatt aus günstigen Kaufgelegenheiten für die Aktien.

Aber wie hoch ist denn nun die optimale Ausschüttungsquote? Das kann man natürlich nicht sagen, weil jeder etwas anderes unter dem Optimum versteht, aber ich möchte euch dennoch ein paar Anhaltspunkte mit auf dem Weg geben.

Ich habe deshalb die schon erwähnten über 1.000 Dividendenaktien danach untersucht wie viel Dividende sie im Durchschnitt ausschütten und die Ergebnisse könnt ihr in der folgenden Tabelle sehen.

AktienauswahlDurchschnittliche DividendenrenditeDurchschnittliche Ausschüttungsquote
Alle2,50%25,85%
Aktien, die bereits mindestens 50 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,17%30,18%
Aktien, die bereits mindestens 25 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,41%19,98%
Aktien, die bereits mindestens 10 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,45%27,62%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Dividendenrendite und Ausschüttungsquote für Aktien an, je nachdem wie lange die Aktie bereits ihre Dividende in Folge ausgezahlt hat.

Die durchschnittliche Ausschüttungsquote von Dividendenaktien ist dabei circa 26%. Die Quote nimmt dabei leicht zu je länger ein Unternehmen bereits eine Dividende auszahlt.

Übrigens all meine Daten für diese Analyse könnt ihr hier finden.

Die obere Tabelle zeigt euch allerdings nur die durchschnittliche Ausschüttungsquote aller Aktien bzw. je nachdem wie lang das Unternehmen schon eine Dividende auszahlt. In der folgenden Tabelle könnt ihr die Payout Ratios aller Aktien gruppiert nach Sektoren sehen.

SektorDurchschnittliche Ausschüttungsquote
Kommunikation60,39%
Zyklische Konsumgüter62,37%
Basis Konsumgüter51,79%
Energie43,84%
Finanzwerte37,04%
Gesundheitswesen45,14%
Industrie39,35%
IT38,90%
Materials40,38%
Immobilien98,38%
Technologie56,63%
Versorger72,11%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Ausschüttungsquote für Aktien je nach Sektor an.

Wie ihr seht, fällt die Ausschüttungsquote je nach Sektor unterschiedlich aus und muss im Zeitverlauf auch nicht konstant bleiben. Besonders bei den zyklischen Gütern kann es immer wieder zu größeren Schwankungen kommen, da Verbraucher je nach Marktlage mal mehr oder weniger nachfragen. Die wenigsten kaufen sich schließlich ein neues Auto während einer Finanzkrise.

Vielleicht überrascht euch auch die extrem hohe durchschnittliche Ausschüttungsquote bei Immobilienunternehmen aber so überraschend ist das gar nicht. Sogenannte REITs, also Real Estate Investment Trusts, unterliegen nämlich in der Regel speziellen gesetzlichen Vorgaben, die ihnen vorschreiben mindestens 90% ihrer erwirtschafteten Gewinne an die Anleger auszuschütten.

Entsprechend sollte man sich auch nicht von einem hohen Payout Ratio bei solchen Aktien abschrecken lassen.

Wo finde ich all diese Dividendendaten?

Wenn ihr in Zukunft mehr auf die Ausschüttungsquote und andere wichtigen Finanzkennzahlen achten wollt, dann stellt ihr euch jetzt sicherlich die Frage, wo ihr all diese Daten herbekommen sollt.

Mir fiel es auch immer schwer an solche Informationen zu kommen, da es einfach keine für mich brauchbare (und kostenlose) Datenbank gab, aus der ich all diese Informationen ziehen konnte.

Ich habe deswegen angefangen meine eigene Datenbank über Dividendenaktien aufzustellen, die ich monatlich aktualisiere und die ich jedem absolut gratis zur Verfügung stelle. Ihr könnt sie hier finden.

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Dividendenrendite – Alles worauf du achten musst


Die vielleicht wichtigste Kennzahl auf die Dividendeninvestoren achten, ist die Dividendenrendite. Sie erscheint dabei ganz einfach verständlich, aber man kann aus ihr häufig mehr ablesen als man denkt. Was die Dividendenrendite alles aussagt und wie ihr zu einem besseren Dividendeninvestor werden könnt, verrate ich euch in diesem Artikel.

Die Dividendenrendite ist eine Finanzkennzahl, die in Prozent angibt, wie viel Dividende eine Aktie im Verhältnis zu ihrem Aktienkurs jährlich ausschüttet. Eine hohe Dividendenrendite geht dabei häufig mit einer erhöhten Ausschüttungsquote und geringem Dividendenwachstum einher.

