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Kann man Optionsscheine selbst verkaufen bzw. schreiben?


Optionen sind ein unglaubliches Werkzeug, um seine Portfolioperformance aufzubessern aber die wenigsten handeln wirklich mit Optionen, sondern stattdessen mit Optionsscheinen. Was aber, wenn man Optionsscheine selbst verkaufen bzw. selbst schreiben möchte? Kann man das überhaupt und was ist dafür notwendig?

Das Schreiben bzw. Verkaufen von Optionsscheinen ist für Privatinvestoren nicht möglich. Man kann nur bereits gekaufte Optionsscheine wieder an seinen Emittenten zurückverkaufen. Wer jedoch selbst Stillhalter bei einem Optionsgeschäft sein möchte, der muss Optionen handeln und nicht Optionsscheine.

Optionsscheine kann man als Privatperson somit nicht selbst schreiben bzw. verkaufen, da die Stillhalterposition immer vom Emittenten, also in den meisten Fällen eine Bank, eingenommen wird.

Man kann allerdings Optionsscheine jederzeit beim Emittenten wieder verkaufen, aber dann ist man kein Stillhalter, sondern man verkauft nur seine bereits gekaufte Position. Wer also selbst Optionen verkaufen bzw. schreiben möchte, der muss mit Optionen handeln.

Optionen vs. Optionsscheine

Für viele sind die beiden Begriffe Synonyme, aber dabei könnten Optionen und Optionsscheine nicht unterschiedlicher sein. 

Eine Option ist ein Terminkontrakt, dass frei am Markt gehandelt wird, während ein Optionsschein lediglich ein Wertpapier ist, dass von einem Emittenten herausgegeben wurde.

Zwar ist die Funktionsweise beider Instrumente grundsätzlich die gleiche aber der gerade eben genannte kleine aber feine Unterschied zwischen den beiden Instrumenten hat einen sehr großen Einfluss auf das, was man mit Optionen und Optionsscheinen machen kann.

Optionsscheine kann man selbst nur initial kaufen und wenn man sie nicht mehr haben möchte, kann man sie wieder an den Emittenten zurückkaufen.

Dasselbe ist auch mit Optionen möglich allerdings kann man Optionen auch initial verkaufen bzw. schreiben, wie es auch genannt werden.

Schauen wir uns das Ganze aber an einem Beispiel an. Nehmen wir eine Call-Option und einen Call-Optionsschein auf Apple mit Strike 180 USD. Beide Instrumente kosten mich in diesem Beispiel 5 EUR und wenn der Kurs von Apple am Ende der Laufzeit über 180 USD liegt, mache ich einen Gewinn. Liegt der Kurs unter 180 USD, verliere ich die 5€ eingesetztes Kapital.

Das Auszahlungsprofil einer Long (Kauf) Call Option und einer Short (Verkauf) Call Option.

Soweit kein großer Unterschied zwischen den beiden Instrumenten solange ich Käufer der Option bzw. des Optionsscheins bin. Wenn ich aber Stillhalter des Geschäfts sein möchte, also der Verkäufer, der die 5€ zu Beginn erhält und diese auch behalten darf wenn der Kurs unter 180 USD bleibt, dann kann ich das nur mit Optionen machen.

Wenn ihr gern noch mehr über die Unterschiede von Optionen und Optionsscheinen erfahren möchtet, dann solltet ihr euch unbedingt meinen Artikel hier durchlesen, indem ich das Thema genau analysiere. Für den Moment reicht es aber auch nur aus, dass ihr wisst, dass man Optionsscheine nicht selbst verkaufen kann und das dies nur mithilfe von Optionen möglich ist.

Warum sollte man Optionen verkaufen?

Ich werde häufig gefragt warum man eigentlich Optionen verkaufen bzw. schreiben sollte. Man hätte doch dann schließlich ein unbegrenztes Verlustrisiko und nur ein begrenztes Gewinnrisiko. Ein Kauf von Optionen erscheint da doch direkt attraktiver, weil das Verlustrisiko dann begrenzt ist und der Gewinn potenziell unendlich.

Stimmt das? Ist der Verkauf von Optionen wirklich so unattraktiv? Ganz im Gegenteil. Ja, Optionen haben nur einen begrenzten Gewinn aber die Wahrscheinlichkeit diesen zu behalten ist viel höher als durch den Kauf von Optionen einen Gewinn zu machen.

Das weiß ich, weil ich über 500.000 Optionen analysiert habe, um herauszufinden, wie viele davon wirklich bei Laufzeitende im Geld gelandet sind bzw. ausgeübt wurden. Wer all meine Ergebnisse dazu nachlesen möchte, kann sich gern meinen Artikel hier dazu durchlesen.

Die Ergebnisse waren aber eindeutig. 62% aller Optionen verfallen wertlos. D.h. 62% aller Optionen, die verkauft wurden, landen niemals im Geld und der Verkäufer der Option kann seine erhaltene Optionsprämie einfach behalten. Das ist ein großer statistischer Vorteil, der sich auch noch verbessern lässt, wie ich in meiner Analyse herausgefunden habe.

OptionstypMenge der nicht
ausgeübten Optionen
Call51%
Put85%
Gesamt62%
Die Tabelle zeigt wie viele Optionen insgesamt nicht ausgeübt werden aufgeteilt nach Calloptionen und Putoptionen.

Hinzukommt, dass die durchschnittliche Rendite beim Verkauf von Optionen auch viel höher ist als beim Kauf von Optionen. Auch hierfür habe ich fast 10.000 Optionen analysiert, um zu schauen wie viel Geld man damit verdient hätte, wenn man die Optionen bis Laufzeitende gehalten hätte. Alle Ergebnisse könnt ihr dazu hier durchlesen.

Es hat sich aber gezeigt, dass die durchschnittliche Rendite pro Jahr beim Verkauf von Optionen bei 23,74% liegt und beim Kauf lediglich bei 2,73%. 

Zwar kann man durch den Kauf von Optionen sehr schnell sehr viel Geld verdienen aber das passiert halt so selten, dass die durchschnittliche Rendite so gering ist.

Anders ist es beim Verkauf von Optionen. Hier verdient man sehr häufig sehr wenig Rendite, weswegen die durchschnittliche Rendite so hoch ist pro Jahr.

Wie verkauft man eine Option?

Solltet ihr nun Interesse daran haben, selbst einmal Optionen zu verkaufen, dann könnt ihr das ganz einfach mit dem richtigen Broker machen.

Folgende Broker ermöglichen in Deutschland den Handel mit Optionen:

Ich selbst nutze Banx Broker, die wiederum Interactive Broker im Hintergrund nutzen, aber genauso läuft es auch bei Cap Trader und Lynx Broker ab. Die Funktionalität unterscheidet sich also nur gering zwischen den Brokern, weswegen es keinen großen Unterschied in meinen Augen macht, welchen ihr benutzt.

Bevor ihr aber in den Optionshandel einsteigt, solltet ihr aber unbedingt ein solides Grundwissen über diese Assetklasse haben. Die Preisbildung von Optionen ist komplizierter als die von Aktien weswegen ihr vor eurem Start im Optionshandel unbedingt erst noch mehr über die Grundlagen von Optionen und über die Optionsgriechen lernen solltet. 

Für beides habe ich sehr ausführliche Artikel geschrieben, die ich euch verlinkt habe, aber natürlich könnt ihr euch auch mit anderen Artikeln oder Büchern zu dem Thema weiterbilden.

Ab wie viel Geld sollte man in ETFs investieren?


Exchange Traded Funds bzw. ETFs sind eine großartige Methode, um langfristig Vermögen aufzubauen bei gleichzeitig absolut geringem Aufwand. Mit ETFs habt ihr die Möglichkeit an der breiten Marktentwicklung teilzuhaben, ohne selbst jemals eine einzelne Aktie auswählen zu müssen. Aber die meisten noch unentschlossenen Investoren sind bei dem Thema ein wenig abgeschreckt, weil sich immer noch der Aberglaube hält, dass man schon viel Geld haben muss, um am Aktienmarkt mitmischen zu können. Dass das aber absolut falsch ist, zeige ich euch jetzt.

Ein Investment in ETFs lohnt sich bereits ab 25€, wenn ein ETF bei deinem Broker zu Null Euro Ordergebühren angeboten wird. Sollte der Kauf des ETFs nur als Direktinvestment mit Ordergebühren möglich sein, sollte man erst ab 500€ in ETFs investieren, um nicht zu viel für die Ordergebühren ausgeben zu müssen.

Wie ihr seht, benötigt man nicht viel Geld, um mit dem Investieren mithilfe von ETFs beginnen zu können. Bereits 25€ pro Monat reichen aus, um sich durch regelmäßiges Sparen ein kleines Vermögen aufzubauen. Die meisten Banken bzw. Broker bieten solche Sparpläne zum Nulltarif an und selbst wenn euch der Kauf des ETFs 1,5% Kaufgebühren kosten sollte, ist ein monatlicher ETF Sparplan immer noch besser als gar nichts zu unternehmen.

Wenn ihr Probleme damit haben solltet 25 € im Monat beiseite zu legen, dann empfehle ich euch diesen Artikel von mir, in dem ich euch zahlreiche Tipps gebe, wo ihr ganz einfach Geld einsparen könnt.

Solltet ihr allerdings über einen größeren Betrag an Bargeld verfügen, dass ihr gern mit einmal anlegen möchtet, empfehle ich immer das erst ab 500€ zu machen. 

Der Grund ist einfach der, dass bei den meisten Brokern die Ordergebühren bei 15€ bis 25€ liegen und diese einfach viel zu hoch sind für Investitionsbeträge kleiner als 500€.

Stellt euch einfach vor ihr möchtet 250€ einmalig anlegen und müsst dafür 25€ Ordergebühren bezahlen. Das wären 10% eures Investitionsbetrags und absolut nicht gerechtfertigt. Spart in solchen Fällen lieber einen etwas größeren Betrag an oder wechselt zu einem Broker mit geringeren Gebühren.

Wenn ihr noch Anfänger seid und unsicher seid, mit wie viel Geld ihr im Aktienhandel beginnen solltet, dann solltet ihr euch diesen Artikel von mir durchlesen, in dem ich die Frage genau analysiere.

Der richtige monatliche Sparbetrag

Den meisten Menschen geht es beim Investieren darum mehr aus ihrem Geld zu machen und logischerweise wäre dann auch das korrekte Verhalten, dass man so viel spart wie möglich allerdings bin ich der Meinung, dass man auch auf nichts verzichten sollte. Ihr solltet deshalb immer nur so viel sparen, wie ihr könnt und auch wollt.

Ein Sparbetrag in Höhe von 10 bis 20% des Nettoeinkommens sind ideal für einen monatlichen ETF Sparplan. Bei einem Nettoeinkommen von 2.000€ sollte man also zwischen 200€ bis 400€ monatlich in ETFs investieren.

Deutschlandweit beträgt die Sparquote im Durchschnitt circa 10% des monatlichen Nettoeinkommens (Quelle: Bundesbank), sodass ihr mit einer Sparquote von 20% bereits absolut überdurchschnittlich seid.

Junge Menschen sparen übrigens durchschnittlich weniger als ältere Menschen. Wenn ihr gern wissen wollt, wie eure Sparquote im Vergleich zu anderen Menschen eurer Altersgruppe ist, hier die Sparquote der Deutschen nach Altersgruppe bzw. könnt ihr noch mehr Details dazu in meinem Artikel „Wieviel sollte man eigentlich sparen?“ durchlesen.

AltersgruppeDurchschnittliche SparquoteDurchschnittlicher Sparbetrag
Bis 24 Jahre9,1%154€
25 bis 34 Jahre19,9%552€
35 bis 44 Jahre21,7%762€
45 bis 54 Jahre21,2%743€
55 bis 64 Jahre18,9%582€
65 bis 74 Jahre8,1%197€
75 Jahre und älter9,1%209€
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Sparquote und den durchschnittlichen Sparbetrag deutscher Haushalte nach Altersgruppe.

Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen bei eurem monatlichen Sparbetrag oder bei einem Einmalinvestment gesetzt. Wenn ihr mehr Geld zur Verfügung habt und es auch langfristig entbehren könnt, solltet ihr es investieren, um es für euch arbeiten zu lassen.

Wichtig ist nur, dass man etwas macht und man das Sparen nicht jahrelang vor sich hinschiebt, da der Zinseszins einen immer größeren Einfluss auf euer Geld hat, je länger die Zeitperiode ist.

Allerdings möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass es durchaus auch Situationen gibt in denen es Sinn macht kein Geld zu sparen und zu investieren. Wann das der Fall ist, habe ich euch in diesem Artikel zusammengefasst.

Warum überhaupt in ETFs investieren?

Ich habe bisher nur darüber gesprochen, dass ihr euer Geld in ETFs anlegen solltet aber das müsst ihr natürlich nicht machen. Wichtig ist, dass man überhaupt etwas macht und ETFs sind für die meisten Investoren deshalb die einfachste Methode, um ihr Geld zu investieren.

ETFs bieten gerade unerfahrenen Privatinvestoren viele Vorteile. Dazu zählt:

  • Stressfreies investieren, ohne die Notwendigkeit regelmäßig sein Depot prüfen zu müssen
  • Selbst mit kleinen Beträgen ist man direkt an hunderten Unternehmen beteiligt, was das Risiko einer falschen Aktienauswahl gegenüber dem Direktkauf einzelner Aktien reduziert
  • Extrem geringe Kaufkosten und laufende Kosten

Allerdings haben ETFs auch einen kleinen Nachteil, der für die meisten Privatinvestoren jedoch absolut nicht relevant ist und das ist die zu erwartende Rendite. Wer in ETFs investiert, sollte sich darüber klar sein, dass seine durchschnittliche Rendite der allgemeinen Marktrendite entspricht. 

Historisch betrachtet machen ETFs bzw. die Indizes, die ETFs zugrunde liegen, circa 7% bis 8% im Jahr, wenn man langfristig investiert bleibt. Das ist für die meisten Privatinvestoren absolut ausreichend. Wer allerdings mehr Rendite möchte (und damit auch mehr Risiko) für den sind ETFs nicht sehr gut geeignet.