Wichtig bei der Dividendenrendite ist es also, diese nicht nur einzeln zu betrachten, sondern immer im Zusammenspiel mit anderen Finanzkennzahlen. Welche das sind verrate ich euch weiter unten aber fangen wir doch erst einmal mit den Grundlagen an.

Übrigens die Dividendenrendite ist nur eine von vielen wichtigen Finanzkennzahlen. Wenn ihr gern erfahren wollt, welche anderen Kennzahlen die wichtigsten für Dividendeninvestoren sind, dann könnt ihr das in diesem Artikel von mir durchlesen.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividende ist die Gewinnausschüttung einer Aktie an den Aktionär und ist ein absoluter Betrag. D.h. sie kann zum Beispiel 3€ betragen und bedeutet dann, dass jeder Inhaber der Aktie 3€ je Aktie bekommt.

Das ist so weit nicht überraschend aber das Problem daran ist, dass die Dividenden zweier unterschiedlicher Aktien nicht wirklich vergleichbar sind.

Stellt euch einfach vor Aktie A zahlt jährlich 3€ Dividende und Aktie B zahlt jährlich 6€ Dividende. Ist deswegen Aktie B aus Dividendensicht besser als Aktie A? Das kann man so nicht sagen, denn das hängt ganz vom Preis der beiden Aktien ab. Wenn Aktie A einen Kurs von 60€ hat und Aktie B einen Kurs von 600€, dann zahlt Aktie A viel mehr Dividende je Aktie aus.

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Und genau hier kommt die Dividendenrendite ins Spiel. Diese ist nämlich eine relative Zahl und gibt an, wie viel Prozent die Dividende vom Aktienkurs ausmacht. Im oberen Beispiel hätte Aktie A eine Dividendenrendite von 5% und Aktie B 1%.

Diese Zahlen lassen sich perfekt miteinander vergleichen, denn man kann dann genau sagen, dass bei einem Investment von 1.000€ Aktie A 50€ Dividende jährlich auszahlen würde und Aktie B lediglich 10€.

Mehr über den Unterschied zwischen Dividende und Dividendenrendite erkläre ich euch übrigens in diesem Artikel und wenn ihr auch den Unterschied zwischen Dividendenrendite und „normaler“ Rendite erfahren wollt, dann solltet ihr euch diesen Artikel durchlesen.

Die Berechnung der Dividendenrendite ist somit Dividendenrendite = Dividende / Aktienkurs

Der Zusammenhang zwischen Dividendenrendite und anderen Finanzkennzahlen

Viele Neulinge im Aktienhandel schauen immer nur auf eine hohe Dividendenrendite, da die Erwartung ist, dass man dann schließlich höhere regelmäßigere Auszahlungen bekommt, aber das ist extrem kurzgedacht. Grund dafür ist, dass eine hohe Dividendenrendite häufig auf Probleme eines Unternehmens hinweist.

Detailliert erkläre ich das in meinem Artikel “Ist eine hohe Dividendenrendite gut oder schlecht”. Lest ihn euch durch, wenn ihr das Thema allumfänglich verstehen wollt aber für alle anderen hier eine kleine Kurzfassung.

Grundsätzlich ist eine hohe Dividendenrendite nicht schlimm per se aber das Problem ist, dass so hohe Dividendenrenditen häufig nicht nachhaltig sind, da sie in den meisten Fällen mit einer extrem hohe Ausschüttungsquote, einem geringen Dividendenwachstum und keiner langen Dividendenhistorie einhergeht.

Am besten lässt sich der Zusammenhang zwischen der Dividendenrendite und den anderen Finanzkennzahlen grafisch zeigen. Ich habe dafür die Dividendenrendite und jeweils eine weitere wichtige Finanzkennzahl für über 1.000 Dividendenaktien in eine Grafik gepackt, um euch zu zeigen, zu was eine hohe Dividendenrendite führt bzw. worauf sie häufig zurückzuführen ist.

Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Dividendenrendite in Prozent und auf der Y-Achse die Ausschüttungsquote in Prozent. In der Grafik sind dann alle Unternehmen nach ihrer aktuellen Dividendenrendite und Ausschüttungsquote eingetragen. Die schwarze Linie dazwischen ist die Trendlinie und gibt an, wie der allgemeine Trend dieser Datenwolke ist.