Solltet ihr dazu gehören, müsstet ihr stattdessen zu anderen Strategien greifen. Ein paar davon habe ich in meiner Rubrik zum Handel mit Optionen aufgeführt.

Ich möchte an dieser Stelle aber auch darauf hinweisen, dass neben ETFs auch Investitionen in aktiv gemanagte Fonds möglich sind. Diese haben auch ihre Vor- und Nachteile allerdings sehen die meisten Privatinvestoren häufig nur die Nachteile, weswegen sie immer zu ETFs greifen. 

Das heißt aber nicht, dass aktiv gemanagte Fonds schlecht sind, ganz im Gegenteil, sie haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, wie ich euch in diesem Artikel erkläre. Für die meisten privaten Investoren sind ETFs aber meiner Meinung nach die bessere Alternative, weswegen ich sie hier empfehle.

Übrigens bieten Aktieninvestments mithilfe von ETFs auch einen hervorragenden Schutz vor Inflation, da die Aktienpreise sich langfristig mit der Inflation mitentwickeln. Wenn ihr gern mehr darüber erfahren wollt, könnt ihr gern meinen Artikel hier zum Thema Inflationsschutz von Aktien durchlesen.

Die durchschnittliche Rendite von ETF Investments

Meine Empfehlung für das passive investieren mithilfe von ETFs ist immer der Kauf breit gestreuter ETFs, die große Indizes wie den MSCI World, den NASDAQ Composite oder den DAX abbilden.

Mit derartigen ETFs ist man immer in viele Unternehmen gleichzeitig investiert, die häufig auch international aufgestellt sind, sodass man auch nicht zu viel vom Risiko einzelner Branchen oder Länder abhängig ist.

In meinem Artikel, wie lange man ETFs halten sollte, um langfristig Gewinn zu machen, habe ich genau ermittelt, wie hoch die durchschnittliche Rendite verschiedener Indizes ist und wie lang ihr mindestens investiert sein solltet, um keinen Verlust zu machen. Lest euch den Artikel doch gern einmal durch, wenn ihr mehr dazu wissen wollt.

Für alle anderen hier die Kurzfassung.

Alle großen Indizes bzw. auch deren ETFs liefern langfristig eine ähnliche Rendite. In den letzten 50 Jahren war die durchschnittliche Rendite des MSCI Worlds 7,01% pro Jahr, des NASDAQ Composite 6,92% pro Jahr und des DAX 7,28% pro Jahr.

IndexDurchschnittliche Jahresrendite
DAX7,28%
MSCI World7,01%
NASDAQ Composite6,92%
Dow Jones Industrial Average7,70%
Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Jahresrendite verschiedener Indizes in den letzten 50 Jahren an.

Wenn ihr also in ETFs investiert, die einen großen Marktindex abbilden, ist eine langfristige Rendite von 7% pro Jahr deswegen eine gute Annahme. Allerdings der Hinweis, dass es sich lediglich um historische Zahlen handelt. Das bedeutet nicht, dass man auch in Zukunft mit dieser Rendite zwingend rechnen kann allerdings ist die Wahrscheinlichkeit dafür doch recht hoch.

Zwar gab es immer wieder Jahre, in denen die verschiedenen Indizes starken Preiseinbrüchen unterlagen aber diese werden langfristig durch besser laufende Jahre wieder ausgeglichen. 

Historisch betrachtet kann man sogar sagen, dass ganz egal wann ihr in den letzten 50 Jahren Geld in einen breit gestreuten ETF investiert hättet, ihr niemals einen Verlust gemacht hättet, wenn ihr mindestens 15 Jahre investiert geblieben wärt.

Ziemlich cool, oder? Wie gesagt, wenn ihr gern mehr über das Thema erfahren wollt, lest euch unbedingt meinen Artikel hier durch.

Einmalanlage vs. Sparplan

Die vielleicht häufigste Frage, die ich gestellt bekomme, ist immer wieder: Wenn ich einen höheren Betrag an Geld angespart habe, sollte ich diesen dann mit einmal investieren oder stattdessen jeden Monat einen gewissen Teil davon? Die Antwort darauf ist ganz simpel.

Langfristig orientierte Investoren mit dem Ziel der Renditemaximierung sollten größere Geldbeträge immer direkt mit einmal investieren anstatt gestreckt über mehrere Monate oder Jahre. Somit kann das eigene Geld am längsten im Markt investiert sein und Rendite erwirtschaften.

Die häufigste Gegenfrage dazu ist dann immer: Was aber, wenn ich den Betrag anlege und der Markt kurz danach einbricht. Die Antwort darauf ist auch immer dieselbe. Was ist, wenn das nicht passiert? Statistisch betrachtet ist es nämlich ziemlich unwahrscheinlich, dass es größere Markteinbrüche wie zum Beispiel während der Finanzkrise 2008/2009 gibt. 

Was stattdessen viel häufiger vorkommt, sind kleiner Korrekturen von vielleicht 10% bis 20%. Hierzu muss man aber sagen, dass es langfristig viel weniger eine Rolle spielt, ob man bei einem größeren Investitionsbetrag den richtigen Zeitpunkt getroffen hat sondern viel mehr wie lang das Geld investiert war.

Ihr solltet euer Geld deswegen immer so lang wie möglich für euch arbeiten lassen und nicht Monate oder Jahre warten, um auf einen großen Kurseinbruch zu warten. Das ist übrigens nicht nur meine Meinung, sondern konnte auch in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt werden.

Wem das Thema von euch interessiert, der sollte unbedingt meinen Artikel über Buy-The-Dip durchlesen, in dem ich viel genauer auf diese Thematik eingehe.

Wie viele Aktien gibt es weltweit?


Der MSCI World Index beinhaltet circa 1.600 Unternehmen und deckt damit circa 85% der Marktkapitalisierung der im Index enthaltenen Länder ab aber heißt das im Umkehrschluss, dass es nur etwas mehr als 1.600 gelistete Unternehmen in der Welt gibt? Ich habe mir einmal genau angeschaut wie viele Aktienunternehmen es weltweit überhaupt gibt und vor allem viele Aktien diese ausgegeben haben.

Im Jahr 2021 gab es weltweit circa 41.000 an Börsen gelistete Unternehmen die zusammen circa 40 Billionen Aktien ausgegeben haben. Die größten 10.000 Aktienunternehmen machten dabei 90% der globalen Marktkapitalisierung aus.

Asien dominiert weltweit mit der Anzahl an börsengelisteten Unternehmen. Insgesamt 57% aller Aktienunternehmen der Welt haben ihren Sitz in einem asiatischen Land allerdings macht Asian nur 37% der weltweiten Marktkapitalisierung aus.

Die USA sind gemessen an der Marktkapitalisierung das größte Land der Welt und tragen allein 36% zur globalen Marktkapitalisierung bei, allerdings befinden sich lediglich 10% aller weltweiten Aktienunternehmen in den USA. Diese haben circa vier Billionen Aktien zusammen ausgegeben.

Vielleicht interessiert Dich ja auch dieser Artikel: Warum werden Aktien an verschiedenen Börsen gehandelt?

Im Durchschnitt ist die Marktkapitalisierung amerikanischer Unternehmen viermal höher als die von europäischen Unternehmen und dreimal höher als die von chinesischen Unternehmen. 

46 der 100 größten Aktienunternehmen der Welt haben ihren Sitz in den USA und diese haben insgesamt circa 44 Milliarden Aktien ausgegeben

Aber schauen wir uns die Zahlen doch einmal im Detail hat. Übrigens rede ich in diesem Artikel sehr viel über die Marktkapitalisierung. Wenn ihr mit dem Begriff nichts anfangen könnt, dann schaut euch doch einmal diesen tollen Artikel von enqome an, indem der Begriff fantastisch erklärt wird.

Wo gibt es die meisten Aktien und gelisteten Unternehmen auf der Welt?

Wie schon in der Einleitung erwähnt, befinden sich lediglich 10% aller an Börsen gelisteten Unternehmen in den USA allerdings machen diese 36% der gesamten weltweiten Marktkapitalisierung aus. 

Aber wie sieht es mit anderen Ländern und Regionen dieser Welt aus und wie viele Aktien haben die Unternehmen in diesen Ländern ausgegeben? Ich habe dafür die Daten aus verschiedenen Datenbanken zusammengesammelt und in folgender Tabelle für euch aufbereitet.

Land/ RegionAnzahl börsengelisteter UnternehmenGesamte Marktkapitalisierung in USDAnzahl an ausgegebenen Aktien
USA4.10030.060.000.000.0003.895.353.773.225
Asien (ohne China)8.20020.875.000.000.0007.790.707.546.449
Europa8.61016.700.000.000.0008.180.242.923.772
China3.69010.020.000.000.0003.505.818.395.902
Lateinamerika8201.670.000.000.000779.070.754.645
Deutschland4382.200.000.000.000389.535.377.322
Die Tabelle gibt an wie viel aller börsengelisteten Unternehmen auf der Welt in der jeweiligen Region ansässig sind, wie viel der weltweiten Marktkapitalisierung diese Unternehmen ausmachen und wie viele Aktien die Unternehmen in dieser Region ausgegeben haben.

Man erkennt dabei deutlich die Dominanz der USA aber auch wie wichtig China und Europa als Wirtschaftsverbund sind. Deutschland macht mit 1% aller börsengelisteten Unternehmen aber nur einen sehr kleinen Anteil aus aber hat dafür mit 2,6% einen verhältnismäßig hohen Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung. 

Wem gehören diese Unternehmen?

Für mich war aber nicht nur interessant wo es die meisten Aktien und Aktienunternehmen gibt, sondern auch wem diese Unternehmen eigentlich gehören. Ich habe deshalb auch die folgende Tabelle für euch erstellt.

Land / RegionPrivate UnternehmenÖffentlicher SektorInstitutionelle InvestorenSonstige
USA2%3%72%23%
Asien (ohne China)17%23%23%37%
Europa13%9%38%40%
China11%38%9%41%
Lateinamerika34%7%20%38%
Die Tabelle zeigt an, wem die Aktien in der jeweiligen Region bzw. dem jeweiligen Land gehören.

Ich habe die Eigentümer der Aktien in vier Kategorien unterteilt. Private Unternehmen beinhaltet dabei Unternehmen, die Aktien an anderen Unternehmen halten. Der öffentliche Sektor beinhaltet Beteiligungen von Staaten oder Kommunen aber auch die Investments von staatlichen Pensionsfonds. 

Institutionelle Investoren sind Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen, Investmentfonds oder Hedgefonds und als „Sonstige“ werden alle Investoren bezeichnet, die nicht in die anderen Kategorien passen. Das können also Privatinvestoren sein aber auch institutionelle Investoren, die so geringe Anteile an einem Unternehmen halten, dass sie die Daten nicht veröffentlichen müssen.

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Aus der Tabelle kann man dabei sehr gut erkennen, dass institutionelle Investoren nirgendwo so viel Anteile an den börsengelisteten Unternehmen des Landes besitzen wie in den USA. Der öffentliche Sektor macht in den USA allerdings mit nur 3% einen absolut vernachlässigbaren Anteil aus.

Anders sieht es in China aus, wo der Staat zu circa 38% an allen Aktienunternehmen des Landes beteiligt ist und institutionelle Investoren nur 9% der Gesamtinvestoren ausmachen.

Weltweit sind institutionelle Investoren die größte Gruppe an Investoren. Insgesamt halten sie 41% aller Aktien der Welt. Allein institutionelle Investoren aus den USA machen aber 65% aller institutionellen Investoren aus, sodass man sehr gut erkennt, wie dominant amerikanische Investoren im weltweiten Aktienhandel sind.

Wie lange sollte man ETFs halten, um Gewinne zu erzielen?


Für viele Privatinvestoren ist die häufigste Anlagestrategie der Kauf von ETFs, um diese dann bis zur Rente zu halten. Dieser Buy-and-Hold Ansatz ist für die meisten sicherlich der beste Weg, aber manchmal will man vielleicht schon eher an sein Geld heran. Wie viele Jahre sollte man aber bei ETFs einplanen, um diese zu halten, ohne einen Verlust zu machen? Ich habe es für euch ausgerechnet und die Renditen verschiedener Indizes in den letzten 50 Jahren analysiert.

Man sollte ETFs mindestens 15 Jahre lang halten, um aufgrund kurzfristiger Schwankungen keinen Verlust mit seinem Investment zu machen. Bei einer Haltedauer von 10 Jahren besteht allerdings schon eine 95% Wahrscheinlichkeit eine positive Rendite zu erzielen.

Wie ihr seht, sind ETFs etwas für den langfristigen Vermögensaufbau. Zwar macht der breite Markt im Durchschnitt eine Rendite von circa 8% pro Jahr, allerdings kann es auch einmal Jahre geben, in denen es zu Verlusten kommt.

Um diese Verlustjahre auszugleichen, müsst ihr eure ETFs länger halten, um im Durchschnitt eine positive Rendite pro Jahr zu erzielen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ihr für einen bestimmten Zeitraum eine positive Rendite erzielt, habe ich euch in folgender Tabelle zusammengefasst.

Anzahl der Jahre in denen ihr in einen ETF investiert seidWahrscheinlichkeit für eine positive Rendite
278%
582%
793%
1095%
15100%
20100%
25100%
30100%
40100%
50100%
Die Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der eine positive Durchschnittsrendite bei einem ETF-Investment über verschiedene Zeithorizonte erzielt werden kann.

Wie ihr seht, besteht bereits bei einer Haltedauer von zwei Jahren eine Wahrscheinlichkeit von 78%, dass ihr mit eurem ETF eine positive Rendite erzielt. Wenn ihr eure ETFs mindestens 10 Jahre lang haltet, beträgt die Wahrscheinlichkeit einer positiven Durchschnittsrendite bereits 95% und ab einer Haltedauer von 15 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer positiven Rendite bei 100%.

Wenn ihr noch Anfänger seid und unsicher seid, mit wie viel Geld ihr im Aktienhandel beginnen solltet, dann solltet ihr euch diesen Artikel von mir durchlesen, in dem ich die Frage genau analysiere.