Man kann dabei gut erkennen, dass die Ausschüttungsquote bei Unternehmen mit hoher Dividendenrendite tendenziell höher ist.

Natürlich gibt es immer ein paar Ausreißer aber die Mehrheit der Unternehmen befindet sich bei einer Dividendenrendite zwischen 0,5% und 4% und einer Ausschüttungsquote kleiner 40%.

Je größer die Dividendenrendite allerdings ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Unternehmen diese hohe Rendite durch eine hohe Ausschüttungsquote bezahlt.

Achtet bei einer hohen Dividendenrendite deswegen immer darauf, wie hoch die Ausschüttungsquote ist. Ein Unternehmen, das den Großteil der eigenen Gewinne ausschüttet, kann nicht mehr groß wachsen und wird früher oder später entweder in finanzielle Probleme gelangen oder seine Dividende nicht weiter erhöhen können bzw. im schlimmsten Fall die Dividende sogar kürzen oder streichen müssen.

Das Streichen der Dividende ist dabei immer ein extrem deutliches Zeichen, dass ein Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten ist. Es ist deswegen auch nicht überraschend, dass historisch betrachtet Unternehmen, die ihre Dividende gekürzt oder eingestellt haben, im Durchschnitt im Jahr darauf nur eine Rendite von -0,46% erzielen.

Im Gegensatz dazu haben Unternehmen, die ihre Dividende regelmäßig erhöhen eine durchschnittliche Jahresrendite von 10,68% erzielt. Mehr zu diesen Statistiken könnt ihr übrigens in meinem Artikel “Sind Dividendenaktien besser als Nicht-Dividendenaktien?” durchlesen.

Sucht euch deswegen lieber ein Unternehmen mit einer “durchschnittlichen” Dividendenrendite (dazu weiter unten mehr) aber dafür geringer Ausschüttungsquote, um nicht bald vor einer möglichen Dividendenkürzung stehen zu müssen.

Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Dividendenrendite in Prozent und auf der Y-Achse das durchschnittliche Dividendenwachstum pro Jahr in den letzten 3 Jahren in Prozent. In der Grafik sind dann alle Unternehmen nach ihrem Dividendenwachstum und Dividendenrendite eingetragen. Die schwarze Linie dazwischen ist die Trendlinie und gibt an, wie der allgemeine Trend dieser Datenwolke ist.

Die Grafik macht dabei deutlich, dass umso höher die Dividendenrendite ist, desto geringer ist in der Regel auch das Dividendenwachstum.

Ihr könntet also in ein Unternehmen wie Atos SE investieren, dass zwar eine Dividendenrendite von über 9% zahlt aber dafür die Dividende jährlich um weniger als 10% erhöht oder in ein Unternehmen wie Kearny Financials, dass zwar eine Dividendenrendite von nur 3% zahlt aber dafür die Dividende jährlich um fast 40% erhöht.

Wenn beide Unternehmen ihre Wachstumsraten beibehalten würden, dann würde Kearny Financials bereits nach fünf Jahren mehr Dividende auszahlen als Atos SE und das bei einer viel geringeren Ausschüttungsquote.

Ihr solltet euch bei einer hohen Dividendenrendite deswegen immer fragen, ob ihr lieber jetzt viel Dividende haben wollt aber dafür in Zukunft fast kein Wachstum oder lieber jetzt etwas weniger Dividende aber dafür in Zukunft viel Wachstum und eine höhere Dividende.

Die Grafik zeigt auf der X-Achse die Dividendenrendite in Prozent und auf der Y-Achse wie viele Dividendensteigerungen es bereits jedes Jahr in Folge gab. In der Grafik sind dann alle Unternehmen je nach ihrer Dividendenhistorie und Dividendenrendite eingetragen. Grau markiert ist der Bereich mit einer Dividendenhistorie von über 40 Jahren.

Ihr könnt in der Grafik dabei deutlich erkennen, dass bis auf ganz wenige Ausreißer es kein Unternehmen mit einer Dividendenhistorie von 40 Jahren oder länger gibt, dass auch eine hohe Dividendenrendite zahlt.

Oder anders gesagt. Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite schaffen es statistisch nie ihre Rendite über einen längeren Zeitraum auszahlen zu können oder sogar erhöhen zu können. Der einzige Weg, um langfristig eine Dividende jedes Jahr zahlen und erhöhen zu können, ist durch eine Normalisierung der Dividendenrendite auf ein nachhaltiges Nivea.

Wie viel Dividendenrendite ist “normal”?