Die durchschnittlichen Jahresrenditen für verschiedene Indizes

Ich habe mir die Zahlen in der Tabelle natürlich nicht selbst ausgedacht, sondern genau anhand der historischen Renditen vier verschiedener Indizes ermittelt.

Ich habe dafür ermittelt, wie hoch die durchschnittliche Jahresrendite für jede mögliche Zeitperiode in den letzten 50 Jahren für verschiedene Indizes war. Das waren insgesamt 1.276 Datensätze pro Index.

Ich habe diese Berechnung für den DAX, MSCI World, NASDAQ Composite und den Dow Jones Industrial Average gemacht wobei sich die Ergebnisse zwischen den verschiedenen Indizes nur geringfügig unterscheiden. 

Nichtsdestotrotz möchte ich euch gern zeigen mit welchen Renditen ihr für die verschiedenen Indizes bei verschiedenen Anlagehorizonten rechnen könnt. Wenn ihr aber nicht nur wissen wollt, wie viel Rendite ihr mit dem jeweiligen Index bzw. ETF erzielt sondern auch wie hoch das Risiko je nach Laufzeit ist, dann könnt ihr euch diesen Artikel von mir durchlesen.

DAX

Umso länger ihr in den DAX investiert habt, desto besser sind eure Chancen auf eine positive Rendite. Langfristig hat der DAX in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 7,28% pro Jahr erzielt.

Ganz egal, wann ihr in den letzten 50 Jahren in investiert hättet. Bei einer Haltedauer von 20 Jahren, hättet ihr mindestens eine Rendite von 3,27% pro Jahr gemacht.

Anzahl der Jahre in denen ihr in einen DAX ETF investiert habtSchlechteste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenBeste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenDurchschnittliche Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 Jahren
2-32,95%37,31%8,32%
5-9,36%26,99%7,85%
7-1,06%23,98%7,82%
10-1,54%16,49%8,02%
152,31%15,31%8,11%
203,27%14,10%8,04%
255,83%12,08%8,51%
305,78%9,37%8,09%
406,51%9,08%7,98%
507,28%7,28%7,28%
Die Mindest-, maximal- und Durchschnittsrendite für den DAX über verschiedene Zeitperioden.

MSCI World

Umso länger ihr in den MSCI World investiert habt, desto besser sind eure Chancen auf eine positive Rendite. Langfristig hat der MSCI World in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 7,01% pro Jahr erzielt.

Ganz egal, wann ihr in den letzten 50 Jahren in investiert hättet. Bei einer Haltedauer von 20 Jahren, hättet ihr mindestens eine Rendite von 2,50% pro Jahr gemacht.

Anzahl der Jahre in denen ihr in einen MSCI World ETF investiert habtSchlechteste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenBeste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenDurchschnittliche Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 Jahren
2-22,64%38,06%7,50%
5-4,43%24,83%7,31%
7-1,23%20,35%7,25%
10-2,20%15,78%7,29%
151,24%14,47%7,35%
202,50%12,65%7,14%
254,51%12,30%7,32%
304,56%9,43%7,10%
405,99%8,04%7,20%
507,01%7,01%7,01%
Die Mindest-, maximal- und Durchschnittsrendite für den MSCI World über verschiedene Zeitperioden.

Der MSCI World ist übrigens nicht perfekt und hat auch seine Nachteile, wie ich in diesem Artikel erkläre aber ich halte den Index dennoch für die beste Wahl für die meisten Privatinvestoren, um langfristig sein Geld mithilfe von ETFs anzulegen.

NASDAQ Composite

Umso länger ihr in den NASDAQ Composite investiert habt, desto besser sind eure Chancen auf eine positive Rendite. Langfristig hat der NASDAQ Composite in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 6,92% pro Jahr erzielt.

Ganz egal, wann ihr in den letzten 50 Jahren in investiert hättet. Bei einer Haltedauer von 20 Jahren, hättet ihr mindestens eine Rendite von 0,43% pro Jahr gemacht.

Anzahl der Jahre in denen ihr in einen NASDAQ Composite ETF investiert habtSchlechteste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenBeste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenDurchschnittliche Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 Jahren
2-39,99%60,98%8,65%
5-11,77%40,17%9,64%
7-7,18%29,21%9,80%
10-5,67%24,50%9,80%
151,02%20,53%9,54%
200,43%17,90%9,71%
253,74%18,39%10,17%
305,85%12,73%9,71%
406,68%11,55%9,60%
506,92%6,92%6,92%
Die Mindest-, maximal- und Durchschnittsrendite für den NASDAQ Composite über verschiedene Zeitperioden.

Dow Jones Industrial Average

Umso länger ihr in den Dow Jones Industrial Average investiert habt, desto besser sind eure Chancen auf eine positive Rendite. Langfristig hat der Dow Jones Industrial Average in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 7,70% pro Jahr erzielt.

Ganz egal, wann ihr in den letzten 50 Jahren in investiert hättet. Bei einer Haltedauer von 20 Jahren, hättet ihr mindestens eine Rendite von 4,65% pro Jahr gemacht.

Anzahl der Jahre in denen ihr in einen DJIA ETF investiert habtSchlechteste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenBeste Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 JahrenDurchschnittliche Rendite in der Zeitperiode in den letzten 50 Jahren
2-22,27%29,68%8,10%
5-4,01%24,56%8,18%
7-2,76%19,51%8,12%
10-0,97%15,52%8,31%
152,97%16,18%8,47%
204,65%13,99%8,66%
257,16%12,42%9,02%
307,26%10,01%8,68%
406,59%9,76%8,28%
507,70%7,70%7,70%
Die Mindest-, maximal- und Durchschnittsrendite für den Dow Jones Industrial Average über verschiedene Zeitperioden.

Wie viele ETFs sollte man haben?

Ich habe euch oben vier Beispiel-Indizes bzw. ETFs und deren Renditen gezeigt, aber wie viel ETFs sollte man eigentlich wirklich haben?

Man benötigt in seinem Portfolio nicht mehr als 2 bis 3 breit gestreute ETFs. Sollte man in mehr fokussierte bzw. themenspezifischere ETFs investieren, sollte das Portfolio aus nicht mehr als 8 bis 10 ETFs bestehen.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum man nicht in zu viele ETFs investieren muss bzw. sollte.

Der erste Grund ist, dass insbesondere bei breit gestreuten ETFs wie auf den MSCI World oder S&P 500 eine hohe Korrelation zu den ETFs untereinander besteht. Wie ihr zum Beispiel in den obigen Tabellen sehen könnt, liefern alle vier Indizes langfristig eine sehr ähnliche Rendite, weil sie sich aufgrund ihrer breiten Streuung sehr ähnlich wie der Gesamtmarkt bewegen.

Ihr müsst also nicht 10 ETFs auf ähnliche Indizes halten, da diese sich alle mehr oder wenig gleich entwickeln. Haltet stattdessen euer Portfolio so klein wie möglich, um nicht die Übersicht zu verlieren.

Der zweite Grund bezieht sich auf themenspezifischere bzw. mehr fokussierte ETFs. Solltet ihr in derartige Indizes bzw. ETFs investieren wollen, ergibt sich mit größer werdender Anzahl der ETFs ein Effekt, der bewirkt, dass sich euer Depot immer mehr so entwickelt als hättet ihr einen breit gestreuten ETF in eurem Portfolio.

Das macht auch Sinn. Bei einem ETF, der sich nur auf ein ganz bestimmtes Thema fokussiert, habt ihr nur das Risiko bzw. die Rendite für dieses spezielle Thema. Sobald ihr aber mehr als 5 ETFs dieser Art im Portfolio habt, deckt euer Depot so viele unterschiedliche Themen ab, dass sich euer Risiko bzw. die Rendite ähnlich wie der Gesamtmarkt verhält.

Jeder zusätzliche ETF würde an euer Durchschnittsrendite nicht viel ändern also gibt es auch keinen Grund noch einen weiteren ETF hinzuzufügen. Denkt immer daran, dass ein Portfolio bestehend aus wenigen Titeln leichter zu managen ist als eins mit vielen unterschiedlichen Positionen.

Warum ihr in ETFs investieren solltet

Es ist absolut sinnvoll in ETFs zu investieren und für viele Investoren ist es ein hervorragendes Investment, um langfristig Vermögen aufzubauen. Mit einer langfristig durchschnittlichen Jahresrendite von circa 7 bis 8% ermöglichen ETFs günstig und mit wenig Aufwand Vermögen aufzubauen.

Es ist verhältnismäßig leicht, um mit ETFs reich zu werden. Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8% würde ein einmaliges Investment von 50.000 EUR nach bereits 39 Jahren zu einem Vermögen von einer Million Euro anwachsen.

Ebenso würde das Portfolio bei selber Rendite auf eine Million Euro anwachsen, wenn man für 43 Jahre monatlich einen Betrag von 250 EUR in einen breit gestreuten ETF investiert.

Wenn ihr gern wissen möchtet, wie ich diese Zahlen ermittelt habe, dann solltet ihr euch unbedingt diesen Artikel von mir durchlesen, in dem ich genau zeige, bei welchem Startbetrag oder bei welcher monatlichen Sparrate ihr wie lange bis zur ersten Million benötigt.

ETFs sind also ein fantastisches Instrument, um langfristig Vermögen aufzubauen. 

Warum werden Aktien an verschiedenen Börsen gehandelt?


Vielleicht kennt ihr ja die Situation: Ihr möchtet eine Aktie kaufen und gebt die Order bei eurem Broker ein, doch bevor ihr auf Kaufen drücken könnt, müsst ihr noch eine Börse auswählen, über die ihr den Kauf tätigen wollt. Aber warum gibt es eigentlich mehrere Börsen, hat die Börsenauswahl einen Einfluss auf meine Aktien und welche Börse ist eigentlich die günstigste in Deutschland? Ich verrate es euch in diesem Artikel.

💡Das Wichtigste in Kürze

  • Unternehmen lassen ihre Aktien an verschiedenen Börsen handeln, um einen besseren Zugang zu weiteren Kapitalgebern zu erhalten und um die Liquidität ihrer Aktien zu erhöhen.
  • Das Listing der eigenen Aktien an unterschiedlichen Börsen ist für Unternehmen in der Regel mit höheren Kosten verbunden.

Unternehmen haben ab einer bestimmten Größe ein eindeutiges Interesse ihre Aktien an anderen, insbesondere ausländischen Börsen zu listen bzw. handeln zu lassen, um somit besseren Zugang zu mehr Kapitalgebern zu erhalten.

Mehr Kapitalgeber bedeuten in der Regel auch bessere Finanzierungsbedingungen, sodass Unternehmen durch das Listen ihrer Aktien an anderen Börsen ihre Finanzierungskosten drastisch reduzieren können.

Der Einfluss verschiedener Börsen auf Investoren

Wird eine Aktie an unterschiedlichen Börsen gehandelt, hat das aber auch Vorteile für Investoren. Der Wichtigste ist sicherlich die Konkurrenz der Betreiber, die dazu führt, dass Ordergebühren so niedrig wie möglich sind.

Stellt euch einfach vor es gäbe nur eine Börse weltweit und diese hätte auf den gesamten Börsenhandel ein Monopol. So eine Börse könnte problemlos jeden Preis pro Order durchsetzen, den sie möchte aber aufgrund der Vielzahl an anderen Börsen, ist so eine Situation zum Glück nicht möglich.

Ganz im Gegenteil. Die Konkurrenz belebt das Geschäft, sodass mehr Börsen bessere Orderbedingungen für Investoren bedeuten.

Vielleicht interessiert Dich ja auch dieser Artikel: Verdienen Unternehmen mit ihren eigenen Aktien Geld?

Hinzu kommt, dass aber auch der Kaufkurs der Aktie durch ein Listing an mehreren Börsen besser wird. Das liegt einfach daran, dass durch ein Listing an mehreren Börsen auch die Liquidität der Aktie verbessert wird (es werden einfach mehr Aktien am Tag gehandelt), was sich anhand geringerer Bid-Ask-Spannen, also niedrigere Kauf- und höhere Verkaufskurse, zeigt.

Für Privatinvestoren ist die Wahl der Börse zwar manchmal etwas nervig, aber schlussendlich hat es für uns nur Vorteile, dass eine Aktie an unterschiedlichen Börsen gehandelt wird.

Der Einfluss verschiedener Börsen auf die Unternehmen

Wie schon in der Einleitung erwähnt, ist der größte Vorteil eines Listings an mehreren Börsen für Unternehmen, dass sie Zugang zu mehr Kapitalgebern erhalten und somit auch günstigere Finanzierungsbedingungen.

Das erscheint für viele sicherlich nicht sofort nachvollziehbar, weil warum sollte es mehr Investoren für eine deutsche Aktiengesellschaft geben, nur weil ihre Aktien in den USA gehandelt werden?

Stellt euch hierfür aber einfach einen US-Pensionsfonds oder eine US-Lebensversicherungsgesellschaft vor. Solche institutionellen Investoren unterliegen häufig starken Beschränkungen und dürfen, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt in ausländische Wertpapiere investieren. 

Wird eine ausländische Aktie aber an einer heimischen Börse gehandelt, fällt diese Beschränkung weg, sodass durch den Handel der deutschen Aktie in den USA, plötzlich viel mehr US-Investoren die Aktie kaufen können.

Vorteile von Investoren

  • Mehr Liquidität / Bessere Kauf- und Verkaufskurse
  • Geringere Ordergebühren

Vorteile von Unternehmen

  • Günstigere Finanzierungsbedingungen
  • Breitere Investoren-Basis

Für Unternehmen hat es aber nicht nur Vorteile, wenn die eigenen Aktien an mehreren Börsen gehandelt werden.

In aller Regel haben unterschiedliche Börsen auch unterschiedliche Listing Anforderungen, die für jede Börse erfüllt werden müssen. Besonders, wenn ein Unternehmen seine Aktien zum Handel an einer ausländischen Börse listen möchte, ist in aller Regel die Anforderung, dass die heimischen Bilanzierungsvorschriften eingehalten werden.