Die Frage ist nun wie viel Dividendenrendite denn nun eigentlich normal ist und wieviel ist zu viel? Auch hierfür habe ich eine Analyse mit über 1.000 Dividendenunternehmen gemacht, die ihr komplett in meinem Artikel “Wie viel Dividende ist eigentlich normal?” nachlesen könnt.

Hauptergebnis dieser Analyse ist aber die folgende Tabelle, die euch die durchschnittliche Dividendenrendite von Aktien in Abhängigkeit von ihrer Dividendenhistorie zeigt.

AktienauswahlDurchschnittliche Dividendenrendite
Alle2,50%
Aktien, die bereits mindestens 50 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,17%
Aktien, die bereits mindestens 25 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,41%
Aktien, die bereits mindestens 10 Jahre in Folge eine Dividende auszahlen2,45%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Dividendenrendite für Aktien an, je nachdem wie lange die Aktie bereits ihre Dividende in Folge ausgezahlt hat.

Ihr seht dabei, dass die durchschnittliche Dividendenrendite lediglich 2,50% beträgt. Das heißt jetzt nicht, dass ihr bei einer Dividendenrendite von 3% direkt Angst bekommen müsst aber bei allem größer 4% würde ich schon noch einmal genauer hinschauen.

Um euch dennoch ein wenig mehr Hilfe zu geben wann eine Dividende hoch oder niedrig ist, habe ich in meiner Analyse der über 1.000 Unternehmen auch einmal genau genschaut wie hoch die Dividendenrendite der 5% und 25% besten (im Sinne von höchster Dividendenrendite) und 5% und 25% schlechtesten (im Sinne von niedrigster Dividendenrendite) Aktien war und kam dabei zum folgendem Ergebnis der unterschiedlichen Dividendenrenditen.

Gruppe der DividendenaktienDividendenrendite
Oberen 5%5,43%
Oberen 25%3,25%
Unteren 25%1,39%
Unteren 5%0,59%
Die Tabelle zeigt die Dividendenrendite der oberen und unteren 5% und 25% der 1.100 wichtigsten Dividendenaktien an.

Falls ihr die Tabelle nicht direkt versteht, dann hier ein kleines Beispiel. Stellt euch vor ich habe die Dividendenrendite der über 1.000 Aktien in meiner Liste alle der Größe nach geordnet. Wenn wir jetzt nur die oberen 25% betrachten, also die 25% Aktien mit der höchsten Dividendenrendite, dann beträgt deren Dividendenrendite mindestens 3,25% bzw. circa 275 Aktien (25% von 1.100) mit der höchsten Dividendenrendite in dieser Liste haben eine Dividendenrendite von mindestens 3,25%.

Für die anderen Werte verhält es sich dann ähnlich, sodass man sagen kann, dass die unterschiedlichen Grenzwerte der Dividendenrendite guter Anhaltspunkte sind für tatsächlich mögliche Dividendenrenditen für ein Portfolio. Wer nur in Aktien mit sehr hoher Dividendenrendite investiert (Oberen 5%), der hat sehr wahrscheinlich eine Dividendenrendite auf sein gesamtes Portfolio von circa 5,43% und wer nur in Aktien mit geringer Dividendenrendite investiert (unteren 5%), der sollte zumindest eine Dividendenrendite von 0,59% auf sein gesamtes Portfolio haben.

Ihr erkennt somit, dass eine Dividendenrendite über 3,25% schon als deutlich hoch angesehen werden kann im Durchschnitt und ihr dort etwas genauer hinschauen solltet.

Wo finde ich all diese Dividendendaten?

Wenn ihr in Zukunft mehr auf die Dividendenrendite und die anderen wichtigen Finanzkennzahlen achten wollt, dann stellt ihr euch jetzt sicherlich die Frage, wo ihr all diese Daten herbekommen sollt.

Mir fiel es auch immer schwer an solche Informationen zu kommen, da es einfach keine für mich brauchbare (und kostenlose) Datenbank gab, aus der ich all diese Informationen ziehen konnte.

Ich habe deswegen angefangen meine eigene Datenbank über Dividendenaktien aufzustellen, die ich monatlich aktualisiere und die ich jedem absolut gratis zur Verfügung stelle. Ihr könnt sie hier finden.

Die große weltweite Dividenden Aristokraten Liste von Aktienbaum

Zugriff auf über 1.000 Dividendenaktien und deren wichtigsten Kennzahlen. Jeden Monat aktualisiert und absolut gratis.