Für deutsche Unternehmen, die ihre Aktien in den USA listen möchten, würde das also bedeuten, dass sie einen deutschen Jahresabschluss erstellen müssen und einen weiteren nach US-Standard. Das die Kosten für so eine doppelte Buchführung (Wortwitz beabsichtigt) höher sind, ist sicherlich jedem klar.

Um zu hohe Kosten zu umgehen, greifen Unternehmen deswegen häufig auf eine günstigere Alternative zurück und bieten ihre Aktien an ausländischen Börsen als sogenannte ADRs (American Depository Receipts) an. 

Ein ADR ist zwar keine Aktie aber sie verbrieft eine Aktie, sodass beide Instrumente sehr ähnlich sind. Wer mehr darüber wissen möchte, der kann gern meinen Artikel hier über ADRs durchlesen, indem ich alles über diese Instrumente sowie ihre Vor- und Nachteile, erkläre.

Übrigens können nicht alle Unternehmen an die Börse sondern nur dann, wenn sie verschiedene Mindestanforderungen erfüllen. Welche das sind, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Kann man Aktien an einer anderen Börse verkaufen als man sie gekauft hat?

Investoren können ihre Aktien an einer anderen Börse verkaufen als an der sie sie gekauft haben, solange die Börse an dasselbe Zentralverwahrsystem angebunden ist. An welchen Börsen das möglich ist, gibt der Broker beim Verkauf der Aktien an. 

Es würde jetzt sicherlich den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn ich erklären würde, was ein Zentralverwahrsystem ist aber stellt euch das ganze einfach wie eine große Lagerhalle vor, in der alle Aktien eines Unternehmens hinterlegt sind und zu jeder Aktie gibt es ein Register, das sagt, wer Inhaber dieser Aktie ist.

Vielleicht interessiert Dich auch das hier: 7 Gründe, warum Unternehmen ihre eigenen Aktien zurückkaufen

Solange verschiedene Börsen auf dasselbe Zentralverwahrsystem zugreifen, kann man also selbst entscheiden an welcher Börse man eine Aktie kaufen oder verkaufen möchte. So kann man zum Beispiel Aktien in Deutschland bei Tradegate oder der Börse Frankfurt kaufen und bei Xetra verkaufen.

Was allerdings häufig nicht funktioniert, ist, dass man eine deutsche Aktie bei Xetra kauft und an der NASDAQ in New York verkauft, da beide Börsen in der Regel ein unterschiedliches Zentralverwahrsystem nutzen.

Hinzu kommt, dass Aktien, die überhaupt nicht an einer bestimmten Börse notiert sind, dort auch nicht ge- oder verkauft werden können.

Was ist die kostengünstigste Börse in Deutschland?

Ihr fragt euch jetzt vielleicht an welcher Börse ihr nun handeln solltet, wenn der Börsenplatz eigentlich gar keinen Einfluss auf eure Aktien hat und natürlich solltet ihr immer dort handeln, wo euch der günstigste Preis angeboten wird. Um euch die Arbeit zu ersparen, habe ich euch deshalb herausgesucht wie hoch die Ordergebühren an den verschiedenen deutschen Börsen sind.

Mit durchschnittlichen Kosten von 23,58 EUR pro 5.000 EUR Order ist Xetra die günstigste Börse für Privatinvestoren in Deutschland. Das entspricht einer prozentualen Ordergebühren von circa 0,47 %.

Die Ergebnisse meiner gesamten Analyse könnt ihr hier sehen.

An sich kann man die Gebührenstruktur auf der Website der Börse oder bei seinem Broker einsehen, aber ich habe immer das Gefühl, dass das nicht ganz der Realität entspricht.

Ich habe deswegen für 10 verschiedene Aktien bei meinem Broker (hier Comdirect, da ich weiß, dass viele von euch diesen nutzen) eine Kauforder in Höhe von 5.000 EUR eingegeben und geschaut was hierbei für Kosten anfallen bei den verschiedenen Börsen. 

Die Gebühren sind also wirkliche real stattfindenden Gebühren und nicht nur irgendwelche Prozentsätze in einer Preistabelle. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass der Großteil der Gebühren nicht auf die Börsen zurückgehen, sondern zum Beispiel Transaktionssteuern oder Orderprovisionen des Brokers sind.

Weil mich als Investor aber nur der Gesamtpreis interessiert und nicht eine einzelne Gebühr von vielen, habe ich euch in der Tabelle nur den Gesamtpreis der Order aufgelistet.

Die Börse Stuttgart hat dabei mit einem durchschnittlichen Preis von 29,78 EUR am schlechtesten abgeschnitten allerdings muss man auch sagen, dass es an dieser Börse auch in den meisten Fällen das größte Volumen gibt.

Wählt eure Börse deswegen nicht einfach nur nach den Preisen aus, sondern ebenso nach den Kauf- und Verkaufspreisen der jeweiligen Aktie.

Kann man mit Aktien wirklich alles verlieren?


Für die meisten Menschen steht beim Thema Finanzen die Sicherheit des eigenen Geldes im Vordergrund und aus Angst, man könnte alles verlieren, bleiben viele lieber beim Sparbuch anstatt in rentablere Wertpapiere wie zum Beispiel Aktien zu investieren. Aber ist diese Angst eigentlich berechtigt? Kann man mit Aktien wirklich alles oder sogar noch mehr verlieren? Ich habe mir das Thema einmal genau angeschaut.

Der theoretisch maximale Verlust mit einer Aktie ist 100%, sodass man durch Aktieninvestments sein gesamtes eingesetztes Geld verlieren kann aber das ist in der Praxis eher unwahrscheinlich, da eine Aktie selbst im Insolvenzfall des zugrundeliegenden Unternehmens weiterhin in der Regel einen minimalen Restwert behält.

Es ist also mehr als unwahrscheinlich, dass man mit einer Aktie alles verliert, allerdings sollte man auch realistisch sein, dass es keinen Unterschied macht ob man 100% seines Geldes verliert oder 95% aufgrund eines geringen Restwerts. 

Zusätzliche Kosten und Einnahmen mit Aktien

Zum Verlust seines Aktieninvestments kommen allerdings noch eventuelle Order- oder Depotgebühren hinzu, die in den meisten Fällen jedoch zu vernachlässigen sind. Wenn man schließlich 10.000 EUR verloren hat, interessiert es niemanden, ob man eventuell noch 20 EUR Transaktionskosten hatte.

Viel mehr Einfluss auf den Gesamtverlust mit Aktien hat allerdings das Hebeln der eigenen Position. Sollten ihr zum Beispiel in eine Aktie 10.000 EUR investiert haben, von denen aber 5.000 EUR durch Kredit finanziert waren, würdet ihr im Insolvenzfall des Unternehmens der Aktie einen Gesamtverlust von 10.000 EUR haben, obwohl ihr selbst nur 5.000 EUR eigenes Kapital investiert habt.

Sollte man seine Aktieninvestments mit Krediten gehebelt haben, kann man mit Aktien mehr verlieren als man selbst eingesetzt hat und somit mit seinem Depot ins Minus geraten.

Allerdings sollte man dem Verlust des Aktienwertes auch eventuell eingetretene Auszahlungen entgegenstellen, was in aller Regel Dividenden, also Gewinnausschüttungen des Unternehmens, sind.

Der maximale Verlust, den man mit Aktien erzielen kann, ist somit das eingesetzte Kapital zzgl. Depot- und Transaktionsgebühren sowie möglicher Hebelkosten abzüglich der ausgezahlten Dividende.

Das die Dividende keine kleine Rolle in dieser Rechnung spielt, zeigt das Beispiel der Deutschen Telekom. Hättet ihr in Aktien des Unternehmens am absoluten Hochpunkt im März 2000 investiert, dann hättet ihr bis jetzt einen Kursverlust von circa 85% gemacht.

Der Monatschart der Deutschen Telekom. Investoren, die im März 2000 in die Aktie eingestiegen sind, haben bis jetzt einen Kursverlust von 85% gemacht. Erstellt mit TradingView.

Aus einem Investment pro Aktie in 2000 von circa 105 EUR wäre somit nur noch ein Restwert in 2022 von 15 EUR übriggeblieben. In derselben Zeit hat das Unternehmen aber auch eine Gesamtdividende von 12,19 EUR ausgezahlt, sodass euer Gesamtverlust lediglich 74% beträgt und nicht die oben genannten 85%.

Wie viele Aktienunternehmen gehen wirklich komplett pleite?

Jetzt wo wir wissen, dass ein Totalverlust oder sogar darüber hinaus mit Aktien möglich ist, ist die nächste entscheidende Frage, wie häufig es denn eigentlich passiert, dass ein Unternehmen bankrott geht und somit seinen gesamten Aktienkurs verliert.

Pro Jahr gehen circa 5% aller börsengelisteten Unternehmen in die Insolvenz aufgrund fehlender Zahlungsfähigkeit oder Überschuldung. Je größer die Marktkapitalisierung des Unternehmens jedoch ist, desto unwahrscheinlicher ist eine mögliche Insolvenz.

Die Daten beziehen sich dabei auf US-Unternehmen allerdings ist davon auszugehen, dass es sich in anderen entwickelten Ländern ähnlich verhält allerdings ist die Datenlage in diesen Ländern nicht so gut wie in den USA.

Momentan gibt es circa 4.300 börsengelistete Unternehmen in den USA von denen jedes Jahr circa 200 pleite gehen. Entsprechend liegt die Insolvenzrate von gelisteten Unternehmen bei circa 5%.

Das ein börsengelistetes Unternehmen bankrott geht, passiert also relativ selten allerdings dennoch häufiger als ich gedacht hätte.

Ihr solltet jetzt aber nicht den falschen Schluss daraus ziehen, dass es extrem selten ist, dass man einen Totalverlust mit Aktien erleiden kann, denn viel häufiger als eine Unternehmenspleite passiert es, dass der Kurs einer Aktie dramatisch einstürzte ohne dass das Unternehmen insolvent wird.

Bleiben wir einfach bei dem oben beschrieben Fall der Deutsche Telekom. Das Unternehmen ist bisher nicht bankrott gegangen und dennoch hättet ihr 85% eures Geldes verloren, wenn ihr am Hochpunkt eingekauft hättet (ohne Dividenden). 

Hättet ihr selbst nur ein Jahr nach dem absoluten Hochpunkt in die Deutsche Telekom investiert, als der Kurs bereits um 75% gefallen ist, hätte es dennoch 21 Jahre gedauert, bis ihr euer Investment inkl. ausgezahlter Dividenden wieder zurückerhalten hättet. Die Inflation ist hierbei noch nicht einmal eingerechnet.

Gebt euch auch nicht dem Trugschluss hin, dass die durchschnittliche Rendite am Aktienmarkt circa 8% ist. Das ist lediglich die durchschnittliche Rendite des gesamten Aktienmarktes und nicht einzelner Aktien. Aber selbst wer nur in breitgestreute ETFs investiert, hat auch noch ein hohes Risiko des Wertverlustes, auch wenn ein Totalverlust bei ETFs deutlich geringer ist als bei Einzelaktien, wie ich in diesem Artikel erkläre.

Eine einzelne Aktie kann immer ihren gesamten Wert verlieren und um dagegen vorbereitet zu sein, solltet ihr entweder in den gesamten Index investieren, eure Investments selbst breit streuen oder andere Sicherheitsanker implementiert haben.

Was sollte ich tun, wenn meine Aktien an Wert verlieren?

Im Idealfall solltet ihr es natürlich nie so weit kommen lassen, dass eure Aktien einen Großteil ihres Werts verlieren. Jeder große Verlust beginnt als ein kleiner Verlust, um den man sich nicht gekümmert hat, weswegen es unheimlich wichtig ist, seine Investments immer im Auge zu behalten.

Zum Thema Portfolioabsicherung habe ich diesen Artikel geschrieben, in dem ich euch vier Methoden ganz genau erkläre, wie ihr euer Portfolio gegen größere Verluste absichern könnt. Lest ihn euch unbedingt durch und sucht die für euch passende Strategie heraus.

Die für Privatinvestoren einfachste Methode, um größere Aktienverluste zu vermeiden, ist der Stop Loss. Dabei handelt es sich um eine Verkaufsorder bei eurem Broker, die automatisch ausgeführt wird, sobald der Aktienkurs unter eine bestimmte Schwelle fällt.

Nehmen wir zum Beispiel an, ihr habt euch eine Aktie im Wert von 100 EUR gekauft. Die meisten Investoren tätigen den Kauf und unternehmen dann nichts, wenn der Aktienkurs beginnt zu fallen und wundern sich dann, warum die Aktie plötzlich 20% ihres Werts verloren hat.

Hättet ihr stattdessen einen Stop Loss bei eurem Broker hinterlegt, dann wäre die Aktie automatisch verkauft worden, sobald der Verlust für euch zu groß geworden wäre. Was der maximal mögliche Verlust ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. 

Ich setze meinen Stopp Loss immer bei 10%. Im oben Beispiel also bei 90 EUR. Würde der Aktienkurs dann unter 90 EUR fallen, würden die Aktien automatisch verkauft werden und mein Verlust wäre begrenzt.

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr einen Stop Loss selbst setzen könnt und ihr euer Konto bei der Comdirect habt, dann habe ich euch diesen Artikel hier geschrieben, der erklärt wie man einen Stop Loss bei der Comdirect setzen kann.

Der Stop Loss ist bei vielen Privatinvestoren nicht sehr beliebt, da es ja passieren könnte, dass der Aktienkurs unter die Stop Loss Schwelle fällt, die Aktien verkauft werden und der Kurs dann wieder steigt. 

Ja, das kann passieren, aber man sollte sich immer fragen, was passiert, wenn der Aktienkurs danach nicht wieder steigt sondern weiter fällt. In dem Fall hättet ihr nur einen noch größeren Verlust in eurem Depot. 

Ich arbeite deswegen immer mit einem Stop Loss für all meine Aktien, weil ich genau weiß, dass die Gewinne automatisch kommen, sobald ich die Verluste begrenze und genau das machen die wenigsten Privatinvestoren.

Zu diesem Thema habe ich auch den Artikel „Die sechs häufigsten Fehler beim Investieren“ geschrieben, in dem ich noch detaillierter auf diese Thematik eingehe. Definitiv empfehlenswert für euch.