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In der Liste findet ihr über 1.100 weltweite Aktien, die man üblicherweise als Dividendenaristokraten oder Dividendenkönige bezeichnet sowie alle Unternehmen, die diesen Status bald erreichen könnten.

Die Liste ist für jeden frei zugänglich, ohne Newsletteranmeldung oder irgendwelche versteckte Kosten oder Abos. Ich habe die Liste einfach ursprünglich nur für mich entwickelt aber freue mich über jeden, den ich damit helfen kann.

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Was war die höchste Dividende, die jemals gezahlt wurde?


Dividendeninvestoren sind immer auf der Suche nach der höchsten Dividende bei geringem Risiko, aber leider schränkt das Risiko häufig die Höhe der Dividende ein, da mehr Rendite häufig auch nur mit mehr Risiko zu haben ist. Aber was wäre, wenn man das Risiko einmal unberücksichtigt lassen würde und sich nur auf die Frage konzentriert, wer eigentlich die höchste Dividende auszahlt? Dieser Frage gehe ich in diesem Artikel nach.

Die höchste Gesamtdividende wurde 2022 von Microsoft ausgezahlt und betrug circa 18,5 Milliarden USD. Die höchste Dividende pro Aktie zahlt das US Unternehmen BlackRock mit einer Gewinnbeteiligung von 19,52 USD pro Aktie und die höchste Dividendenrendite hat die Aktie von Altria mit 7,65%.

Wie ihr seht, kann man die Frage nach der höchsten Dividendenzahlung also aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Schauen wir uns das ganze aber einmal im Detail an.

Für die Analyse habe ich tausende von Unternehmen weltweit untersucht und all meine Daten könnt ihr hier finden. Da die Datenlage zu Dividendenzahlungen in vielen Länder aber nicht sehr gut, kann es durchaus sein, dass ich einige wichtige Unternehmen vergessen habe. Ich freue mich also über jeden Hinweis von euch.

Nach Gesamtausschüttung

Die einfachste Betrachtung ist sicherlich, welches Unternehmen insgesamt die höchste Dividende ausgezahlt hat und hierfür muss man sich einfach anschauen, wieviel Dividende ein Unternehmen pro Aktie auszahlt und multipliziert diese Menge mit der Anzahl an ausstehenden Aktien.

Die höchsten Gesamtausschüttungen an Dividenden weltweit könnt ihr dabei in der folgenden Tabelle sehen.

NameDividendenrenditeGesamte Dividendenausschüttung
Microsoft0,97%18.487.093.040 USD
Apple0,62%14.635.470.400 USD
Exxon Mobil3,18%14.496.391.360 USD
Johnson & Johnson2,53%11.817.467.680 USD
JPMorgan Chase & Co.2,93%11.732.820.000 USD
Chevron3,11%10.983.069.520 USD
Verizon6,71%10.751.531.520 USD
Abbvie3,49%9.974.232.840 USD
Pfizer3,14%8.981.304.000 USD
Procter & Gamble2,44%8.625.697.080 USD
Die Tabelle zeigt die größten Gesamtausschüttungen an Dividenden im Jahr 2022 weltweit.

Die höchste Gesamtdividende hat dabei Microsoft im Jahr 2022 ausgezahlt. Insgesamt schüttete das Unternehmen 18.487.093.040 USD aus was so viel war wie in keinem Jahr zuvor.

Den zweiten Platz belegt Apple mit einer Gesamtausschüttung von 14.635.470.400 USD. Insgesamt zeigt sich aber, dass die Liste der höchsten Dividendenausschüttungen von US Unternehmen angeführt wird.

Das liegt vor allem daran, dass einige der größten und damit finanziell stärksten Unternehmen (z.B. Apple oder Microsoft) in den USA ansässig sind und zum anderen das die Dividendenkultur in den USA schon viel länger existiert und dort auch viel ausgeprägter ist. Es ist schließlich auch keine Überraschung, dass 34 der insgesamt 41 weltweiten Dividendenkönige aus den USA stammen.

Ebenso überraschend ist aber auch, dass die Dividendenrendite von Microsoft und Apple mit 0,97% bzw. 0,62% extrem niedrig ist und deutlich unter der durchschnittlichen weltweiten Dividendenrendite von 2,5% liegt.

Relativ betrachtet schüttet Microsoft und Apple also sehr wenig Dividende pro Aktie aus, weswegen wir im nächsten Abschnitt einmal schauen, welches Unternehmen eigentlich die höchste Dividende pro Aktie auszahlt.

Nach Höhe pro Aktie

Interessant ist ebenso die Frage, was eigentlich die höchste Dividende ist, die man für eine einzelne Aktie erhalten kann und auch hierfür könnt ihr die höchsten Dividenden in der folgenden Tabelle sehen.

NameDividendenrenditeJahresdividende
BlackRock2,70%19,52 USD
Broadcom2,97%16,40 USD
Equinix1,78%12,40 USD
Lockheed Martin2,32%11,20 USD
Cable One1,51%11,00 USD
Rogers Corporation8,29%9,30 USD
Essex Property Trust4,03%8,80 USD
Watson3,26%8,80 USD
NewMarket Corporation2,65%8,40 USD
Goldman Sachs2,08%8,00 USD
Die Tabelle zeigt den höchsten Dividenden für eine einzelne Aktie im Jahr 2022 weltweit.

Mit einer Ausschüttung von insgesamt 19,52 USD zahlte 2022 das US Unternehmen BlackRock die höchste Dividende für eine einzelne Aktie. Mit etwas größerem Abstand folgt auf Platz 2 Broadcom, die 2022 eine Dividende von 16,40 USD pro Aktie ausgeschüttet haben.

Leider ist es schwierig für alle Aktien dieser Welt historische Daten zu bekommen über alle Dividenden, die sie jemals ausgeschüttet haben. Deswegen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Dividende je Aktie von BlackRock nicht die höchste Dividende aller Zeiten ist, sondern nur die höchste im Jahr 2022.

Wie ihr sehen könnt, ist die Dividendenrendite aller Aktien in dieser Liste relativ durchschnittlich, sodass die Dividende pro Aktie nur deswegen so hoch ist, weil der Wert jeder einzelnen Aktie so hoch ist. Im Falle von BlackRock liegt der aktuelle Aktienkurs bei über 700 USD und die Aktie von Broadcom ist nur für über 500 USD zu haben.

Um also wirklich einen fairen Vergleich zwischen „günstigen“ und „teuren“ Aktien zu schaffen, müssen wir uns zuletzt auch noch die höchste Dividende einer Aktie in Abhängigkeit von ihrem Aktienkurs anschauen.

Nach Dividendenrendite

Das Verhältnis zwischen ausgezahlter Dividende und Aktienkurs ist die Dividendenrendite und ich habe sie euch in den oberen Tabellen schon immer mit als Vergleichswert angegeben. Wenn es aber nur um die aktuell höchste Dividendenrendite gehen soll, dann könnt ihr die höchsten Dividenden in der folgenden Tabelle sehen.

NameDividendenrendite
Altria Group7,65%
Olvi7,37%
Telephone and Data System6,93%
Main Street Capital Corporation6,73%
Verizon6,71%
Enbridge6,45%
Petmed Express6,18%
Healthcare Service Group6,15%
Kennedy-Wilson-Holdings5,67%
LyondellBasell Industries5,63%
Die Tabelle zeigt die aktuell höchsten Dividendenrenditen weltweit.

Spitzenreiter ist in diesem Fall das Tabakunternehmen Altria mit einer Dividendenrendite von 7,65%. Auf Platz 2 folgt das finnische Brauereiunternehmen Olvi mit einer Dividendenrendite von 7,37%.

Olvi ist dabei allerdings das einzige nicht US Unternehmen. Alle anderen Aktien in der Tabelle haben wieder ihren Sitz in den USA.

Vielleicht wundert ihr euch, warum ich keine exotischen Aktien in dieser Tabelle haben mit Dividendenrenditen größer 20%, die durchaus manchmal vorkommen. Das liegt einfach an der Art und Weise wie ich nach den Aktien gesucht habe.

Um mögliche Ausreißer zu vermeiden, habe ich nämlich nur Aktien genommen, die spezielle Kriterien erfüllen. Dazu zählte:

  • Nur Aktien, die schon mindesten 10 Jahre in Folge eine Dividende ausgeschüttet haben
  • Nur Aktien, deren Kurs mindestens 10 USD bzw. EUR beträgt
  • Nur Aktien, die eine Ausschüttungsquote zwischen 0% und 80% haben

Nur mit diesen Kriterien konnte ich garantieren, dass die entsprechenden Aktien keine Eintagsfliegen sind, die nur eine hohe Dividendenrendite haben, weil ihr Kurs nach der letzten Dividendenzahlung stark eingebrochen ist und sie sich womöglich eine neue Dividende gar nicht mehr leisten können.